Das Cover mit der nackten Ollen, die Trompete bläst,... dazu der pseudolustige Titel... naja... Wir waren alle mal 17 und haben über sowas gelacht. Aber ehrlich gesagt... ist das sogar noch das Beste an der CD. Mit Skapunk und gradlinigem Punkrock kann ich gut leben. Aber der Sänger hat echt überhaupt keine Stimme. Schrecklich... Und das Schlimmste daran ist, dass er sich trotzdem so gerne selbst singen hört. Diese textliche Armut ist fast noch schlimmer. Schauerlich. Hauptsache es reimt sich. Irgendwie. Und am besten möglichst schlecht und platt. Ja, die Texte... „In unserem Schurkenstaat regiert nun mal die Teufelssaat“. Klar, Alter. Anarchie und so. Übergewichtige Prolls finden im Song „Bierbauchfetischisten“ ihren Messias. Während der Song „Fleisch“ genau genommen nicht den Hauch eines Inhalts besitzt und sich als Stellvertreter für alles Überflüssige dieser Welt aufdrängt. Wenn dann dieser langsame Deutschrock-TOTEN HOSEN-Pathos durchkommt, wo die „Message“ verbreitet wird, läuft es mir kalt den Rücken runter. Uuuaaahhh.... Mindestens genauso schlimm sind so Epic-Rock-Elemente wie beim ultra-kitschigen „Tränen im Regen“. Wir sitzen hier zu dritt, hören uns den geballten Quatsch an, und es liegt ein dezenter Hauch von Fremdschämen in der Luft. Das ist die überflüssigste Tralala-Mucke seit langem. Die Band behauptet im beiliegenden Infoschreiben, dass sie sich selbst nicht zu ernst nimmt. Das sollten wir auch nicht tun. Micha.- (Puke Musik)