Dummheit kennt keine Grenzen, Dummheit kennt kein Pardon... Albert Einstein wusste ja bereits zu Lebzeiten, dass es im Universum zwei Dinge gibt, die unendlich sind. Zum einen vermutlich das Universum selbst, zum anderen die menschliche Dummheit. Bei der Unendlichkeit des Universums war sich Herr Einstein indes nicht so sicher... Einen weiteren Beweis für diese These liefert dieser Tage ein einschlägig bekannter Verhökerer für unappetitliche Rechtsrockartikel. Reicht den Hirnis anscheinend nicht zwischen den übelsten Nazischeiben Trojan-Aufnäher zu verschachern. Nein, das Pack hat sich zusätzlich was völlig neues einfallen lassen. Eigentlich sollte einen in Zeiten, wo es Eigentümlichkeiten wie „nationale Sozialisten für Israel“,  Hip-Hop Nazis, russischstämmige Naziskins mit jüdischen Vorfahren aus Israel, autonome Kopfsockennazis und Straight-Edge-Tierrechtsfaschos gibt, nichts mehr wundern. Dennoch war ich einigermaßen überrascht, als ich den neusten „Geniestreich“ der Nachfahren des böhmischen Gefreiten im „Weltnetz“ erblickte. Angelehnt an RAC (Rock against Communism) gibt es jetzt auch Reggae Against Communism. Ist natürlich erst mal und im wesentlichen glücklicherweise eine Papiergeburt das Ganze. Es gibt meines Wissens keine Reggaeband, die unter diesem Banner jemals gespielt hat, oder spielen würde. Reggae und Ska sind ursprünglich ja auch mehrheitlich nicht wirklich politisch, auch wenn es in diesem Bereich durchaus sozialkritische Texte gab und gibt (Vor allem gegen Rassismus !!!). Bei Rock Against Communism beschränkt man sich ja auch nicht auf bloßen Antikommunismus, sondern kombiniert diesen fast immer zusätzlich mit Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und den üblichen Stammtischparolen. Dies wird falls es jemals Bands geben sollte, die unter dem Slogan Reggae Against Communism spielen sollten, vermutlich keineswegs anders sein. Bis jetzt gibt es den Schwachsinn meines Wissens nur als „T-Hemd“ und in den kranken Köpfen derer, die sich diesen debilen Scheiß ausgedacht haben. Was der Führer dazu sagen würde, wenn er davon wüsste und ob Ian Stuart, wenn er noch leben würde, mit der Rhythmussektion von CULTURE BEAT auf ausgedehnte Europatour gehen würde, oder ob sich der gesamte NPD Vorstand jetzt Dreadlocks zulegt, weiß der Autor leider nicht, da müsst ihr schon ASTRO-TV anrufen...Vielleicht beruht das Ganze aber auch auf der falschen Übersetzung des Textes von „Red, red wine“, heißt nämlich mitnichten „(Los) Roter, Roter heul“, sondern in dem Song geht es lediglich um was zu Trinken. -Basti-