turboaEs scheint ja im DIY-Untergrund schon fast en vogue zu sein, Turbostaat ganz schlimm zu finden. Ausverkauf schreien die einen, weinerliche Popkacke die anderen. Ich muss zugeben, dass auch ich lange zu den Leuten gehörte, die diese Band mit voller Absicht links liegen ließen. Das änderte sich mit dem letzten Album ‚Stadt der Angst’, das fand ich nämlich verrückterweise ziemlich gut. Und so geht es mir auch mit dem neuen Album ‚Abalonia’. Dass TURBOSTAAT sich hier neu erfinden, finde ich nicht so sehr, im Gegenteil klingen sie eher genau so wie erwartet, schreiben eben diese typisch turbostaatschen Hits und das ist in dem Fall genau gut so. Inhaltlich handelt das Album von einer Reise zum dem fiktiven Ort, genau, ‚Abalonia’, der als eine bessere Möglichkeit als das Hier und Jetzt betrachtet, dabei aber gar nicht genauer beschrieben wird. Beschrieben werden vielmehr die Unerträglichkeiten der realen Welt, vor allem vor dem Hintergrund von Flucht und Vertreibung und dem Ankommen an trostlosen Orten voller hasserfüllter Menschen, Pogromstimmung, Einsamkeit und Verzweiflung. TURBOSTAAT tun dies auf ihre typische etwas unkonkrete Art und Weise, die aber, wenn man sich darauf einlässt, dem Kern des Themas ganz anders nahe kommt, als es jede schon 1000fach gehörte Parole je könnte. Daniel ([PIAS] Recordings)

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