frontexFrontex hören oder sehen ist für mich immer wie eine Zeitreise. Wo sich viele deutsche Punkbands, die ich in den letzten vielen Jahren in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder gesehen hab entweder aufgelöst oder in diverse Musikrichtungen entwickelt haben machen Frontex das, was ich als „grundsoliden deutschen Deutschpunk“ bezeichnen würde. Stiefelmusik eben. Ob Schurkenstaat, Sekrektstau oder Frontex, die Bands in denen Gizmos singt klingen immer irgendwie nach Schleim Keim und wenn man DAS mag, mag man auch die neue Scheibe von Frontex.
Frontex selbst mögen ihre neue Scheibe auch, das Umschlagcover ist knallbunt gesiebdruckt, die Texte sind auf einem schön gestalteten Inlay nachzulesen, das Vinyl wiegt 140 Gramm und es gibt einen Downloadcode, ihr seht, hier hat sich jemand Mühe gegeben.
Die Texte finde ich großartig, inhaltlich geht es um Faschistenpack, GEMA-Pack, Refugees bzw Außengrenzen, Kriege für den Frieden und es gibt eine Hymmne für alle, die sich entschlossen haben, ihr Leben lang Punk zu sein und auch so auszusehen: „Für immer Punk, Märtyrer halten das aus!“ Haha, jawollo, sehr gut.
Von musikalischer Weiterentwicklung kann man bei dieser Band und diesem Album wohl nicht sprechen, aber das will ja auch niemand hören. Rumpel rumpel, ohne Effekte, Schnörkel und Experimente, aber flüssig genug um sie entspannt durch zu hören und sich über die treffenden und humorvollen Texte zu freuen. Baywatch statt Fontex! Danke für diese Scheibe! (Hochdruck Musick, Anarcho Punx Rec, Front Core, 400 schwarze und 100 weiße LPs) Ronja

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