Vice„Shot Away“ ist das erste und einzige Album von VICE SQUAD ohne Beki Bondage, die als das erste „Punk Pin-up Girl“ bezeichnet wird und auch bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen hat – bei der Bandgründung von VICE SQUAD (1978) war sie gerade mal zarte 15 und hat bis 1982 mit ihrer Bühnenpräsenz mächtig für Wirbel gesorgt. Die Messlatte für „die Neue“ in der Band war also hoch, denn VICE SQUAD wollten an ihre Charterfolge anknüpfen.
War der erste Hit auf der „No Cause For Concern“ noch „Young Blood“, heißt der Einstiegssong von „Shot Away“ nun „New Blood“ und ist meiner Meinung nach DER Kracher der Platte, düsteres Getrommel, waviger Gitarrensound und diese Stimme – Killer! Der erste Schein trügt jedoch, es geht munter mit einer Vielzahl an poppigen Liedern weiter, sogar das Cover von SWEET’s „Teenage Rampage“ ist nicht etwa punkig, sondern poppig… durch Lias Gesang wurde „Shot Away“ desöfteren als die britische Antwort auf Blondie gewertet. Und natürlich hatten VICE SQUAD vor, auf diesen Zug aufzuspringen – die damaligen Fans wollten aber nicht so richtig mitziehen und das Album, obwohl gut produziert, floppte, woraus kurz darauf die Auflösung resultierte. Liebe auf den ersten Hörer war es bei mir nicht, definitiv aber auf den dritten. Denn auch wenn man sich erst einmal schwer damit tut, dass mit dem Sängerinnenwechsel das rotzige Feeling der frühen VICE SQUAD verloren gegangen ist, hat die „Shot Away“ überdurchschnittlich viele, richtig markante, Ohrwürmer zu bieten. Man muss sich nur auf Pop-Punk mit einem Hauch von Wave einlassen. 2016 als Re-Release in der Reihe MAD BUTCHER CLASSICS als LP erschienen. (Mad Butcher) Caro

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