Hier mal ne Filmrezi die nicht wirklich was mit Punk zu tun hat. Bei „Love“ handelt es sich um einen Film über Liebe, aber definitiv um keinen Liebesfilm. Nach seinen Filmen „Menschenfeind“ und „Irreversibel“ versucht Gaspar Noé erneut sein Publikum zu schockieren. Neben dem kaputten Leben des Protagonisten Murphy nutzt er dazu auch viele sehr explizite und echte Sexszenen. Der Film versteht sich dabei aber als Antiporno. Ich bin hin und her gerissen, und ich glaube genau dieses Gefühl wollte Gaspar Noé auch erreichen. Die Handlung dreht sich eigentlich nur um einen Typen, der sein Leben nicht wirklich auf die Kette kriegt, durch einen Seitensprung Vater wird und seiner Ex nach hängt die ihn daraufhin verlassen hat. Beim Zuschauen drängt sich mir immer wieder auf dem eher unsympathischen Protagonisten zu sagen der Arsch soll doch einfach mal klar kommen, aber sein Drogenkonsum macht das nicht wirklich einfacher. Interessanterweise scheint sich Gaspar Noé in dem Film auch an sich selbst abzuarbeiten, denn es sind viele Parallelen zwischen ihm und Murphy eingebaut. Durch seine 136 Minuten ist der Film manchmal etwas langatmig, überzeugt mich aber durch die kaputten Charaktere und die oft beeindruckenden Aufnahmen. DVD oder 3D-BluRay (Alamode (Alive), Erscheinungstermin: 29. Januar 2016) - Lars