thank_youIn dieser wirklich sehr persönlichen Doku verarbeitet Regisseurin Sharon Woodward auf filmische Art und Weise, einigen von euch eventuell schon durch ihr Videointerview mit Roddy Moreno von THE OPPRESSED bekannt (hatten wir auch schon auf der PLASTIC BOMB-Seite verlinkt, ist aber ebenfalls hier als Bonusmaterial enthalten), ihre Jugendzeit als Skinhead Girl in Oxford während der 2-Tone Ära.  Neben Sharon kommen noch 2 weitere Frauen zu Wort, welche die Autorin trifft und zum lockeren Plausch über ihre jeweiligen Erfahrungen bittet. Zum einen wäre da Ali Palmer Smith, die zwischen 1969 und 1973 ebenfalls dem Kult frönte und Bridget Faller, deren selbstpersönliche Kurzhaar-Biographie in die Zeit von 84 bis 87 reicht. Neben den Interviews gibt es noch jede Menge Bildmaterial und persönliche Erinnerungen der Autorin selbst.  Neben dem historischen Aspekt, der keineswegs zu kurz kommt, werden auch sehr persönliche Einblicke in das damalige Seelenleben von Sharon während ihrer Zeit als Skinhead Girl gewährt. Wie der Titel der DVD schon Nahe legt, ist der Film dabei alles andere als eine späte, nachträgliche Abrechnung, sondern eher sowat wie eine waschechte Liebeserklärung an den  Way Of Life. Das mag wenig objektiv sein, sind Dokumentationen aber an sich sowieso und per se nie, macht das Ganze aber hier dafür auch um so sympathischer. Mir persönlich ist die Doku von der grundsätzlichen  Herangehensweise zwar gelegentlich schon fast etwas zu persönlich, in manchen Momenten kommen dem Rezensenten doch  gelegentlich Assoziationen zu „Mona Lisa“dem Frauenmagazin des ZDF. Insgesamt gesehen, neben Skinhead Girls und solchen, die es werden wollen, wahrscheinlich auch eher für Außenstehende und oder Soziologen interessant. Gerade was das Thema Sexismus angeht, könnte bei einigen Zuschauern doch so manches lang gehegte Vorurteil  auf eine durchaus harte Probe gestellt werden. (www.sunnybastards.de) -Basti-

Hier gibt es das gute Stück...