Polit-Artikel

Nachdem unsere Webseite ja am Wochenende leider in Trümmern lag, hoffe ich doch sehr auf die ganze Gay-Punk Sache noch ein paar Reaktionen zu kriegen, bzw euch zum kommentieren anregen zu können.

Die interviewten Jungs lesen hier größtenteils mit, ihr könnt also gern Nachfragen zu den Interviews stellen, vielleicht auch mal ne Frage stellen, die euch schon immer interessiert hat, Anmerkungen und richtig Stellungen da lassen oder einfach eure Freude bekunden, dass hier so ein großartiges Thema angerissen wird.

Sonst kommentiert ihr doch auch immer jeden Mist Huss

Interview heute mit Helge Morgentau, er ist 26 und wohnt auf einem Wagenplatz im Osten:

Wie lang hat das denn bei dir gedauert, vom Zeitpunkt wo du gemerkt hast, dass du eher auf Typen stehst, bis du angefangen hast, das deiner Umwelt mitzuteilen?
Wem hast dus zuerst erzählt und wer weiß bis heute nichts davon?

Zum Wochenende gibts noch ein ausführlicheres Interview mit TimmÄ, der in der AndersLeben Rubrik nur mit Zitaten in Erscheinung trat.

Er hat auch meine Fragen einfach mal neu sortiert, dafür aber ziemlich tiefe Blicke in sein persönliches Empfinden gewährt!

1. Wie lang hat das denn bei dir gedauert, vom Zeitpunkt wo du gemerkt
hast, dass du eher auf
Typen stehst, bis du angefangen hast, das deiner Umwelt mitzuteilen?
Wem hast dus zuerst erzählt und wer weiß bis heute nichts davon?

2. Hattest du damals schon was mit Punk zu tun?
Wenn ja, wie haben die Menschen auf dein CommingOut reagiert?

5. Wie ist denn dein persönliches empfinden, wie in der
Punk/Hardcoreszene inzwischen mit dem
Thema verfahren wird?


Ich kann mich an keinen expliziten Zeitpunkt erinnern, an dem mir klar war, dass ich eigentlich mehr dem männlichen Geschlecht zugeneigt bin. Als Kind habe ich schon immer Dinge lieber getan, die für die gesellschaftliche Umwelt in die Rolle eines Mädchens passen. So bin ich lieber Reiten gegangen, als mit den anderen Jungs Fußball zu spielen, habe mit Freundinnen auf der Turnstange geturnt und habe mit den Barbies meiner kleinen Schwester gespielt. Heute lächle ich eher darüber, meine Schwester hat übrigens auch eher die gegensätzlichen Rollenklischees in ihren Aktivitäten und Interessen erfüllt. Sie musste auch irgendwann herausfinden, dass sie eher auf Typen steht.

Und weiter gehts. Hier könnt ihr das vollständige Interview mit Lars lesen.

Vorher erzählt er aber von seinen Eindrücken zu Homosexualität in der Punkszene, Homophobie und vom Suchen und Finden gleich gesinnter.

In einer  Randgruppe, der Randgruppe, der Randgruppe?
Wie hoch ist denn hier die Warscheinlichkeit einen passenden Partner zu finden?
Genau..... verdammt gering.
Mal hier, mal da eine Bekanntschaft- das geht. Aber der Wunsch ist es einen Partner zu finden,
der in etwa gleiche Vorstellungen und Einstellungen im Leben hat. Irgendwann aber
verliert sich die Hoffnung in sich selbst und das Unwohlsein breitet sich in einem aus,
der Selbstzweifel beginnt und man resigniert. Ist man denn so alleine auf der Welt ?
Gibt es nur DIE EINE nicht intellektuelle und oberflächliche schwulen Community ?

Eines schönen Tages sollte sich das jedoch ändern...

Es ist so weit, es ist so weit!

Wie versprochen (und 2 Wochen später als geplant) werden hier alle Interviews, die ich zum Thema "Punk und Homosexualität" geführt habe, noch einmal in voller Länge veröffentlicht. Jeder hat von mir die gleichen Fragen bekommen und ich war positiv überrascht, wie viele verschiedene Antworten und Informationen dabei rüber kamen.

Außerdem wird es diese Woche noch Infos zu Gay Edge Liberation und HARM geben, außerdem einen Text von Lars, der ein Interview gegeben hatte und sich nun mit seinem eigenen Statement zurück meldet.

Wenn du etwas zum Thema sagen möchtest benutz die Kommentarleiste, wenn du ein Interview geben willst, einen Text veröffentlichen oder einen perönlichen Beitrag abliefern willst, meld dich bei ronja [@] plastic-bomb.de

Den Anfang macht CJ, er ist 24 Jahre jung und lebt in der Schweiz:

Das Klex in Greifswald ist in letzter Zeit zu etwas unrühmlicher Aufmerksamkeit gekommen.
Eben noch stand das Jugendzentrum in einer per se alternativfeindlichen Umgebung für das Eröffnen von Freiräumen, schon stand im näxten Moment plötzlich die MAEX (Mobile Aufklärung Extremismus) mit dem Vorwurf ein rechtes Konzert veranstaltet zu haben vor der Tür.

Dieses nahm nicht nur die regionale Presse, sondern auch diverse Nachrichtenmagazine zum Anlass eine aus meiner Sicht undifferenzierte und pauschalisierende Abkanzelung des Jugendzentrums zu betreiben.
In der Szene wurden diese Berichterstattungen ohne Beleuchtung der Hintergründe als wahr hingenommen und dort formulierte Vorwürfe wurden ohne Nachfrage bei den Beteiligten lediglich wiedergekäut.
Da ich das Klex seit vielen Jahren als regionalen Veranstaltungsort für subkulturelle Aktivitäten kenne und es mir um einen differenzierten Umgang/ Betrachtung der ganzen Chose geht und dadurch die Berichte das Klex und alle Teams bzw. Veranstaltungen in ein schlechtes Licht gerückt wurden, habe ich einen der dortigen Veranstalter zu den Vorfällen befragt:

So, nun soll es auch in Düsseldorf so weit sein, Frei.Wild kommen uns heimsuchen...

Dass viele Menschen, die in und um Düsseldorf in irgendeiner Form linkspolitisch aktiv sind, von dieser Nachricht nicht begeistert waren, war klar.

Vor einigen Monaten gründete sich in Düsseldorf ein Bündnis mit dem Namen "Keine Bühe für Homophobie, Rassismus und Sexismus", um das in DDorf angekündigte Konzert des Homophoben Dancehall-Musikers "Elephant Man" im "Rheingold Düsseldorf" erfolgreich zu verhindern.

Auch in diesem Fall schreib das Bündnis einen offenen Brief an das "Stahlwerk", dem Laden in dem das Frei.Wild Konzert stattfinden soll. Ihr könnt ihn hier nachlesen!

Ob es nun dazu kommen wird, dass sich ein kommerzieller Laden wie das "Stahlwerk", der sich noch nie politisch positioniert hat und seine Künstler vermutlich nach der solventesten Fangemeinde aussucht, sich noch kurzfristig von der Band und dem Konzert distanzieren wird, bleibt fraglich. Doch zumindest wurde etwas unternommen.

Was denkt ihr dazu? Zeitverschwendung? Völligst falscher Ansatz? Oder ne coole Aktion...?

Schlaues Urteil... Das Tragen des Nazi-Sweatshirts "CONSDAPLE" unter einer halboffenen Jacke ist strafbar - ohne Jacke nicht...


Wie wir alle wissen verstecken sich im Markennamen "CONSDAPLE" die Buchstabenfolge "NSDAP". Geprüft wurde daher vom Landgericht Neuruppin die "Strafbarkeit wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen".

Wer also ein Sweatshirt mit der Aufschrift "CONSDAPLE" trägt, kann sich nach Auffassung des Landgerichts Neuruppin strafbar machen. Bei der Strafbarkeit kommt es allerdings darauf an, und jetzt wird´spannend: WIE das Shirt getragen wird!!

Das Landgericht Neuruppin bestätigte mit seiner Entscheidung allerdings nur ein Urteil des Amtsgerichts Prenzlau- damals trug auf dem Templiner Stadtfest 2009 ein Typ ein Sweatshirt mit der Aufschrift "CONSDAPLE" und dem Reichsadler, so wie wir das auf dem Bild oben sehen könenn, darüber trug er sportlich offen seine Jacke, so dass nur der NSDAP-Teil erkennbar war.

ALLEIN MACHEN SIE UNS EIN...
...unsere Solidarität gegen Totalüberwachung und Repression!
Aufruf zur Solidarität mit den Betroffenen des § 278 in Österreich

Viele von euch haben es sicher mitbekommen, am 21. Mai 2008 stürmten Spezialeinheiten der Polizei gegen ca. 6 Uhr mindestens 23 Wohnungen bzw. Vereinslokale in ganz Österreich.

Viele der BewohnerInnen wurden mit gezogenen Waffen aus dem Schlaf gerissen. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation nach § 278a StGB vorgeworfen. Für 10 AktivistInnen folgte eine U- Haft von bis zu 3,5 Monaten, begleitet von Hungerstreiks einiger gegen die menschenrechtswidrigen Haftbedingungen.


13TierrechtlerInnen wird ab dem 02.3.10 ein Riesen-Prozess gemacht,der gewiss einschüchternde Wirkung auf alle sich herrschaftskritisch politisch engagierenden Menschen haben soll. 120BelastungszeugInnen werden vorgeladen.

Ab sofort ist der Solidaritätssampler

"RAGE AGAINST THE DEATH MACHINE 28 years of injustice - Free Mumia Now!"

erhältlich. Ihr könnt ihn bei der roten Hilfe
oder bei uns im Mailorder erstehen.
Fast 40 Künstlerinnen und Künstler haben sich zusammengeschlossen,
um so auf dieser CD ihre Solidarität mit Mumia Abu-Jamal zu zeigen. Die CD ist ein non-profit-Projekt, eventuelle Überschüsse gehen an die Soli-Arbeit für Mumia in der BRD.

Die Soli-CD soll ein Beitrag sein, um vielen Menschen den Kampf um Mumias Freiheit und für sein Leben näherzubringen und  dazu beitragen, die weltweite Solidaritätsbewegung in ihrem Kampf gegen Rassismus, Klassenjustiz und die Barbarei der Todestrafe zu unterstützen. „Helft uns mit, die Wut rauszuschrein, laut zu sein“ (Albino & Mad Cap)
„Baut die Bewegung auf!“ (Mumia Abu-Jamal)

 

Kleines Demo acab

Grundsätzlich..

Vorneweg: Es gibt kein Patentrezept dafür wie eine Demo laufen soll. Genauso wenig wie  die tatsächlich Ablauf einer Demo, die Reaktion der Bullen, die Zahl der teilnehmenden Personen etc. im Vorraus exakt abgeschätzt werden können. Jede Demo verläuft anders. Und das ist auch gut so,  denn nichts ist uneffektiver als genau vorhersehbarer Protest, der im Keim erstickt werden kann oder einfach wirkungslos verpufft. Dieser Text soll darum nur ein Leitfaden sein, der euch helfen kann, Fehlerquellen im Vorfeld zu vermeiden und euch auf ein paar mögliche Situationen rund um eine Demo vorbereitet. Nicht alles was hier geschildert wird kann auf jede Situation angewandt werden.Daher vermeidet es, starr nach einem vorgegeben Muster zu agieren, sondern behaltet eure Flexibilität, denn Spontanität und Überraschungseffekt sind oft die stärkste Waffe.

Ohne viele Worte...ihr wisst, was ihr zu tun habt...

Nachdem vor einigen Tagen ein Video der al-Qaida im Internet aufgetaucht ist, in dem der Bundesrepublik mal wieder mit Terroranschlägen (speziell vor der Bundestagswahl) gedroht wird, hat das amerikanische Außenministerium US-Bürger in der Bundesrepublik zur Vorsicht aufgerufen!
US-Terror...äh...Touristen sollten sich „verstärkt ihres Umfelds bewusst sein“ und sich unauffällig verhalten- was auch immer das heißen mag. Geht man doch davon aus, dass Deutschland dieser Tage grade wegen dem Oktoberfest ein beliebtes Reiseziel darstellt.
Des weiteren wird dazu geraten, die Nachrichten zu verfolgen und bei Besuchen von öffentlichen Plätzen oder etwa bei der Hotel- und Restaurantwahl das "Ausmaß an vorhandener Sicherheit" zu beachten.
Der Reisehinweis gilt bis zum 11. November und ist ausdrücklich keine „Reisewarnung“, sondern eine Sicherheitsstufe darunter.
Weitere Reisehinweise wurden für Mosambik, Indien, Uganda, China, Mauretanien, Tansania, Mexiko, Honduras und China herausgegeben.

Gerade aus Mexiko zurück gekommen, denke ich, jetzt ist eine gute Gelegenheit um ein wenig über den Zapatismus zu philosophieren. In Mexiko war ich sowohl in einer zapatistischen Gemeinde als auch auf dem „Treffen der zapatistischen Dörfern mit den Völkern der Welt“. Ich hab also nicht nur  die zapatistische Realität kennen gelernt sondern auch Gelegenheit gehabt, mich über die zapatistische Organisation und Selbstverwaltung zu informieren. Die Zapatistas sind ja bei der europäischen Linken recht in Mode, von daher war es schon super, sich mal selbst ein Bild zu machen. Jetzt werden sich sicher einige fragen, Ja wie war das noch mal mit diesen ZapatistInnen? So eine Guerilla mit Schimasken??? Ja, das mit den Schimasken war schon mal richtig! Die sind sozusagen das Markenzeichen der Zapatistas geworden. Denn wie sie sagen, wurden sie erst von der Welt wahrgenommen, als sie ihr Gesicht versteckten. Bringen ihnen aber sicher auch Sympathien bei den Autonomen ein...

Unter den folgenden Links findet ihr eine Sammlung von rassistischen Symbolen plus Erklärung. Einige davon sind verboten, andere legal. Manche davon sind bekannt, andere hat man vielleicht mal gesehen, kennt aber die Bedeutung nicht.

Wir als Redaktion haben mit den Betreibern der jeweiligen Seiten nichts zu tun, befinden die Weitergabe der Informationen aber als sinnvoll!

http://www.aktion-zivilcourage.de/Braune_Symbole.472/

http://www.recht-gegen-rechts.de/symbole.html

 

Hier nochmal ein Überblick, welche Camps diesen Sommer so statt finden. Die genauen Infos findet ihr dann auf den jeweiligen Seiten der Veranstalter!

Termin noch unklar: Klimacamp Kelsterbach
http://www.klimacamp.org

25.7-2.8.2009 Buchenwald Camp
http://buchenwald-camp.antifa.de

24.07.2009 - 02.08.2009 IV. Anarchist Summer CampAustria
http://www.a-camps.net/AST/

23-29 juni no border camp frankreich in calais www.calaisnoborder.eu.org

internationales klimacamp 11-19 juli in kopenhagen kosten 100 kronen
http://www.camp09.dk

antinationales sommercamp 26.7-2.8 in hannover 5-8 euro pro tag für
zelten 10-12 euro für betten. http://www.junge-linke.de

das linke camp zur rechten zeit! an der aggertalsperre nahe köln, 9 euro
pro nacht all inkl. 31.7-9.8 www.linkessommercamp.de

klimacamp frankreich 3.8-9.8 in der nähe von nantes www.campclimat.org

05.08.-09.08.2009 AntifaCamp im Rheinland
http://www.antifa-camp.de/

zeitgleich:
05.08.-09.08.2009 AntifaCamp im Druckluft / Oberhausen

politik in der augustsonne! 7-16 august zwischen rostock und berlin,10
euro pro tag. www.naturfreundejugend-berlin.de

no border camp griechenland 25-31 august in mitilini in griechenland
www.lesvos09.antira.info

klimacamp in frankfurt 17-23 August
http://www.klimacamp.org/
http://klimacamp2009.blogsport.de/

Ich hab hier mal nen Artikel für euch, damit euch der Sommer nicht zu langweilig wird. Es lohnt sich auch, auf den "Veranstalter" zu achten!

Auf dieser Webseite erfahrt ihr, warum Politiker so oberschlau über Themen wie Internetzensur sprechen können, ohne wirklich Ahnung von der Materie zu haben. Und was ihr dagegen tun könnt:

http://www.politiker-stopp.de

Hier ein paar News zum A-Camp in Österreich.

In den nächsten Tagen würde ich gern weitere News zu (mir bekannten) Polit-Camps veröffentlichen.

Wer also Infos hat, immer her damit: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!