MISSILES OF OCTOBEREntweder werden die mit der Platte hier zu gefeierten Szenehelden, oder mutieren auf immer und ewig zum einsamen Geheimtipp, wo man sich dann in 20 Jahren wahrscheinlich noch ergebnislos fragen wird, warum denn die Kollegen aus Belgien nie größere Bekanntheit in Punkhausen erlangt haben. An der Mucke oder am Talent kann es garantiert nicht liegen, damit is sozusagen alles in bester belgischer Butter. Auch, wenn ich mir manche der Einflüsse der MISSILES OF OCTOBER echt nicht in Reinkultur geben kann, sondern höchsten in homöopathischen Dosen (maximal 15 Sekunden beim Durchskippen der Ox-CD-Beileage zum Beispiel), in der hier abgelieferten Form fluppt es einfach und das mehr als ordentlich. Man könnte den Sound der Herrschaften sicherlich fachgerecht sezieren, wat von BLACK FLAG, BIG BOYS und HELMET schwafeln (dat beste an HELMET waren eh die Frisuren!) etliche andere große Namen in den Ring werfen, aber würde man der Platte damit gerecht werden? Die Einflüsse der MISSILES OF OCTOBER sind nämlich dermaßen breit gefächert, dass man als Uneingeweihter beim Lesen eh kaum glauben wird, dass dabei ein dermaßen energetischer & geschlossener Gesamtsound möglich ist, wie er hier auf der „Better Days“ zu finden ist. Diesen um sich tretenden und dabei auch konsequent dreckig bleibenden Bastard aus Hardcore Punk, Noise Rock, Stoner und Sludge muss man echt gehört haben. Hearing is believing! Alles andere is bloß dumme Zeitverschwendung und insgesamt wahrscheinlich auch so sinnvoll, als wolle man alle Sandkörner in der Wüste zählen. Hört mal rein, is geiler Scheiß fernab jeglicher Kunstkacke (Die „Better Days“ is wohl eher ein kunstvoller Tritt in die Fresse und das im im positivsten Sinne!). Meiner Meinung nach eine der bislang besten Platten des laufenden Jahres! (Pogo Records) -Basti-

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