Yass NightKlang der Vorgänger noch wie ein Experiment, um die Möglichkeiten elektronischer Musik im Noise-Rock-Rahmen auszuloten, kommt das zweite Album der Jungs aus der Freiburger Kurt-Riege nun wie aus einem Guss daher. Angefangen beim Cover mit dem (oder einem) Mond und der Titelwahl (Night wire, Futurism, Pluto, Moon, Solar zum Beispiel) wirkt hier alles sehr stimmig: ein Album, das Fernweh und Fluchtgedanken weg von der Erde weckt. Für einen SF-Fan für mich also das nahezu perfekte Album zum Träumen. Das neue Werk ist trotz aller Elektronik nun auch noch erheblich wärmer geworden als der Vorgänger, denn das Pendel, das zuvor in Richtung Front 242 ausschlug, pendelt nun deutlich zur KURT-Seite. Ich gehe jetzt auch einen Schritt weiter – und lehne mich jetzt weit aus dem Fenster –, indem ich sage: Wenn das eine KURT-Scheibe wäre, wäre das der berühmte unerwartete Schritt nach vorne. Dazu trägt auch bei, dass das Album nach mehrmaligem Hören immer neue Facetten erscheinen lässt und Assoziationen auslöst, die immer treibenden Songs einzeln ziehen, aber in ihrer Gesamtheit einen Sog auslösen. (Salon Alter Hammer / X-Mist) Swen

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und hier gibt es die "Night Wire"...