MarronMARRÓN kommen aus dem sonnigen Southern California, doch sind musikalisch im District Of Columbia, genauer genommen in der Hauptstadt Washington DC beheimatet. Ab dem ersten Akkord des Debütalbums spürt man den Sound des alten DC Hardcores. Wer jetzt aber an Bands wie TEEN IDLES, MINOR THREAT, S.O.A. Oder VOID denkt, liegt aber nur halb richtig, denn MARRÓN orientieren sich an dem Sound, der ab Mitte der 80er in der Haupstadt gespielt wurde. So klingen immer mal wieder großartige DC-Bands wie RITES OF SPRING, frühe FUGAZI, spätere MINOR THREAT, aber vor allem auch die meiner Meinung nach recht unterbewerteten SWIZ durch. Also der Sound, der auch für die Beteiligten damals eine Introvertiertheit, Emotionalität und Emotionalisierung bedeutete, ohne aber sozio-politische bzw. kritische Schlagkraft einzubüßen. Genau in dieser Tradition stehen MARRÓN, wenn sie in Songs wie „Sombras“, „Anos“, Vallejo“ oder auch „Narrow“ Grenzen im realen als auch übertragenen Sinn thematisieren und dies oft auch aus einer Perspektive, die Migrationshintergrund in sich trägt: die Band bestet aus vier hispanischen Menschen.Diese Platte könnte auch aus einer staubigen Ecke des Inner Ear-Studios/Dischord-Hauses stammen und im Rahmen einer Archivräumung wiederentdeckt werden, um dann als verlorenes Vinyl der späten 80er wiederveröffentlicht zu werden. So wundevoll anachronistisch MARRÓNs Musik ist, so relevant, dringlich, aktuell und emotional wirkt sie in Verbindung mit den Texten. Unbedingter Pflichtkauf für LiebhaberInnen der o.g. Bands. Prädikat: zeitlos wertvoll! - (Take It Back / Ape Must Not Kill Ape Rec. / Ethospine Noise) Iron Rob

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