STELLUNGNAHME DES AK47

Düsseldorf. Über das AK47 hat man in letzter Zeit im Umfeld der Kiefernstraße, generell in ganz Düsseldorf und Umgebung eine ganze Menge Gerüchte gehört: Das AK47 sei jetzt ein Kommerzschuppen, linkspolitische Bands dürften nicht mehr auftreten und Meyer77 sei zwar noch nicht tot, zumindest aber aus dem Laden raus. Und den ganzen Mist habe er selbst verbockt. Und dergleichen mehr ...


Was ist passiert?

Los ging es wohl damit, dass einige Leute aus dem AK47 vor ein paar Monaten einen Verein gründen wollten, der dem Laden endlich eine ordentliche Grundlage geben sollte. Soweit ist auch alles in Ordnung, das war eh schon seit Jahren geplant und auch dringend notwendig. Das Problem hierbei war jetzt aber, dass diese Vereinsgründung in Abwesenheit einiger ProtagonistInnen des Ladens erfolgte, quasi hinter ihrem Rücken. Hinzu kam, dass auf einmal der Konzertkalender auf Monate hinaus randvoll gepackt wurde, ohne dass Meyer77, seines Zeichens bisher fürs Booking im AK47 zuständig, davon Wind bekam bzw. bekommen sollte. Hier scheint einiges an Kommunikation auf der Strecke geblieben zu sein.

Die Gerüchteküche brodelte nun bereits, von kommerziellen Bestrebungen seitens des AK47 bis hin zur „feindlichen Übernahme“ des Ladens durch neue Leute war vieles dabei. In dieser aufgeheizten Stimmung fielen dann zu allem Überfluss politische Äußerungen, die so nicht tragbar waren und sind. Denn infolgedessen hieß es plötzlich, die neue Linie des AK47 dulde strikt keine linkspolitischen Bands mehr im Laden.


Was ist nun Fakt?

Im Laden ist sicher in den letzten zwei Jahren einiges schief gelaufen; es haben sich Schulden aufgehäuft, Meyer77 ist nach und nach ausgebrannt, bekam aber sein Maul nicht auf und hoffte, der Rest der Crew würde schon merken, wenn’s ihm nicht gut geht. Er selbst sieht hierin auch sein großes Versäumnis und ist sich bewusst, nicht unschuldig an der Entwicklung der letzten Wochen zu sein.

Dass ein paar Änderungen erfolgen mussten, war allen klar, nur hätte vor allem halt ein bisschen mehr kommuniziert werden müssen. Und um den tausend Gerüchten mal entgegenzutreten, diese vielleicht sogar aus der Welt zu schaffen, dachten sich einige Interessierte aus der Düsseldorfer Punkszene, dass es hilfreich sein könnte, einmal möglichst alle Beteiligten und Interessierten auf „neutralem“ Boden an einen Tisch zu holen und endlich mal das zu tun, was bereits vor Monaten hätte passieren müssen, nämlich miteinander zu reden.

Ob dies nun mit dem Treffen, was letztlich im Linken Zentrum/Hinterhof stattgefunden hat, gelungen ist, sei mal dahingestellt: Leute fühlten sich falsch verstanden, zwischendurch kochte die Stimmung auch mal hoch, drohte zu eskalieren und einige verließen vorzeitig das Treffen, so dass irgendwann beschlossen wurde, das Ganze auf den nächsten Abend im AK47 zu vertagen – jedenfalls hatten sich etliche Personen endlich mal Luft gemacht; was raus musste, kam endlich raus.

Das Folgetreffen im AK47 konnte dann auch recht schnell abgehandelt werden. Zwar sind aufgrund emotionsgeladener Ausbrüche Worte gefallen, die nicht hätten sein müssen/dürfen, und ohne personelle Trennungen kam man leider nicht mehr aus, doch konnten an dem Abend endlich die Bedingungen fixiert werden, unter denen in Zukunft wieder Konzerte im Laden stattfinden können, sollen und werden, womit nun hoffentlich die Gerüchte ausgeräumt worden sind.


Und so sieht’s aus:

Der Konzertkalender ist wie zuvor allen Gruppen offen, es gilt wie gehabt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Hier wird auch nicht mehr auf Monate im voraus das Programm zum Bersten voll gepackt, so dass der Laden weiterhin ein Freiraum sein kann, der einem möglichst weiten Freundeskreis offensteht.

Von Kommerz will hier nach wie vor niemand was wissen, an den Preisen ändert sich nichts, das wird weiterhin variabel auf niedrigem Niveau gehandhabt. Im Endeffekt ist also alles beim Alten, nur eben besser und überhaupt ...

Dass keine linken Bands spielen sollen, ist selbstverständlich völliger Nonsens. Und was hier im Nachhinein inzwischen leider an persönlichen Anfeindungen abgeht – davon distanziert sich das gesamte AK47.

Was die für dieses Jahr bereits gebuchten Konzerte angeht, wird im Einzelfall entschieden, die meisten werden aber stattfinden!

=D.I.Y. or die=




Fr., o9.1o.2oo9
Das T5 ïm Exïl präsentïert:
WITCH HUNT - D.I.Y. Hardcore Punk, Philadelphia/Pennsylvania
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TATORT TOILET "...do the Yuppie-Dance!" - 77 Punk, Limburg

Sa., 1o.1o.2oo9
BLUTJUNGS - Pop-Punk, Aschaffenburg: Godzilla auf Speed
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DAS FRIVOLE BURGFRÄULEIN - Bonns beste Strand-Punk-Band der Welt!

ACHTUNG: KONZERT ABGESAGT!!
So., 11.1o.2oo9

THE HEADLINES
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SLUTMACHINE

Fr., 16.1o.2oo9
STRONGBOW - Punkrock, Dresden
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PUNCHERS PLANT - Punk, München

ACHTUNG: KONZERT VERLEGT!!
Di., 2o.1o.2oo9

LOS FASTIDIOS
Die Antifa Hoo!igans aus Verona/Italia
spielen im SONIC BALLROOM/Köln, Oskar-Jäger-Str. 190

Sa., 24.1o.2oo9
Rewire! =Party=
SmithAndJones.DLL bring the Bass Storm
Decks:Aelioth//Visualz:Bloodpixel
Dubstep | DnB | Jungle | Breakcore
Beginn:22Uhr

Mi., 28.1o.2oo9
BAMBIX - Melodic Punkrock, Nijmegen/NL
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JUKEBOX PUSSY'S - Punk'n'Roll, Wesel

Do., 29.1o.2oo9
RAT CITY RIOT - Streetpunk, San Diego/California
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FIGHTBALL - Punk, Berlin

Sa., 31.1o.2oo9
ANGEL CITY OUTCASTS - Punkrock, L.A./California
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COBRA JIM - Arsch-Biss-Rock'n'Roll, Düsseldorf
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PETTY BALLOON - Punk, Bocholt & Köln