Berlin BlackoutsRespekt, der Bass bei „Had It All“ is echt hammergeil, gibt ja viele Bands heutzutage, wo der Kollege (oder wie hier die Kollegin) der zupfenden Zunft vom Songwriting her mitunter doch eher stiefmütterlich behandelt werden. Die Midtempo-Hymne is für mich persönlich jedenfalls der absolute Hit des Albums, wobei die restlichen Songs der „Kissed By The Gutter“, übrigens 11 an der Zahl, ebenfalls alles andere als von schlechten Eltern sind. Das Covermotiv mit den beiden Steineschmeissern und dem Panzer, welches vom Aufstand 1953 in Ost-Berlin stammt, wurde inzwischen ja doch dat ein oder andere mal bereits von anderen Bands verwurstet, aber die Berliner wurden ja auch von der Gosse und nicht von der Muse geküsst und wen dat ernsthaft stört, soll sich doch DIY mäßig sein Cover einfach selber malen. Ehrlich gesagt, die Songs der „Kissed By The Gutter“ sind so gut, die würde ich mir auch zur Not ausnahmsweise gänzlich ohne Umverpackung zulegen. Ausfälle gibt es in Sachen Stücke ansonsten auch nicht zu vermelden, in musikalischer Hinsicht ist die Scheibe definitiv eine sehr runde Angelegenheit geworden. Tempo und Grundgefühl von Hits wie „I Need A Holiday“, „Had It All“ und „Deadland“ variieren stark. Würde auch behauten wollen, dass es den BERLIN BLACKOUTS hier auf jeden Fall gelungen is, ihr ohnehin recht gelungenes Debütalbum noch gehörig zu toppen. Haben wirklich in jeglicher Hinsicht ne ordentliche Schüppe Kohlen draufgelegt, die bandeigene Maschine läuft hörbar wie geschmiert, egal ob niedertourig oder auch in den höheren Gängen. Wer die „Bonehouse Rendezvous“ schon mochte, kann hier echt den Maulwurf machen und völlig blind zugreifen. Is bei mir daheim momentan im Dauereinsatz dat Teil, schöne Scheibe und einer meiner Tipps dieser Ausgabe! (Wanda Records) -Basti-

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