Skannibal14Der 14. Teil des skannibalischen Reigens und dies auch gleich passenderweise im 14. Jahr des Bestehens der Reihe. Wie immer schon bisher, ist es dem guten Mike auch diesmal wieder gelungen, 22 zumeist ziemlich knorke Kapellen aufzutreiben, welche zum Teil selbst Ska-Enthusiasten noch gänzlich unbekannt sein dürften. Auffallend ist, dass relativ viele der gefeatureten Kollegen dieses mal aus den USA, und Mexiko kommen, was allerdings wenig über die stilistische Bandbreite von Bands wie THE CROMBIES, HEAVY CITY, THE ABRUPTORS, FAT TOFU, RUSTY ZINN, THE BISHOPS und THE SENTIMENTS verrät, selbige kommen zwar allesamt aus den Vereinigten Staaten, warten aber durchaus mit ner recht gewaltigen stilistischen Bandbreite auf. Wobei die CROMBIES hierzulande mit Sicherheit noch die bekannteste Formation aus obiger Auswahl is. Fähiger 2-Tone aus Chicago, hier mit ner schönen Coverversion des alten Billy Bragg Klassikers „Levi Stubb's Tears“. HEAVY CITY waren mir beispielsweise zuvor gänzlich unbekannt, brillieren aber mit einem Stück von ihrer ersten Single, irgendwo zwischen Ska und Rocksteady und ebenfalls verdammt gut. Auch nicht von schlechten Eltern ist der soulige 3rd-Wave- Buffalo-Ska der ABRUPTORS. THE BISHOPS erinnern ein wenig an Bands wie die SCOFFLAWS und das auch eher positiv. THE ENSEMBLE 64 aus Mexiko sind hörbar stark von den legendären SKATELITES beeinflusst und liefern mit „Summetime“auch nen ziemlichen Hit ab. Die Italiener vom NORTH EAST SKA JAZZ ORCHESTRA warten mit ähnlichen Einflüssen und ner tollen Version des alten PRINCE BUSTER Klopfers „Hard Man Fe Dead“ auf. SPÖKSTAN aus Schweden machen eher dat, wat Punker im allgemeinen unter Ska verstehen. Gibt es aber wesentlich schlimmeres und der schwedischsprachige „Gesang“ haut auch einiges wieder raus. Hier is echt für jeden wat mit dabei. Wobei die Beantwortung der Frage ob die Welt wirklich ne Ska Version des ollen Lambada-Songs gebraucht hat (INSPECTOR mit „Lamba Do Ska“), wahrscheinlich erst nach ein paar Bier erfolgen sollte. Kann man wie immer bei 22 Songs von 22 Bands, die auch größtenteils was können und so ziemlich die gesamte Bandbreite des Genres abdecken, wenig verkehrt machen. Wobei das stets spärliche Booklet inzwischen wohl schon fast als Traditionspflege durchgeht, is aber höchstwahrscheinlich dem günstigen Endverkaufspreis geschuldet und nicht weil der Mike möchte, dass ihr möglichst wenig über die hier enthaltenen Kapellen in Erfahrung bringen könnt.(Mad Butcher Records) -Basti-

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