CaminosNicht zu verwechseln mit der Punk'n'Roll Kapelle namens THE CAMINOS aus Atlanta, sind die Kollegen aus Bielefeld sozusagen bereits Ende 2008 aus den Ruinen der allseits beliebten COMMANDANTES auferstanden. Ähnlich wie bei der bekannten und beliebten Vorgängerkapelle werden hier Arbeiterlieder bzw. linkes Liedgut in ein kleidsames (Punk-)Rock Gewand gehüllt. Ein Hauptanliegen der CAMINOS ist es „in Zeiten militärischer Aggression, Globalisierung, Neoliberalismus, Nationalismus und Sozialabbau (…) Lieder zu reaktivieren, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben – die von Zeiten zeugen, als Menschen zu Millionen auf die Straßen gingen, um für bessere und gerechtere Lebensbedingungen zu kämpfen.“ Musikalisch dabei insgesamt doch um einiges weniger räudig als zu Zeiten COMMANDANTES, weiß der etwas rockigere Ansatz der CAMINOS durchaus zu gefallen. Die Songs der „Die Fetten Jahre Sind Vorbei“ wirken auf mich jedenfalls um einiges ausgefeilter, als es noch bei vorherigen Gehversuchen der Fall war. Richtig Rockig ist eigentlich auch nur die ziemlich klare Produktion der Songs. Das Tempo der Stücke ist  grundsätzlich vergleichsweise hoch und Punkrock kompatibel. Wird manch einem Original in dieser Form vielleicht auch etwas gerechter, als es vielleicht der bisweilen doch etwas böllerige Ansatz der COMMANDANTES vermochte. Mit „Meuterei“ gibt es übrigens auch eine sehr hörenswerte Eigenkomposition zu hören. Ansonsten werden Erich Mühsam („Lumpenpack“), Georg Weerth („Es Kommt der Tag“), Kurt Tucholsky („Hol 'Dir dein Recht“ in ner gelungenen Ska-Version“), Kurt Kläber („Wir Sind“) Raoul Vaneigem (La Vie S'Ecoule“) und PVC (Can't Escape“ relativ originalgetreu) als Inspiration bemüht. Runde Sache! -Basti-(www.caminos-band.de)

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