AL175LPAls Skinhead kommt man wahrscheinlich ansonsten doch eher selten in die Verlegenheit die neue JOHNNY MAUSER Platte reviewen zu dürfen. Hatte aber auch mal in grauer Vorzeit nen Mitbewohner, der sich sowat völlig  freiwillig reingezogen hat (Von den Ursprüngen her ist Hip Hop aber selbstverständlich auch eindeutig schwarz und es ist ja  ein offenes Geheimnis, dass sich Punker mit Negermusik wie Ska des öfteren auchA etwas schwer tun, insofern...). Müsste lügen wenn ich behaupten würde, dass mir die Musikrichtung an sich was geben würde, trotzdem gibt es seit dieser Zeit doch den ein oder anderen Interpreten dieses Genres, welche für mich auch heute noch mehr als „Guilty Pleasures“ sind.  KRS ONE (dessen größter Hit „Sound Of Da Police“ hier auch von JOHNNY MAUSER in Form eines Samples bei „Mauser Macht Krach“ fachmännisch recyclet wird)  beispielsweise, oder JERU THE DAMAJA („Come Clean“) fallen mir da sofort ein. Ich mag wenn ich HIP HOP mag meistens eher die minimalistischen und harten Beats. Die Tracks von JOHNNY MAUSER wirken auf  mich beim Hören deshalb vergleichsweise „überladen“ (ist vielleicht ein wenig hart formuliert, hört am besten mal selber rein...). Das liegt zum einen daran, dass die Lyrics  relativ lang sind. Der Fokus liegt  grundsätzlich auch eher auf den Texten bzw. Inhalten als auf dem Flow würde ich sagen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass JOHNNY MAUSER im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen auch was zu sagen hat. Die Platte ist in der Tat völlig frei von homophoben Mackertexten und kommt auch ohne tumben Sexismus und manischen Materialismus aus  (hier und da ist es mir persönlich im Gegentum manchmal schon fast etwas zu viel mit der Selbstreflektion und den daraus resultierenden Selbstzweifeln). Was allerdings nicht heißen soll, dass die Texte des „Zeckenrappers“ keinen Humor oder Ironie besitzen würden. (www.audiolith.net) -Basti-

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