spitpinkWer wissen möchte, was der gute Krisko neben seiner Tätigkeit als PLASTIC BOMB-Minion sonst noch so anstellt, sollte mal in die aktuelle LP von SPIT PINK reinlauschen. Hier is der Herr nämlich an der Gitarre tätig. Die ersten Zeilen dieses Reviews sind übrigens quasi auch als eine Art Disclaimer zu verstehen, die nicht verhehlen sollen, dass dem Schreiber dieser Zeilen durchaus bewusst is, dass der ein oder andere böswillige Zeitgenosse hier eine gewisse Befangenheit unterstellen könnte. Kann euch aber beruhigen, wenn ich mit dem Krisko zusammen mit nem Flugzeug über den Anden abstürzen würde, würde ich keineswegs zögern ihn zu verspeisen, falls notwendig (auch wenn an dem relativ wenig dran is, ernährt sich der Krisko doch zumindest halbwegs gesund, wobei sich mir die Frage stellt, ob wenn man Veganer isst, dadurch nicht auch ein Stück zum Veganer wird). Das gleiche gilt übrigens, wenn der Gute mir meine kostbare Lebenszeit mit grausiger Musik stehlen wollen würde. So jetzt mal zur „Night Of The Lizard“ selbst, selbige is nämlich überraschend knorke. Überraschend deshalb, weil ich mich mit der Band zuvor in keinster Weise beschäftigt habe und die Platte deshalb reinhaut wie ein Sucker Punch. Ein Sucker Punch ist übrigens ein überraschender und heftig ausgeführter Schlag, der in die Bauchregion unterhalb des Brustkastens zielt und das Opfer ziemlich luftlos und offen für weiter Attacken zurücklässt. Schon der Opener „Fool“ geht gut nach vorne und trifft zumindest mich völlig unerwartet. Spätestens beim 2. Song „Don't bring a knife to a gun fight“ hatten sie mich aber dann komplett und der Rest is auch nicht von schlechten Eltern. Ich tanze wirklich selten alleine durch die Wohnung, aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte es beim Genuss der „Night Of The Lizard!“ nicht getan. Wirken auf mich teilweise so wie die DICTATORS auf Speed, oder die DEAD BOYS mit mehr Punch und alles dazu noch ziemlich ohne jegliches Gedudel. Wer wissen will, wo der Rock'n'Roll sein zuhause hat, sollte nicht weiter nach Schweden oder überm Teich schielen, denn Gevatter Rock'n'Roll wohnt anscheinend neuerdings in Bochum und Recklinghausen mit Punkrock als Nachbar. Wird hier wohl noch die ein oder andere Runde drehen das gute Stück und zwar von vorne bis hinten... (Wanda Records / http://mailorder.wandarecords.de/) -Basti-

hier geht es zur Facebook-Seite von SPIT PINK...

hier zu Bandcamp...

und hier gibt es die Platte...