Als ich die Platte zum ersten Mal auflegte, dachte ich mir "Yep, guter Crust. Geht ab.". Dann stellte ich kurz vor dem Ende der Seite schmunzelnd fest, dass ich sie auf 45 statt auf 33 abgespielt habe. Aber was soll ich euch sagen.... die LP klingt in beiden Versionen klasse, haha.... Auf 33 sind die Songs natürlich langsamer. Auf 45 ist der Plattenspieler fast explodiert. ASHKARA kommen aus der Schweiz. Mitglieder von CWILL sollen dabei sein, hab ich irgendwo gelesen. Und ich muss sagen, dass mich diese Platte schier umwirft. Die Stücke sind mal schnell, aber auch oft sehr düster und bedrohlich. Brodelnd und pulsierend wie etwas, dass kurz vor dem Ausbruch steht. Unterstützt von einer Geige, welche wie üblich eine unglaubliche Trauer zur Musik beisteuert, vertonen ASHKARA das langsame Sterben einer Welt am Abgrund. Der Gesang ist unglaublich heiser und tief, fast schon monoton. Sie klingt nach Finsternis, nach dem Ende. Ab und zu ist der Gesang mehrstimmig. Die ersten Stücke sind schneller, heftiger Crust. Dann kommen Tempowechsel. ASHKARA werden langsam und morbide. Kriechend und kaputt. Aber immer intensiv und tiefer gehend. Mit Charakter. FALL OF EFRAFA und CWILL sind der Stamm, von dem der Apfel nicht weit fällt. Der letzte Song "Burn our witches" ist ein fantastisches Monument. Und auch "bleak pessimism" ist nicht weit davon entfernt. Empfehlenswerte Platte. Tipp !!! In der LP steckt ein kleines Textheft ein Poster, ein Aufnäher und 2 Aufkleber. Wow. Micha.- (www.rinderherzrecords.ch.vu/)