cityDas zweite Langeisen der Israeli Streetpunx CITY RATS ist draußen und es beginnt direkt mit einem kurzen Mosh bis es geradeaus nach vorn geht. Als allererstes fällt die sehr fette, klare, aber leider doch sehr klinische Produktion der Platte auf. Vom Klang her kommt die Platte rüber, als ob eine Schülerband von ihrem Musiklehrer in das Studio eines Kumpels, der sich mit „Rockmusik“ auskennt, geschickt worden wäre. So nach dem Motto: „So jetzt macht mal!“.
Am Bandsound hat sich doch wenig getan. Die ollen Straßenratten spielen immer noch metallischen Streetpunk, der auf Album Nr. 2 noch 'ne Schüppe metallischer geworden ist. Die Gitarre drückt mehr, das Drumming ist recht technisch und Double Bass lastig, es gibt mehr Thrash Metal Riffing, Soli und sonstige Spielereien und Raffinessen, die nicht immer zweckdienlich sind. Das Schlagzeugspiel erinnert mich etwas an die letzten SODOM Lps, technisch, aber meist den Song vorantreibend. Ironischerweise ist einer der metallischsten Songs der Platte „Long Live Punk“. Der obligatorische Anti-Bullen-Song „1312“ hat sogar zu Beginn eine textliche SEPULTURA-Referenz. Inhaltlich dreht sich die Scheibe um das Leben in Israel, um Punk, um Bullen, Freundschaft usw., ein Potpourri klassischer Punkthemen halt.
Ich kann dem zweiten Album der CITY RATS nur bedingt etwas abgewinnen. Die Scheibe wirkt zu zerfasert, richtungslos und der Sound ist leider alles andere als ansprechend. Tut mir leid.
Dafür kann die Ausstattung um so mehr. Die Platte kommt im Deluxe Klappcover, mit einem recht schrägen Riesenposter, einem kleineren, bunten Poster, das auch gleichzeitig das Textblatt ist und Artwork diverser KünstlerInnen, wohin das Auge blickt. Da gibt’s viel zu entdecken. Auf 1000 Stück limitiert, davon 190 in grünem Vinyl. Leider kein Downloadcode vorhanden.(Angry Voice / Black Horse Distro / Rollo Alla Rec. + 7 weitere Labels) - Iron Rob

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und hier gibt es die "No One Is Innocent"...