overchargeEine -charge-Endung im Bandnamen, die Konstellation von drei nebeneinander angeordeneten Schädeln auf dem Frontcover und DRILLER KILLER-, NAUSEA- und WOLFPACK-Shirts der Bandmitglieder tun ihr Übriges um ganz klare Assoziationen Richtung Crust zu erwecken, noch bevor die Nadel das schwarze Gold berührt. Und auf so einer falschen Fährte befindet man sich dann auch nicht, denn die Italiener OVERCHARGE kombinieren auf "Speedsick" Mad Max-Romantik mit einem dreckigen, Wüstenstaub geschwängerten Bastard aus Rock'n'Roll, MOTÖRHEAD und Schwedenkruste der Marke WOLFPACK oder auch DISFEAR. Und immer wieder kommen die Kanadier INEPSY in den Sinn, die anscheinend Anfang der 2000er eine der Blaupausen für modernen Metalpunk schufen.
Das hier ist richtig schön dreckig und knirscht im Getriebe eures anthrazitfarbenen Ford Mustang V8. Das Schlagzeug rumpelt und ballert, der Bass drückt und die Gitarre macht den alten MOTÖRHEAD inkl. Soli alle Ehre. Der Sänger knöselt sich richtig schön durch Songs wie "Warbeat", "Ride As One", "Wasteland Dust" oder "Demons". Nicht zu fett, aber auch nicht zu dünn und roh, sondern genau richtig produziert, wabert es aus den Boxen. OVERCHARGE haben es raus. Man kann einem alten Hund zwar keine neuen Tricks beibringen, aber warum auch, wenn er immer noch so viel Biss hat, wie diese Platte! 70er/80er Jahre-Postapokalypse-Schinken in den VHS-Rekorder, "Speedsick" auflegen und ab dafür. 500er Auflage, davon 100 Stück in schwarz-weiß gesprenkeltem Vinyl.(Metalage Prod./Angry Voice Rec./Insane Society) -Iron Rob

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