DERELYCTIONBoah! Das Cover ist schon einmal ein Knaller. Könnte direkt eine der aktuellen D-TAKT & RAPUNK-Veröffentlichungen oder eine unveröffentlichte WARVICTIMS Lp sein. Ganz so einfach machen die Gießener DERELYCTION es einem aber nicht. Ihre Mixtur nennt sich „Anti-Human-Crustcore-Violence „ und so gibt es böse und metallisch auf die Zwölf. Direkt der Opener und titelgebende Song „Surrounded By Death“ beginnt mit einem frickeligen Black Metal-Riff bevor schöner Crustgesang mit Hall aus der Höhle ertönt. „Behind The Mask“ kommt mit lupenreinem Thrash Metal daher, „Colors Fade“ hat eine leichte WOLFBRIGADE-Kante. Insgesamt wird hier in so einigen Genres gewildert, was aber überhaupt nicht negativ ins Gewicht fällt. Hier mal etwas mehr Death Metal, da mal wieder etwas mehr Crust, wieder ein bisschen Schweden oder eben auch tiefschwarz. Da liegen Vergleiche Richtung DRILLER KILLER, die im Laufe ihrer Karriere auch recht viele Stile bedient haben, eigentlich auf der Hand. DERELYCTION schaffen es durchaus ihr Teufelsgebräu stimmig wirken zu lassen. Die Basis, auf der hier experimentiert wird, ist immer „dicker“ Metalcrust. Und damit wären wir beim für mich einzigen Manko der Scheibe: der Sound. Eine Band mit einem Sound wie DERELYCTION muss für mich richtig aus den Boxen drücken und das tut diese Scheibe leider nicht. Alles hört sich etwas dünn an. Mir fehlt da der Wums. Versteht mich nicht falsch, denn alle Instrumente sind klar und deutlich im Mix zu vernehmen, aber es fehlt einfach etwas der Druck. Vielleicht bei der nächsten Scheibe. Einige der Songs des Albums stammen übrigens noch vom Demo Destination: Extinction“, sind aber hier in frischer Neuaufnahme zu finden. Empfehlung für Metalheads mit Wursthaaren oder Death und Black Metal-affine Krusten. (Left Hand Path / Riot Rec. / Pogohai / Dingleberry Rec. / Pandora Rec. / Violent Heartbeat / Spit It Out Rec.) -Iron Rob

hier geht es zur Facebook-Seite von DERELYCTION...

und hier zur Bandcampseite der Band...