Die Räumung des Bambule-Wagenplatz in Hamburg ist jetzt genau 10 Jahre her.
Zu diesem traurigen Jubileum hat Andi Lirium seine Graphische Novelle "Bambule" zum freien Download online gestellt.
Sie handelt von seinen eigenen Erlebnissen rund um die Räumung + ein bißchen erfundenem Herzschmerz.
Ihr könnt das Werk HIER runter laden. Ist n bißchen schwierig am Rechner zu lesen, am besten das Fenster über die Bildschirmbreite aufziehen und auf ein Drittel der Seite ranzoomen. Und dann runterscrollen -nur so als Tip.

Andi, erzähl mal ein paar Worte zu deinem neuen Werk! Wie lang hast du dran gearbeitet, worum gehts und basiert die Story auf einer wahren Geschichte?

Also ich stell Sachen immer erst online, wenn sie fertig sind. Das kann bis zu einem Jahr dauern, bis ich die nächste Geschichte fertig hab. Und die wird auch nicht so politisch werden.
Bambule handelt im Prinzip von meinen Erlebnissen rund um die Räumung 2002.
Die Rahmenhandlung bildet eine Liebesgeschichte, die ich mir ausgedacht habe. Ich hatte nie wirklich eine Affäre mit einem der Wagenleute. Aber der ganze Rest ist mehr oder weniger wahr.


Mein Anliegen war, die Räumung nochmal auf den Tisch zu packen und evtl. Leute zu erreichen, die sich sonst nicht für Politik interessieren. Und einfach ne unterhaltsame Story zu erzählen.
Naja, ich wollte politische Standpunkte unter der Hand vermitteln.
Propaganda ist es aber eigentlich nicht.
Es ist das was ich erlebt habe und ich dachte, das zeigt die ganze Geschichte mal aus einem anderen Blickwinckel.
Die Studenten kommen nicht gut dabei weg. Sie haben mehr versprochen, als sie halten konnten.
Der Stil ist ganz gewollt eher dreckig, aber präzise.

Hier noch die Eckdaten:

Hamburg, November 2002
Der Ex-Punk, jetzt Kunststudent Kolja reisst in einem Schwule-Club den Punker Jonas auf. Die beiden verbringen eine heisse Nacht zusammen. Dann trennen sich ihre Wege.
Als der Bauwagenplatz Bambule geräumt wird, ist das Kolja herzlich egal,...
Bis er Jonas wiedertrifft!