VolxIn solchen Zeiten, in denen hierzulande wieder jeden Tag Unterkünfte für Asylbewerber brennen, sind klare Ansagen wichtig. Ich bin alt genug um noch mitbekommen zu haben, wie in den 90ern des letzten Jahrhunderts hierzulande schon mal massenweise Häuser brannten und der hasserfüllte Mob (übrigens genausowenig damals nur im Osten wie heute) rückgratlose Politiker nahezu aller Parteien dazu brachte das Grundrecht auf Asyl massiv einzuschränken. Der VOLXSTURM-Song „Ich Hab Es Satt“ hat da auch durchaus einige deutliche Worte zum Thema in petto: „Ich hab es satt, dass Dummheit akzeptiert und massentauglich ist. Das man Erinnerung zum Blödsinn degradiert und im Gleichschritt marschiert. Ich habe es satt. Also lasst das mich zu verführen. Wohin soll das noch gehen, wenn ein jeder stumm und taub bleibt ohne dabei etwas zu sehn. Ich hab es satt.“ Sehr gelungen ist meiner Meinung nach auch der Clip zum Song, wurden wirklich deutliche und dazu sehr passende Bilder gewählt, um die ohnehin schon ziemlich deutlichen Lyrics zu untermalen.  Die Mucke knallt dazu auch noch und zwar wie ne leere Bierflasche auf den nackten Asphalt. Ist mit Sicherheit kein Fall von „das Gegenteil von gut ist gut gemeint“ die Platte hier. Die Schweriner gehören für mich ohnehin spätestens seit dem „Lichter Meiner Stadt“ Album zu den musikalisch  begabteren Vertretern ihrer Zunft. Wobei VOLXSTURM auf ihrer Tonträger gewordenen musikalischen Reise ins Reich der „Massenuntauglichkeit“ noch zusätzlich das Kunststück vollbringen, wirklich nie in allzu rockige oder poppige Gefilde abzudriften (die Herren setzen wie eh und je eher auf  dezente Hardcore-Einflüsse zur Veredlung ihres Oi!-Punks). Insofern ist der anscheinend mit Bedacht gewählte Titel der Platte („Massenuntauglich“) auch durchaus  Programm hier. Die 12 Songs sind zudem auch größtenteils wütender Natur, wobei die Schweriner  doch auch die ein oder andere ziemlich eingängige Hymne auf  ihre neue Platte gepackt haben („Bootboy-Sinfonie“ und „Zusammen Gegen Die Welt“ zum Beispiel). „Bootboy-Sinfonie“ wartet gar mit schicker 60ties Hammondorgel auf und das folkig-muntere „Kneipenjungs“ kommt derweil mit Bouzouki und Mandoline zum Abräumen an die Theke. Schöne Scheibe! (www.sunnybastards.de) -Basti-

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