wolf downIch bin in einer Zeit zu Punk und Hardcore gestoßen, als auch “harter” Hardcore, damals vor allem aus New York und Cleveland, ganz normaler Teil der Szene war. Madball standen ganz normal im Plastic Bomb, das Zap war voll mit Integrity und Co. Heute bekomme ich Wolf Down auf den Tisch, da ich anscheinend der Einzige im Team bin, der mit solcher Musik überhaupt etwas anfangen kann. Times are changin’. Das wieso-weshalb-warum soll hier auch gar nicht groß erörtert werden, fest steht bei mir aber schon lange, dass es mehr als schade ist, dass Bands wie Wolf Down in der Punkszene als Exoten gelten. Dabei kenne ich kaum einen Sound, der sich besser dafür eignet, brave Brillenträger zu rückverdummten Neandertalern mutieren zu lassen, als der, dem sich Wolf Down verschrieben haben. Harter, treibender und stets hochaggressiver Hardcore mit fetten Moshparts und metallischen Riffs, ausgestattet mit einer Power, die mich gestern im Fitness-Studio zu einem neuen Cardiorekord treiben ließ. Im Vergleich zu “Stray from the past” ist der Sound nochmals eine Spur härter geworden, vielleicht auch etwas metallischer, jedoch ohne auch nur ansatzweise in Metalcore-Gewichse auszubrechen. Erinnert mich desöfteren an Bitter End, die diese Mixtur ebenfalls gut hinbekommen haben. Das Cover ist zwar an Plattheit kaum zu überbieten, dürfte aber sicherlich auch dem ein oder anderen Punker, aufgrund der stilistischen Nähe zu den Eric Drooker Artworks (u.a. But Alive), durchaus gefallen. Wer sich 2016 ernsthaft noch von all den Punk-Opas langweilen lässt, statt bei Bands wie Wolf Down die Hütte abzureißen, sollte ernsthaft mal schauen, ob er dem heimeligen Schunkeltum seiner Eltern nicht vielleicht doch näher ist, als ihm lieb ist. (End Hits Records) Herder

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