TrnsplntsCheckt noch irgendjemand die Logik hinter den ästhetisch-stylepolitischen Verästelungen und Moves des idealtypisch-gesamtkalifornischen RANCID-TRANSPLANTS-TIM ARMSTRONG-LARS FREDERIKSEN-Kosmos? Ich auch nicht. Die TRANSPLANTS gründeten sich ja kurz vor dem selbstbetitelten 2000er RANCID-Album, mit dem die Band quasi den halbherzigen Versuch unternahm, die durch "And Out Come The Wolves" und "Live Won't Wait" aufgebaute Reputation als feingeistige Stil-Checker mit dem Hardcore-Punkarsch wieder einzureißen. Für uns Thirtysomethings wurden dann kurzerhand die TRANSPLANTS gelauncht, damit das zahlungskräftige und kulturinteressierte Publikum nicht komplett abwandert.

Verstanden. Kurz darauf gehen RANCID wieder zurück auf die relaxte Vielfalts-Schiene, und 2013 kommt dann irgendwann das dritte TRANSPLANTS-Album mit fast durch die Bank geschliffenen 80er Punkrock- und Hardcore-Zitaten, düster-epischer Gesamtwirkung, viel Tempo und fast ohne Zugeständnisse an die Glanzzeiten unterkühlt shuffelnder Crack-Pop-Hits wie "Diamonds & Guns". Kein Wunder, dass Lars mit seinen OLD FIRM CASUALS jeder Dorf-Oi-Band eine Split-Single anbietet, hauptsache das Label ist klein genug und die Auflage mundnummeriert. Würde ich genau so machen, wenn mein Bandkollege solche Haarmassen unterhalb seines Gesichtsäquators dulden würde. Ach so, fast vergessen: Das neue TRANSPLANTS-Album kann man sich gerade komplett hier im Stream anhören: Rollingstone.com