PunkAlle 3 Monate sitzt die Plastic-Bomb-Redaktion zusammen, trinkt lecker Bier und brütet über die neue Ausgabe. Regelmäßig kommt dann die Frage auf, was man denn noch an „großen“ Bands mal an Land ziehen könnte, Bands, die sich auf der Titelseite sehr gut machen würden. Nach einiger Zeit betretenen Schweigens murmelt dann irgendjemand verlegen: „Motörhead“. Regelmäßige PB – Leser werden wissen, dass uns das bislang noch nicht gelungen ist. Aber wir bleiben dran, versprochen. Obschon die Zeit langsam knapp wird…. Dem Punkrock scheinen solche Probleme fremd. Fett auf der Titelseite findet man Namen wie Anti-Flag, Social Distortion und Refused. Und natürlich auch mit wirklich gelungenen Artikeln im Heftinneren. Da muss man sich natürlich fragen, wie Bocky und seine Mannschaft das machen. Keine Ahnung. Aber fest steht: In Zukunft gar nicht mehr. Nach 10 Jahren stellt das Punkrock seinen Betrieb ein. Von jetzt auf gleich. Nach gerade mal 10 Jahren. In der # 24 wird der Leser / die Leserin aber noch in keinster Weise auf dieses jähe Ende vorbereitet, vielmehr gab es diverse Ankündigungen auf Nummer 25. Ich finde es sehr schade. Persönlich für mich nicht ganz so schlimm wie der Ausstieg von Micha bei uns, aber die Fanzinelandschaft verliert ein stets abwechslungsreiches, gut recherchiertes und geschriebenes Heft. Mal schauen, ob wir nicht auf dem Transfermarkt den einen oder anderen Punkrocker für uns gewinnen können. Und auch die Frage nach den Gründen für das Aus bleibt zu klären. Vielleicht… Tja, und womit verabschiedet sich das Punkrock? Neben den Titelseitenhelden war das Portrait von Sleaford Mods für mich das absolute Highlight, dicht gefolgt von einem wirklich sehr gut geschriebenen Artikel über die wahren Hintergründe der Krise in Griechenland. Nicht dass ich diesem hassverzerrten Gebelle Schäubles geglaubt hätte, aber schön, mal ein paar Fakten hierzu geliefert zu bekommen. Befremdlich und mutig fand ich, dass man sich mit Laibach beschäftigt hat. Egal ob es nun Provokation, Kunst oder echt ist: Das faschistoide Gehabe dieser Band finde ich unerträglich, und der Artikel hat daran nichts geändert. Ganz und gar nicht unerträglich dagegen kommt Mad Mike vom Mad Butcher Label rüber. Deshalb gehen beste Grüße aus Gladbach an den Exil-Gladbacher. Und an den Rest der Welt die Empfehlung: Besorgt Euch das Punkrock, bevor es zu spät ist. (114 Seiten A4 4,90 € www.punkrock-fanzine.deHäktor.

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