call the copsEs gibt Bands, die sind überhaupt nicht dafür da, besonders ausgefeilten, musikalischen Hochgenuss zu produzieren. Sondern um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, in einer Band zu spielen und mit dieser dann auf Kaperfahrt zu gehen.
In den Anfangstagen war das bei „What We Feel“ so, das ist bis heute bei „No White Rag“ so und bei ihren siamesischen Zwillingen von „Call the Cops“ eben auch. Ich hören so weit ganz guten HC/Streetpunk und ich höre auch eine musikalische Entwicklung bei der Band. Aber in aller erster Linie höre ich, dass ein Haufen Freunde Bock hat, in Proberaum abzuhängen und von dort aus in den Tourbus zu stolpern, um noch mehr Freunde in anderen Städten zu treffen. Und vermutlich ist diese Scheibe in erster Linie entstanden, um noch viel viel mehr Freunden die Möglichkeit zu geben, eine Platte auf einem der 38 (!!!!!) DIY-Labels zu veröffentlichen.
Ich finde das Konzept großartig und freue mich selbst auch immer, diese Band auf der Bühne zu sehen. Aber die Freude am Spielen führt nicht zwangsweise zu ausgefeilten, abwechslungsreichen und musikalisch durchkonzipierten Songs. Es gibt aber dennoch die ein oder andere sehr gute Idee bei den Songs und textlich ist da jede Menge Anspruch und Mehrwert zu holen.
Die LP kommt mit Klappcover, das mit jeder Menge Fotos und Klamauk zu unterhalten weiß, einem riesigen Poster mit Endzeit-Motiv und einem 32-Seitigen hochglanz-Comic dessen Story so ziemlich alles wieder gibt, was die Band transportiert: Freundschaft, Party und Endzeitstimmung. Großartiges Gesamtwerk, in dem alles in allem ca 1.000 Arbeitsstunden stecken müssen (Bomb-All Records, Maniac Attack Records, Terror Tubbies Tonträger und viele mehr) Ronja

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hier zur Bandcamp-Seite der Band...

und hier gibt es die "Bastards" LP...