Interviews

Eine recht frische Band trägt den Namen GOODBYE FAIRGROUND. Sie existieren zwar schon ein paar Tage, rücken aber erst jetzt etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Ihr aktuelles Album „I startet with the best intentions“ und ihre Single "Western Gold" gefallen mir gut, weil es mal was Neues ist. Sobald ihr Name fällt kommen fast zwangsläufig auch musikalische und gesangliche Vergleiche mit AGAINST ME und GASLIGHT ANTHEM ins Spiel. Mit einem kleinen Interview möchte ich euch die Band vorstellen. Einfach auf "Weiterlesen" klicken, und los geht´s mit dem Interview. Micha.-

 

Für Plastic Bomb #75 hat Philippp ein Interview mit den Casualties, genau genommen mit Jake gemacht. Da Plastic Bomb auch in diesem Jahr wieder die Tour das Band präsentiert, zeigen wir das Interivew hier nochmal für alle, die es in Plastic Bomb #75 verpasst haben.

Tourdaten:
22.06.2013, FRA-Clisson, Hellfest, www.hellfest.fr
11.07.2013, GER-Aalen, Rock it, www.rockitaalen.de
13.07.2013, SLO-Tolmin, Punk Rock Holiday, www.punkrockholiday.com
14.07.2013, HUN-Budapest, Dürer Kert "ne gyere el!" Festival, www.durerkert.com
17.07.2013, SUI-Zürich, Dynamo, www.dynamo.ch
18.07.2013, GER-Ingolstadt, Eventhalle Westpark, www.eventhalle-westpark.de
19.07.2013, GER-Glaubitz, Back to Future, www.back-to-future.com
21.07.2013, PLN-Gdansk, Tattoo Konwent, www.tattookonwent.pl
24.07.2013, GER-Frankfurt, Das Bett, www.bett-club.de
25.07.2013, GER-Essen, Panic Room, www.panicroom-essen.de
28.07.2013, NED-Groesbeek, OJC Maddogs, www.ojcmaddogs.nl
29.07.2013, GER-Kiel, Schaubude, www.kieler-schaubude.de
30.07.2013, GER-Eisenach, Alter Schlachthof, www.schlachthof-eisenach.de
01.08.2013, ESP-Viveiro Galicia, Resurection Festival, www.resurrection-fest.com
02.08.2013, CZE-Moravska Trebova, Pod Parou Festival, www.podparou.cz
03.08.2013, AUT-Wien, Viper Room, www.viper-room.at
06.08.2013, FRA-Colmar, Le Grillen, www.grillen.fr
08.08.2013, GBR-Bristol, Fleece, www.thefleece.co.uk
09.08.2013, GBR-Blackpool, Rebellion Festival, www.rebellionfestivals.com
10.08.2013, GBR-Dublin, Fibber Magees, www.fibbermagees.ie
11.08.2013, GBR-Boomtown Fair, Festival, www.boomtownfair.co.uk
12.08.2013, GBR-London, Underworld, www.theunderworldcamden.co.uk
14.08.2013, BEL-Tongeren, Rock Cafe Sodom
15.08.2013, BEL-Arlon, Entrepot, www.entrepotarlon.be
16.08.2013, GER-Lindau, Club Vaudeville, www.vaudeville.de
17.08.2013, GER-Stemwede, Stemwede Open Air, www.jfk-stemwede.de
22.08.2013, GER-Neubrandenburg, AJZ, www.stoerungsmeldung.info

Und hier das Interview:

Mennnsch, was für ein Cover. Und was für ein Inhalt:

Als Titelstory haben die vom Ox Jens Rachut (OMA HANS, DACKELBLUT, etc), dem Typen auf dem Cover und seinen aktuellen Bands KOMMANDO SONNE-NMILCH und N.R.F.B. gewidmet. Wer wissen will, wie es nach(!) KOMMANDO SONNE-NMILCH, die gerade ihr neues Album veröffentlicht haben, weitergeht, muss das Interview lesen, in dem man auch nützliches in Sachen Schneckenbekämpfung erfährt.

Dennis Lyxzén und seine AC4-Bandkollegen erörtern, warum Oldschool-Hardcore immer noch am geilsten ist.

MUDHONEY, DILLINGER ESCAPE PLAN und KYLESA wurden zu ihren neuen Alben befragt. Die BEATSTEAKS haben sich mit Kameras begleiten lassen und das Ergebnis ist eine DVD, über die sie mit dem Zine alberten.

BOYSETSFIRE erklären ihr neues Album Stück für Stück, und auch RANTANPLAN, THE THERMALS, BLOODLIGHTS und CONCRETE SOX hatten Spannendes zu erzählen. Dazu kommen massig Kolumnen, Konzertberichte und über 500 Rezensionen

OX Nummer 108, jetzt am Kiosk !!

Im Plastic Bomb #64 gab es ein Adicts-Interview das unsere ehemalige Redakteurin Silvie geführt hat. Anlässlich und in Einstimmung auf das Ruhrpott Rodeo hier das Interview noch einmal inclusive langem, persönlichem Vorwort:

Ende 1975 gründeten Keith Warren, besser bekannt als  „Monkey“ (Gesang) , Mel Ellis (Bass), John „Scruff“ Ellis ( Gitarre), Pete Dee Davison (Gitarre) und sein Bruder Michäl “Kid” Dee Davison (Schlagzeug) – THE ADICTS.  Die fünf Droogies hießen aber nicht von Anfang an so, für eine kurze Weile machten sie als „AFTERBIRTH & THE PINZ“ die Insel unsicher. Dies sollte aber nicht der einzige Namenswechsel bleiben, denn während der 80igern wurder aus THE ADICTS auch schon mal zeitweise FUN ADICTS oder ADX, was sich aber nicht durchsetzte und so sauen die Jungs auch 2008 in der original Besetzung als ADICTS  immer noch ihr Publikum mit Konfetti und Luftschlangen ein. Pete heiratete eine Amerikanerin und zog nach Orange County, Kalifornien wo er seine Gene verstreute und eine Familie gründete.
Auch Monkey verliebte sich Hals über Kopf samt Melone in eine Kalifornierin und zog Ende der 80iger in die USA. Von 1996 bis 2002 sah es nicht allzu rosig für die ADICTS aus, die Jungs hatten nicht wirklich Lust weiterzumachen und das die halbe Band auf der anderen Seite der Erdkugel ihr Unwesen trieb, machte es nicht einfacher. Während Pete sich an Sonne, Strand und Kalifornischen Trockepflaumen ergötzte, langweilte sich der gute, unterbeschäftige Monkey hingegen zu Tode. Er begleitete seinen Schwager JAY SMITH, seinerzeit  Gitarrist  der grandiosen DERITA SISTERS zu jeder Probe – wo die Jungs ihn hin und wieder mal den ein oder anderen Song singen ließen
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  Aus Hamburg kommt eine gute neue Streetpunkband namens ARRESTED DENIAL. Ihre LP hab mir auch Anhieb extrem gut gefallen. Musikalisch und textlich. Deshalb hab ich nicht lange überlegt und die Band wegen eines Interviews kontaktiert. Um ARRESTED DENIAL der Öffentlichkeit vorzustellen.

Ich weiss rein gar nichts über eure Band. Vermutlich geht es vielen anderen Menschen genauso. Seit wann gibt es die Band? Woher stammt ihr? Seid ihr bereits vorher in Bands in Erscheinung getreten?

Hallo Micha! Wir haben bisher hauptsächlich im Norddeutschen Raum gespielt und uns darüber hinaus auch nicht sonderlich darum bemüht groß Promo zu machen, könnte also durchaus zutreffen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich keine Sau unseren Namen merken kann, das haben wir also auch super hingekriegt, haha.
Wir kommen aus Hamburg und uns gibt‘s seit Ende 2009. Vorher waren wir aber alle schon in anderen Bands tätig. Daniel hat, soweit ich informiert bin, satte 15 Jahre bei einer Indie-Band aus Süddeutschland namens die kleinen Götter getrommelt, die da wohl auch eine größere Hausnummer waren. Sascha hat bis 2009 bei der Hamburger Oi!-Band In Vino Veritas Gitarre gespielt, und mein Steckenpferd war 2002-2009 die Hardcore-Band This Belief, wo ich gesungen habe. Unser neuer Basser Timo spielt zudem noch bei Small Town Riot.

Man mag es angesichts des ewigen Winters draussen kaum glauben, aber in gut 1 1/2 Monaten beginnt die Open Air Saison.  Dann findet nämlich das RUHRPOTT RODEO Festival statt. Es wird in diesem Jahr ein fettes Ding, das kann man nicht anders sagen. Das Line-Up kann sich absolut sehen lassen mit Bands wie BLACK FLAG, SKA-P, BAD BRAINS, ADICTS, MAD CADDIES, UK SUBS, BOSKOPS, MAD SIN und vielen vielen anderen.
Ich habe Veranstalter Alex ein paar Fragen zugemailt, die er mir netterweise beantwortete während er gerade in England weilt.


Mit BLACK FLAG ist dir ein Coup gelungen. Wie hast du es angestellt, dass BLACK FLAG wieder mal spielen werden? Und dann auch noch exklusiv bei dir auf dem Festival und nirgendwo sonst in Deutschland?
Black Flag werden tatsächlich ihren ersten und einzigen Auftritt in Deutschland seit 26 Jahren beim Ruhrpott Rodeo machen. Da musste ich mich auch erst ein paar mal kneifen um zu realisieren das das jetzt kein Traum ist. Die Band hat tatsächlich von ganz alleine angefragt und wollte den exklusiv Gig beim Rodeo machen. Das das so schnell und reibungslos geklappt hat ist Benny von Klownhouse Tours zu verdanken der das vermittelt hat.

logoGibt ja einige Leute, welche behaupten dass Schwedenrock als Genre bereits lange tot sei und  in die Zeit der Endzuckungen des letzte Jahrhunderts gehören würde. Das gleiche wurde seiner Zeit auch von Punk behauptet und das kaum nachdem der schmuddelige Bastard das Licht der Welt erblickt hatte. Punk hat den 77er Hype und auch das spätere Undergrounddasein bis zum heutigen Tag alles in allem gut überstanden und das alles nur mit einem Haufen positiv Bekloppter. Solche Kreaturen gibt es scheinbar auch in der Welt des Automobil affinen Rocks mit V8-Punk-Motor. Aus Schweden, woher auch sonst, kommen PSYCHOPUNCH mit ihrem neuen Album daher und zeigen im Jahre 2013 warum dieser Stil in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts überall so gehypt und abgefeiert wurde. Wirklich sehr frische und empfehlenswerte Platte, cool wie der Winter in Schweden und voller Energie. Die Jungs rocken als ob ihnen irgendjemand frisch frittierte Köttbullar in die Unterhosen geschüttet hätte. Für mich auf jeden Fall Grund genug die Jungs mal einem kleinen Verhör zu unterziehen.  

Mitte November haben Talco ihr fünftes Album mit dem pompösen, aber ironischen Titel “Gran Gala” veröffentlicht und Sänger Dema hat mir dazu ein paar Fragen beantwortet. Sozusagen als nachträgliches Weihnachtsgeschenk (.. und weil ich so lange für die Übersetzung gebraucht habe, hust!) kriegt ihr hier jetzt nochmal ein paar Einblicke zur Entstehung der Platte. Außerdem geht’s um die Konzertszene in Italien und auch ein bisschen um Tarotkarten und warum die Band die fürs Artwork vom Album benutzt hat. Viel Spaß damit!
Kadda    

Hi Dema! Auf “Gran Gala” ist eure Spielfreude noch deutlicher rauszuhören als auf den vorigen Alben. Ihr habt ein breites Spektrum von Instrumenten benutzt, von Mandolinen über Banjos bis hin zur griechischen Bouzouki. Habt ihr ein paar davon das erste Mal aufgenommen? Beispielsweise ein Banjo hab ich auf den vorigen Platten kaum rausgehört. Und wenn Instrumente dazugekommen sind, habt ihr die extra eingeübt oder konntet ihr alle vorher schon spielen?

Die haben wir uns zwar alle selbst beigebracht, aber denk jetzt nicht, wir wären dadurch ernsthafte Musiker geworden :-) Auch wenn sie anders gestimmt werden, sind das ja Instrumente, die sich ziemlich ähnlich spielen lassen wie Gitarren. Also könnte man sagen, wir haben zumindest nicht ganz von vorn angefangen. Ich selbst spiel natürlich keins davon, für mich ist es schon zu viel, dass ich Upbeat spielen kann... Nee Spaß beiseite, ich liebe folkloristische Instrumente. Banjo und Bouzouki haben wir das erste Mal auf der Cretina Commedia verwendet, aber durch eine zu hohe Kompression bei den Aufnahmen kam das nicht so zur Geltung. Beim neuen Album wollten wir die Instrumente mehr hervortreten lassen. Sie charakterisieren ja auch unseren Stil ziemlich gut, der eh schon ein Mix aus Punk, Ska, Folk, Balkan, Klezmer und italienischen Liedermachersongs ist. Aber du hast schon recht, dass dieses Album verglichen mit früheren nochmal einen anderen Sound hat. Für mich ist es unser reifstes Album, das aus verschiedenen Gesichtspunkten sehr persönlich und einmalig ausgefallen ist. Wir haben das Studio gewechselt und und ganz unserem Freund Marc vertraut, der das Album jetzt gemischt hat und uns auf jeder Tour begleitet. Die Texte sind klarer umrissen, die Melodien stärker ausgearbeitet und es gibt mehr Chorgesänge; wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und um ehrlich zu sein, das ist für mich das erste Mal so. Normalerweise bin ich sehr selbstkritisch, wenn ich Songs schreibe. Aber ich muss sagen, mit der Platte bin ich wirklich zufrieden.

Es folgt ein Interview, das unser Regionalreporter Maeglin mit der israelischen Band Kids Insane geführt hat!

Maeglin: "Ich habe die Tel Aviver' HC-Band Kids Insane mit meiner Gruppe 'Gunpowder.plot' im September veranstaltet und die Jungs waren einfach super. Am Ende der Show sagte mir einer von ihnen „Hey thank you for not asking us about politics!“ Das wir beim Frühstück doch auf Politik zusprechen kamen lag an ihrer Frage, wie ich als Politikstudent Merkel finden würde. Sie müsse ja ganz gut sein, schließlich macht sie den Atomausstieg. Klingt witzig, ist aber die traurige Wahrheit was so über deutsche Politik in anderen Ländern ankommt. Als dann vor ein paar Wochen nach mehr als 20 Jahren wieder Raketen auf Tel Aviv flogen dachte ich mir  vielleicht wäre ein kleines Interview genau zu der momentanen Situation sehr gut. Zuerst wollten sie nicht, die ständigen Fragen über Politik gehen ihnen auf die Nerven. Fragen sollte ich trotzdem mal schicken. Und siehe da, viele Wochen später bekomme ich eine Antwort. Viel Spaß mit dem Interview."


KI: Generell vorab Maeglin: Ich möchte nicht als Stimme für die ganze Szene wahrgenommen werden. Warum stellst du so viele Fragen über die generelle Stimmung in der Szene? Wir sind  Individuen. Ich kann und will auch gar nicht für die gesamte israelische Punk und HC Szene sprechen!

   

DIE KLABUSTERBÄREN

Hier ist das KLABUSTERBÄREN-Interview, welches im PLASTIC BOMB Nr.74 zu lesen war. Da hier das Interview von damals komplett unverändert ist, ein paar aktuelle Anmerkungen:
Das geniale Weihnachtsspringen gibt es noch immer, und wird am 25.12.12 in Halle in der „Palette“ stattfinden.
Ringo ist inzwischen nicht mehr in der Band, stattdessen gibt es jetzt Roy an der zweiten Gitarre.
Seit 2. November 2012 gibt es inzwischen das sechste Album „Momentaufnahme“, welches es im PLASTIC BOMB-MAILORDER zu bestellen gibt.

Infos zu den KLABUSTERBÄREN:
http://www.klabusterbaeren.com

„Halle rockt!“ war einer der ersten Sätze, die ich von Roman, dem KLABUSTERBÄREN-Schlagzeuger zu hören bekam. Und tatsächlich, nach einem Jahr in der Saale-Stadt kann ich das nur bestätigen. Das hat wohl mit der Vielzahl an interessanten Konzertlocations, Kneipen, und dem freien Radio Corax(wo es auch Punkrockradio gibt) zu tun. Und natürlich auch mit so tollen Bands wie eben die KLABUSTERBÄREN.
Die KLABUSTERBÄREN vereinen gekonnt traditioneller Deutsch-Punk mit etwas New-Wave, und paaren das ganze noch mit total unklischeehaften und absolut undumpfen Texten. Außerdem sind sie eine verdammt geile Live-Band, wie ich mich zusammen mit über anderen 200 Konzertbesuchern am 25. Dezember beim traditionellen Weihnachtsspringen im VL überzeugen konnte. Also nicht verpassen, falls sie mal in Euer Nähe spielen sollten. Oder einfach mal an einem 25. Dezember nach Halle kommen, es zahlt sich aus!

Beatdown_logo3Die großartige ONE NIGHT BAND aus Montreal ist ja leider schon eine ganze Weile Geschichte. Die Nachfolgeband THE BEATDOWN ist aber glücklicherweise nicht minder genial und hörenswert. Das größte Plus der Kollegen ist vielleicht ihre musikalische Unbekümmertheit. Die neue Platte, übrigens bereits das zweite Werk der Kanadier, ist einfach ein Killer (hier geht es zum Review der aktuellen Platte vom Micha) nicht mehr oder minder. Versiert und unbeschwert zugleich schütteln die Herren frech einen Hit nach dem anderen aus den Ärmeln ihrer Anzüge.  Rocksteady trifft sich mit den Kollegen Reggae, Ska & Soul um gepflegt einen drauf zu machen und Gevatter Punk wird auf dem Weg zur Kneipe auch noch zum Mitsaufen rekrutiert. Hier nun ein kleines Kurzinterviewhäppchen für Zwischendurch mit Sänger und Gitarrenmann Alex.

 

Damit euch die Warterei auf´s Plastic Bomb #81 nicht zu lang wird, gib´s hier schon mal ein Interview, das wir platzmäßig leider nicht mehr im Heft unter bekommen haben. Den Song "Shitkringel" um den es im Interview geht, könnt ihr auf der CD zur #81 hören!!

Interview von Ullah mit Upper Crust aus Hamburg:

Neulich saß ich so zu Hause und hatte nen Arsch voll unerledigter Dinge die ich machen wollte, Sachen die ich schon ewig auf die lange Bank geschoben hatte. Anrufe bei der Krankenkasse, meine Steuererklärung 2011 und und und, in das Wirrwarr aus Verpflichtungen klingelte auf einmal ein unerwarteter Anruf... Olle Lars von Upper Crust teilte mir mit, dass er sich in die Hauptstadt verirrt hatte und mit den Thrashing Pumpguns zusammen auf Tour war... Da ich mit meinem Scheiß unbedingt fertig werden mußte, reichte die Zeit lediglich für ein äußerst amüsantes Mittagessen in einer zauberhaften Sushi-Bar in Kreuzberg... Also hieß es erstma „Da essen wir doch nochmal gemütlich wós“ Einige Wasabirollen und Tofu-Enten später wußten die armen Angestellten hinterher auf jeden Fall einiges mehr über die verlaustesten Pennplätze der Bunderepublik und das Toilettenverhalten von Bands auf Tour... Lars schickte mir ein paar Tage später das Knallerdemo der Crusten zu und ich muß sagen... der Typ hats einfach drauf mit seinen Bands... Ob nu Linksabbieger oder Hellhaak, ob Not-Aus oder Free Range Timebomb da is immer n Hit dabei. Deswegen lag es auf der Hand noch n paar Fragen in die Hauptstadt der Fischköppe zu schicken. Lars stand Frage und Antwort... Here we go!  Shitkringel oder nich entscheidet gleich das Licht... Ob du wirklich richtig stehst siehste wenn das Licht angeht...  und wer hat eigentlich den Käse zum Bahnhof gerollt?

Fangen wir mal ganz Standardmäßig an. Stellt euch doch mal kurz vor

Unsere 3-er Kombo besteht aus Tommy (Gitarre+Gesang), Jörg (Bass) und mir, Lars (Schlagzeug+Gesang). Alle aus Hamburg. Wir sind (zur Zeit) im besten Alter zwischen 30 und 50 und vor einem Jahr haben wir uns als Band zusammengetan.

Hier kommt ein Interview mit Eddy, der die "Rock gegen Rassisten" Bewegung gegründet hat und seit einigen Jahren Konzerte und andere Veranstaltungen organisiert. Adam ist gebürtiger Engländer, spielt aber in einer Deutschpunk-Band. Außerdem ist er blind, was natürlich einige Fragen aufwirft.

Eddy, du hast die Bewegung "Rock gegen Rassisten" gegründet und veranstaltest regelmäßig Konzerte, um verschiedene Organisationen zu unterstützen.
Machst du das alles allein? Oder ist das ein Verein oder ähnliches? Wie viele Leute seid ihr?


Ich habe die Bewegnung 2003 alleine gegründet und habe größtenteils auch die Konzerte alleine Veranstaltet.

Übernächstes Wochenende ist es schon so weit, das Back to Future Festival in Glaubitz steht bevor. Ich persönlich finde, dass das BtF eines der sympathischten Punkfestivals ist- klein, persönlich, immer mit super Line Up und alles von wenigen Leuten organisiert. Nur dass die Veranstalter Daniel und Holm das mit dem DIY nicht in jedem Interview und in jedem Text betonen müssen- finde ich sehr angenehm.

In diesem Jahr gibt es eine kleine Abweichung von der sonst so straighten Linie, da Evil Conduct mit auf dem Flyer stehen. Eine Band, die in den letzten Jahren durch unterschiedliche Aktionen und Statements an einer klar antifschistischen Linie Zweifel aufkommen ließ. Die Organisatioren haben sich dafür entschieden, mit dem Thema in die Offensive zu gehen.

Daniel, euer Festival steht vor der Tür. Was muss noch alles gemacht
werden, was steht auf deiner To-Do Liste?


Ich denke im Kopf steht bereits alles. Jetzt wird nur noch der große Zettel nach und nach abgearbeitet. Wir hatten noch eine wichtige Personalie, die bisher unsicher war. Nun hat die Dame für die Toilettenwagen-Betreuung auf`m Zeltplatz ihren Urlaub doch verschoben, damit sie wieder dem Event beiwohnen kann. Sie und ihre Familie hatten letztes Jahr jede Menge Spaß, der auch noch gut honoriert wurde. Alles prima. Samstag Morgen gehts an Zäune stellen und großes Zelt aufbauen.


Hast du das Gefühl, dass ihr langsam Routine in der Organisation
kriegt oder schleichen sich jedes Jahr wieder neue Probleme ein?


Nach ...zig Jahren haben wir schon die gewisse Routine. Wir sind aber auch immer wieder neu bemüht, die besten Voraussetzungen für das Wohlbehagen unsere Besucher zu schaffen und gleichzeitig aber auch die Kosten im Blick zu behalten. Neue Idden wie Angebote für professionelles ganztägiges Hundesitting, weit ab des Festivalgeländes, sind auch nicht alltäglich.
Das funktioniert nur, wenn du das Vertrauen der Besucher über Jahre gewinnen konntest. Beim BTF ist einfach eine riesengroße Familie zusammengewachsen.
Von größeren logistischen Problemen sind wir bisher verschont geblieben, da die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Anwohnern, Behörden und den mitwirkenden Firmen prima klappt. Selbst der Staatsschutz wünscht uns bestes Gelingen, was will man mehr .


Das LineUp is ja mal wieder der Hammer. Die einzige Band, die mir
etwas sauer aufstößt ist Evil Conduct. Warum habt ihr die Band eingeladen
?

Das nächste Festival, das wir euch präsentieren ist das Klownhouse-Fest 4. Findet in Kiel in der alten Meierei statt und an Bands werden Zero Boys, SNFU, Poison Idea, BRAT PACK, Suburban, Versus You, Marys Kids, Wanderlust dabei sein.

Hier ein paar Infos von Veranstalter Benny zu den Hintergründen:

So Benny, was ist denn die Besonderheit an deinem Festival, womit sticht es aus all den Sommerveranstaltungen hervor?

Natürlich durch die geilsten Bands und urch solide Eintritts und Getränkepreise.
Alle drei Tage kosten im VVK grad mal 22€. Einzelnd  kann man natürlich auch Tickets erwerben.
Der erste Tag mit WASTED und THE ONE kostet lächerliche 6€, Tag zwei mit POISON IDEA,WANDERLUST,SUBURBAN SCUMBAGS und MARYS KIDS schlappe 10€ und Tag 3 in der Alten Meierei mit ZERO BOYS,SNFU, BRAT PACK und VERSUS YOU zum absoluten minimal unkostenbeitrag von 7€....Bier gibts da ab 1€! Wo gibts sowas schon?

Auf welche Band freust du dich denn am meisten und wie findet bei dir die Auswahl statt, dh nach welchen Kriterien gehst du beim Bands-einladen vor?

Ich freu mich natürlich sehr über Bands wie ZERO BOYS, SNFU und POISON IDEA, das wird groß.
Wer aber die anderen Bands aus dem Lineup kennt, der weiß aber das man sich über jede einzelne andere Kapelle genauso freuen kann.Ich denke das ist ne ganz coole Mischung aus alten Klassikern und großartigen neuen Bands!

Das Burning Summer Open Air findet auch in diesem Jahr, vom 6. bis zum 8. Juli wieder statt. Austragungsort ist Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und was uns da genau erwartet erzählt Mitveranstalter Lukasz:

Das Festival findet inzwischen zum 6.mal statt. Habt ihr langsam das Gefühl, etwas mehr Routine zu kriegen oder warten jedes Jahr neue Herausforderungen und Neuerungen auf euch?

Auf jeden Fall nimmt man aus den vergangenen Jahren seine Erfahrungen und auch Routine mit, aber da wir in jedem Jahr frische und andere Ideen haben, ergeben sich auch so immer neue Herausforderungen. Sicher gibt es auch Bereiche oder Abschnitte in der Vorbereitung und  Durchführung bei denen wir schon eine starke Routine entwickelt haben. Zum Glück haben machen aber immer neue Menschen mit, die alle verschiedene Ideen, Auffassungen und Charakterzüge haben, so dass es jedes Jahr aufs Neue spannend bleibt.  Wir wollen uns ja auch nicht festfahren, sondern weiterentwickeln.

Ihr macht das ja nicht professionell, müsst euch aber sicher trotzdem an alle Gesetzte halten, z.B. was Jugendschutz, große Menschenansammlungen u.s.w. angeht. Habt ihr da eine Rechtsberatung oder müsst ihr euch alles selbst anlesen?

Dieser Teil ist für uns als Veranstalter und auch Jugendverein  wichtig. Zum einen haben wir aus den letzten 8 Jahren Projekterfahrungen uns vieles selber und durch andere angeeignet. Und zum anderen stehen uns auch heute noch Personen zur Seite, die sich beruflich mit solchen Themen auseinander setzen. Dieser Background ist für uns sehr hilfreich, denn wir lesen selten das BGB als Nachtlektüre. :)

Das RIOT IN MY HEART ist ein Antifa-Festival in Mecklenburg-Vorpommern. Einige aktive, idealistische Menschen haben sich zusammen geschlossen. Bereits vor 4-8 Wochen sicherten wir den Veranstaltern zu ihr Festival zu unterstützen und es publik zu machen. Das die Interviewantworten nun so super kurz vor dem Festival kommen, welches an diesem Wochenende stattfindet, ist natürlich etwas schade. Aber das Festival und das Engagement der Veranstalter verdienen so oder so eine Erwähnung.

 

Warum versteht sich das RIOT IN MY HEART Festival ausdrücklich als Antifa-Festival?

Hallo erst mal und vielen Dank dafür, dass wir unser kleines Festival hier vorstellen dürfen. Nun zu deiner Frage. Also wir haben in M-V bereits eine Reihe von sehr guten und sehr netten Zecken Festivals. Mitunter richtige Geheimtipps, wenn ich da z.B. an die KUT-Sommerschlacht in Gadebusch denke. Nettes kleines Open Air Festival. Aber dann auch bekanntere Dinger wie die Fusion oder das Punk Picnic in Neubrandenburg. Nun ist es auch so, dass wir bereits seit ca. zwei Jahren Antifa-Konzerte in und um Rostock veranstalten. Und wir würden sagen, dass die Erfahrung es gezeigt hat: Es gibt ein Bedarf nach einem solchen Festival. Also hatten wir uns überlegt, dass solch eine regelmäßige Veranstaltung auch in Rostock cool kommen würde. In erster Linie wollen wir somit natürlich weiter die antifaschistische Bewegung in MV stärkten.(dazu mehr in Antwort 2). Es gibt Einem,denke ich sehr viel Kraft, wenn die Leute sehen, dass dort Bands von überall her kommen und Einem auch in seinem ,,Handeln“ bestärken und supporten. Es ist natürlich nicht so dass wir die Leute nach ihrem ,,Antifa Mitgliedsausweis“ fragen, sondern uns geht es eher darum, dass wir schon im vorn herein klare Mindeststandards für uns und das Festival setzen und somit gewissen vermeintlichen BesucherInnen vorbeugen! Irgendwelche Frei.wild Fans (die auch hier an alternativen Subkulturen teilweise angesagt ist) können in ihrer Stammkneipe bleiben und sich über die verbohrten Linksfaschisten auskotzen. So hat dann auch wieder jeder Etwas davon;)!

 

broilers_logotype_2009_Die BROILERS haben ja schon seit einiger Zeit ihr aktuelles Album „Santa Muerte“ (alias Doña Sebastiana oder  La Santisima Muerte ist eine okkulte Figur, meist dargestellt als weibliches Skelett mit Sense in seidenem blauem und oder rotem Gewand oft auch mit güldener Krone, welche hauptsächlich in Mexiko und Kuba verehrt wird. In der Regel  bitten Gläubige in Form von kleinen Opfergaben wie Kerzen, Rosen, Tequila und Zigarren um Glück, Liebe, Gesundheit oder Schutz) raus.  Dürfte sich ja inzwischen herumgesprochen haben, dass dat gute Stück mal locker aus der Hüfte auf Platz 3 der Albumcharts geschossen ist. Was garantiert nicht daran liegt, dass die Düsseldorfer neuerdings (wie manch ein Schreiberling entweder böswillig oder aufgrund fragwürdiger musikalischer Sozialisation bereits fantasierte)  nach den garstigen Sauerstoffdieben von REVOLVERHELD

  In PLASTIC BOMB #78 wird eine frische, junge Hardcoreband aus Süddeutschland vorgestellt: Bei LIBERTY MADNESS überzeugt von allem diese Kombination aus Old School Hardcore und melodischem Hardcore. Die 13 Songs der LP ohne eigenen Namen kommen aus einem Guss. Sie stecken voller überschäumender Energie. Sie sind schnell und furios. Da steckt Feuer drin ! Und sie besitzen coole Melodien. Es ist das Minimalistische und Rotzige, das wir an Bands wie SNIFFING GLUE, JERRY`S KIDS und den REGULATIONS so schätzen. Und es sind die Melodien der BRIEFS und 7 SECONDS, die hier manchmal durchblitzen. Als Begleitung zur Bandpräsentation in der Printausgabe kommt hier ein Interview mit der Band.

Woher kommt ihr? Wie alt seid ihr?
Tim, Kai und Berny kommen aus Mannheim. Mäx kommt aus Östringen. Berny ist 22, Tim 23, Kai 20 und Mäx 19.

Habt ihr bereits in anderen Bands gespielt? (Wenn ja: in welchen?)
Berny hat bei Modern Pets Gitarre gespielt und gesungen, Mäx ist immer noch Sänger bei The Rätz (mit denen wir im Januar auf mini Tour sind) und spielt da auch Gitarre. Kai hat bei Bun Grave Schlagzeug gespielt.

Von welchen Bands bzw. welcher Musik seid ihr beeinflusst?
Generell mögen wir Rock’n’Roll, Garage, Surf, Hardcore, Melodycore (was n scheiß Wort), scheißegal ob Newschool oder Oldschool oder Waldorfschool. Keiner von uns kann verstehen wie versteift manche Leute ihr Genre hören. Manche von uns hören sogar gerne mal Charlie Parker, Merle Travis, Robert Schuhmann oder Eins Zwo. Aber das fließt wenn dann wahrscheinlich nur entfernt bei uns ein. Um ein paar Bands zu nennen die wir immer gern im Tourbus hören: ZEKE, NOFX, The Bronx, Swingin’ Utters, The Briefs, 999, The Dwarves, Career Suicide, Propagandhi, Regulations, Circle Jerks, Black Flag, Consumed, AC/DC, The Arteries, Hot Snakes, Demons Claws und wir mögen die New Bomb Turks sehr. Auch Textlich. Wir mögen die Schreibe von Leuten wie Eric Davidson oder Fat Mike. eigentlich echt alles mit dabei. Wobei wir uns nicht bewusst daran versuchen irgendwas zu imitieren oder nachzuahmen.

Geschichten_aus_der_Gruft00Recyclingmaterial aus der Nummer 76.  Ist damals vielleicht ein wenig untergegangen, da ich das Interview in den „Geschichten aus der Gruft“ untergebracht hatte, hauptsächlich aus Platzgründen... Die VALKYRIANS haben nämlich  letztes Jahr ein ziemlich famoses Album mit Coverversionen, von bereits verschiedenen, oder  zumindest heutzutage größtenteils scheintot wirkenden Vertretern aus der mehr als  reichen Geschichte des Punkrock fabriziert, insofern ist die Rubrik vielleicht doch nicht ganz verkehrt. Wie dem auch sei,  egal ob die Jungs dem verstorbenen Joe Strummer in Form eines Covers von „Career Opportunities“ Tribut zollen, oder den „Astro Zombies“ von den MISFITS neues Leben einhauchen, die Herren haben offensichtlich ihre Hausaufgaben gut gemacht. Deshalb gibt es hier diesmal und an dieser Stelle nochmal besagtes Interview mit den umtriebigen Offbeat-Finnen.

Wenige Bands polarisieren so stark wie die Kassierer aus Wattenscheid. Von vielen geschmäht als plumpe Kirmeskapelle mit prolligen Sauf- und Fickliedern. Von den anderen dafür gemocht, dass sie sich eben doch immer wieder von den üblichen Verdächtigen der unpolitischen Party-Punkszene unterschieden und dann auf einmal durch Komplexität und Feingeistigkeit in ihren Liedern überraschen.
Leider kumpeln fast alle Interviews mit der Band nur auf der bierseeligen Oberfläche umher. Daher entstand irgendwann mal bei mir die Idee, ein Interview zu führen, welches dem Anspruch und den Niveau der Menschen hinter Liedern wie “Sex mit dem Sozialarbeiter” und “Blumenkohl am Pillemann” gerecht wird. Also ein weitestgehend ernstes Interview zu führen.
Um die Band aber nicht intellektuell zu überhöhen, durfte die ein oder andere Zote natürlich nicht fehlen. Dennoch wird streckenweise deutlich, dass die Musiker mehr zu sagen haben und sich intensiver mit dieser Welt auseinandersetzen als der ein oder andere Deutschpunker, der hauptberuflich sein Geld mit Widerstandsmusik verdient. Nichtsdestotrotz wurde aber auch eine Menge gelacht.
Da ich aber Interviews mit zahlreichen Regieanweisungen wie “lacht” oder “verstellt seine Stimme” nicht mag und lieber in Kauf nehme, dass sich die Ironie einer Aussage notfalls erst beim zweiten Lesen oder eventuell überhaupt nicht erschließt, wurde weitestgehend auf Anmerkungen verzichtet. Ich traf alle vier Kassierer an einem Sonntag Mitte Januar 2011 im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer, wo Sänger Wolfgang sich auch als Filmvorführer betätigt. Die Fragen beantworteten also Wolfgang (W), Gitarrist Niko (N), Schlagzeuger Volker (V) und in der ersten halben Stunde des Interviews Bassist Mitch (M).

Juhu, in diesem Winter findet am 29. und 30. Dezember wieder das PUNK IM EIMER Festival im AZ Wuppertal statt! (Flyer am Ende des Interviews nochmal in groß) Damit ihr alle die Einzelheiten erfahrt, war die PIE-Crew so nett, mir ein paar Interviewfragen zu beantworten:

Wann findet das Punk im Eimer statt, welche Bands stehen schon fest, wie hoch wird der Eintritt sein und welche highlights erwarten uns sonst noch?

Also, los gehts am Donnerstag, den 29.12. und dann geht das halt so weiter und es ist die ganze Zeit offen bis, naja schätzungsweise Samstag Mittag oder so.
Livemusik gibbet immer ab Nachmittags bis nachts irgendwann keiner mehr auf der Bühne stehen kann.

Wir wollen halt wieder einen netten Mix an DIY-Krachmusik anbieten. Es spielen:
Abgesagt, Unrest, Next War Ends, Isolation, Morbid Mosh Attack, Protest Grotesk, Last Legion Alive, T.O.D., Insonnia, Estrella Negra, Frontex, Auweia und Punk-O-Mat...

Drumherum gibbet auch ne Menge Zeux, zum Bleistift ne Lesung und natürlich Aftershowsause vom DJ nachts, Filme, das übliche Merchzeux, Feuertonnen und lecker veganes Frühstück und abends was Warmes und furchtbar viel billiges Bier und Glühwein...

Ajo, ein Schwarzfahrer_innen Solikonto gibts auch. Wenn also wer beim Weg zum Festival erwischt wird, können wir uns an den Kosten beteiligen, zumindest bis der Topf leer ist. Öffentlicher Nahverkehr sollte kostenlos sein...

Achso, ja Eintritt müssen wir leider auch irgendwie nehmen. Ist alles Richtung Selbstkostenerhalt angelegt, wir denken, dass wir mit 5 Tacken am Tag und 8 für beide hinkommen...

Wem kommt der Erlös zu Gute, falls nach Auszahlung der Bands noch was übrig bleibt?

Also, wir machen am Ende immer Dosenschießen, und wer als letztes steht,
kann die Kasse mitnehmen...

Nachdem hier auf der Seite ja ne Diskussion um Trash-TV los gebrochen ist, und ob man das unterstützen, selbst glotzen oder komplett boykottieren sollte, hab ich Schoko und Tassilo zum Hefte verpacken und anschließendem Interview eingeladen. Im Gespräch ging´s natürlich um RTL2 und XDiaries, aber im Anschluss auch um ihre Band Operation Semtex, das wollten wir nämlich schon die ganze Zeit machen.

Und, kannst du die ganzen Fragen nach XDiaries und Specki und so weiter denn noch hören?

Tassilo: Jaaaaaaa, das geht schon. Ich hab mir das ja auch ausgesucht. Bei der ersten Staffel hatte ich ja auch diesen Namen, und jetzt hab ich ja so ne „große Nummer“ bekommen, auch unter dem Namen Specki...das ist schon ok so.

Hast du denn mit den Ausmaßen gerechnet, dass dich dauernd Leute anquatschen und so?
Tassilo: Ich hab mir das schon ein wenig anders vorgestellt. Aber da muss ich jetzt mit klar kommen. Klar wusste ich, dass ich angesprochen werde und dass mich Leute anrufen und sagen, dass sie mich im Fernsehen gesehen haben. Das fühlt sich schon komisch an. Ich bin ja auch noch Musiker, wär mir schon manchmal lieber, wenn´s öfter da drum gehen könnte. Aber ich hab die Gelegenheit mit RTL2 ja genutzt, mal den Mittelfinger in Deutschlands Wohnzimmer zu zeigen.
Wie?
Tassilo:
Na mit meiner Person...und was ich da im Fernsehen mache. Ich benehm mich da ja ziemlich asi...nä?
Aber sagen das nicht alle „ich geh ins Fernsehen, benehm mich ma richtig asi und verdien auch noch Geld damit“?
Tassilo:
Näää, ich wollt da ja schon ne Message rüber bringen. Der Gesellschaft zum Beispiel mal ein anderes Bild von dicken Menschen zu vermitteln. Specki ist ja auch ein provokanter Name, ist ja auch ein beleidigendes Wort und sicher auch nicht mit Schönheit verbunden. Ich mach zum Beispiel so Sachen wie ein Rad schlagen mit einer Hand- würd man ja von so nem Specki nicht erwarten.

Wilde Zeiten haben eine neue CD raus, sie heißt ATOMPARTY und präsentiert 15 brandneue Songs. Um das zu feiern haben Wilde Zeiten ein Schiff gekapert und sind damit auf dem Rhein herum geschippert, wovon sie uns berichten wollen:

Ihr wart also mit einem Partyschiff auf dem Rhein unterwegs, um ein Video zu drehen. Wie kamt ihr auf so ne Idee?

Die Idee war eigentlich schon lange da. Wir sind seit es uns gibt regelmäßig Schiff gefahren und haben dort über das vergangene Jahr resümiert und Pläne geschmiedet, und irgendwo haben wir uns dabei gedacht mal ein Konzert auf einem Schiff zu machen. Die Releaseparty zum neuen Album “Atomparty” war ein guter Anlass das nun endlich mal in die Tat umzusetzen.

Wie konntet ihr das Schiff mieten, ich hab mal von ner Releas-Show auf nem Schiff gehört, wo alle Reisenden im Vorab ihre Personalien abliefern mussten, damit auch jedeR belangt werden kann, der/die was kaputt macht.

UNGUNST
Drei Jahre danach
(Ein Interview von Big)

Dreizehn Jahre lang saß ich auf der Bühne und trommelte mir die Seele aus dem Leib. Dreizehn Jahre lang in derselben Band. Dreizehn Jahre lang mit guten Freunden. Gemeinsam dreißig meiner Songtexte vertont und veröffentlicht. 2008 stieg ich aus, einen Monat später verließ auch Bassist Kalli die Band. Drei Jahre sind seitdem vergangen. UNGUNST gibt es immer noch. Die Nachfolge an Schlagzeug und Bass konnte vor unserem Ausscheiden bereits geklärt werden, was uns den Weggang erleichterte und Gitarrist Kai und Sänger Marco das Weitermachen in neuer Besetzung.
UNGUNST hat 2010 das Album „Entartete Musik“ veröffentlicht. Drummer Basti und Bassist Jens (zwischenzeitlich Bassist: Tom 2008 - 2010) haben neben den aktuellen Liedern längst auch die alten Stücke drauf. Seit einem Jahr gibt es wieder UNGUNST-Konzerte.
Unsere Freundschaft – teilweise seit Kindheitstagen bestehend – ist erhalten geblieben. Ebenso mein Interesse am Bandgeschehen und eine enge Verbundenheit mit der Musik von UNGUNST. Die Spielweise und der Stil der Songs haben sich durch die Umbesetzung natürlich geändert, aber ich erkenne das alte Herzblut darin wieder. Ein Lied des neuen Albums kommt mir in letzter Zeit beim Hören der Nachrichten häufig in den Sinn. Ich bin neugierig, welche Ereignisse, Gedanken und Intensionen sich aus Sicht der Band hinter dem Song verbergen.
Sänger Marco hat Zeit gefunden, meine Fragen zu beantworten. Ich denke, es ist ein spannendes Gespräch dabei herausgekommen. Obwohl bereits 1995 in Offenbach am Main gegründet und mit mehreren eigenen Platten und rund 150 landesweiten Live-Gigs auch nicht ganz untätig gewesen, ist die Band, die mittlerweile im südhessischen Darmstadt verwurzelt ist, vielleicht nicht jedem sofort ein Begriff. Möglicherweise hat das ja seine Gründe? Also, zum Aufwärmen…

Und auch das Restist to Exist darf was sagen, hier ein paar Fragen von mir und Antworten dazu von Thommäs.

Ist das Resist to Exist Festival eins von Vielen, oder könnt ihr etwas besonderes auffahren, bzw gibt es etwas, worauf ihr euch selbst besonders freut?

In allererster Instanz unterscheiden wir uns natürlich, wie auch das Break The Silence Festival, durch unseren nonkommerziellen DIY-Ansatz vom gängigen Rest der Festivallandschaft. Wir haben weder Interesse an Gewinn, noch an einer Kommerzialisierung unserer Subkulturen. Natürlich muss dabei aber immer die Refinanzierung der Veranstaltung selbst im Auge behalten werden. Ohne Eintritt geht es in dieser Größe ganz einfach nicht mehr. Zumindest nicht in Deutschland. Leider! Wenn man bedenkt wie viel Kohle allein die teils absolut unsinnigen Auflagen fressen, stößt man schnell an die finanziellen Grenzen. Das Break The Silence Festival hat dazu ja schon einige deutliche Worte in seiner Absagenbekundung verfasst. Uns geht es da nicht anders! Das Festival selbst nimmt so gesehen lediglich die reinen Selbstkosten als Eintritt. Was dabei nicht rein kommt muss der Tresen wieder ausgleichen. Das DIY-Prinzip funktioniert in dieser Dimension ausschließlich über die Besucherzahlen. Sollten die bei uns einbrechen, haben auch wir ein enormes Problem an der Backe und das Thema Resist To Exist Festival hätte sich damit auf alle Zeit erledigt. Schon in den vergangenen Jahren haben wir Defizite teils über das gesamte Jahr mit Solikonzerten u.Ä. ausgleichen müssen. Der überwiegend positive Zuspruch der Besucher gibt uns dabei aber Jahr für Jahr neue Hoffnung und Motivation für das jeweils nächste Resist To Exist Festival!

Und auch das Endless Summer soll die Chance haben, ein paar Infos zum Festival raus zu haun. Ich persönlich bin in diesem Jahr recht angetan vom Line Up, da weder Stomper, noch Krawallbrüder oä präsentiert werden. Am Ende des Interviews mit Ecke gibt es 2x2 Tickets zu gewinnen. Danke für´s Interview! Ronja

Wie viele Gäste erwartet ihr denn in diesem Jahr, gemessen an der Bandauswahl, dem Wetterbericht, der Werbung und den Erfahrungen aus dem
letzten Jahr?


Nun ja, wir hoffen immer die Zuschauerzahl vom letzten Jahr zu halten oder
uns ein wenig zu steigern. 2010 hatten wir mit Cock Sparrer und den
Broilers natürlich zwei richtige Überflieger als Headliner, deshalb hoffen
wir wenn es wieder um die 5.000 Besucher werden. Nicht zu unterschätzen
ist in der Tat der Faktor "Wetter", denn da Torgau ziemlich im Mittelpunkt
des Dreiecks Berlin-Leipzig-Dresden liegt werde ich das Gefühl nicht los
dass sich viele potentielle Gäste gern spontan entscheiden. Von der
Bandauswahl haben wir uns wie jedes Jahr sehr von unserem persönlichen
Vorlieben leiten lassen und hoffen das möglichst viele Leute einen ebenso
guten Geschmack haben, hehe.


Mit Ignite habt ihr ja nen Act dabei, den man jetzt nicht auf dem
klassischen Punk-Festival vermuten würde...ich hab die Band zuletzt beim
Telekom-Extreme-Irgendwas gesehen... wie kams dazu und wird das zu
irgendwelchen Änderungen führen, muss zB im Backstage was beachtet werden, gab es Verträge die ihr sonst nicht kennt oder rechnet ihr mit em anderen/neuen Publikum...
?

Noch nicht mal mehr 2 Wochen, dann startet das Back to Future Festival in Glaubitz! In den letzten Jahren gebeutelt durch schlechte Witterung, Publikumsmangel und internen Tragödien lassen sich Holm und Daniel nicht beirren, auch in diesem Jahr wieder an den Start zu gehen.

Holm sagt dazu:

Letzte Woche haben auch wir die Absage vom Break The Silence mitbekommen und wir haben uns natürlich Gedanken dazu gemacht. Ganz wichtig, wir können unseren Helfern nicht dankbar genug sein. Wir sind froh, dass ihr dem Back To Future/ Glaubitz Open Air seit Jahren die Treue haltet, unsere Launen, die der Bands und die der Besucher tugendhaft ertragt und immer mit Köpfchen dabei seit. Ohne euch wäre das Festival undenkbar - besten Dank für euren Einsatz! Übrigens, ich habe das Gefühl, dass es unseren Helfern sicher gefällt, wenn ihr – egal ob Besucher oder Band – zeigt und sagt, wenn ihr euch bei uns gut aufgehoben fühlt!
Eine uns auch jährlich treffende Problematik ist die des Vorverkaufs. Ich kann die Jungs und Mädels vom Break The Silence gut verstehen. Das Festival vorbereiten und durchziehen bringt jede Menge Stress, den nehmen wir gern in Kauf. Auf den zusätzlichen Stress noch viele hundert Tickets an der Abendkasse verkaufen zu müssen, könnten wir aber gut und gerne verzichten. Es ist unglaublich belastend auf Top Wetter, viele Abendkassengäste und einen fantastischen Barumsatz zu hoffen und daneben all die notwendigen Arbeiten zu erledigen und ein ehrliches Lächeln im Gesicht zu tragen. Ein paar Klicks genügen und ihr haltet euer Festivalticket in den Händen. Macht davon zahlreich Gebrauch, es lohnt sich.

Die letzten Tage vorm Festival, was gibt es jetzt noch für euch zu tun?

logoWenn der bundesdeutsche Durchschnittsbürger hierzulande an Scooter denkt, denkt er wohl meistens an den gebleichten Fickfehler mit Megafon aus den Charts und nicht an Vespas oder an Lambretta-Motorroller. Auf der britischen Insel ist dem natürlich nicht ganz so, dort kommen Mods und deren traditionelle Fortbewegungsmittel durchaus im Bewusstsein der Massen vor. Dort denkt man bei THE JAM auch nicht an „Pump Up The Jam“ von TECHNOTRONIC. Ich mochte den

Im Plastic Bomb 73 gab es ein Interview mit der Berliner Hiphop-Combo K.I.Z., welche die Genregrenzen bekanntlich sprengt und auch im Rock-orientierten Millieu eine gewisse Rezeption erfährt. Anders ausgedrückt: Es gibt Punks, die K.I.Z. hören und da wollten wir seinerzeit mal nachfragen.

Bald kommt das neue K.I.Z.-Album raus. Dazu haben wir Nico ein paar Fragen gestellt, die er per Mail freundlicherweise  beantwortet hat:

Wir haben das 1.000ste Community-Mitglied! Kolja, manchen vielleicht auch als Wildschweineimer bekannt, hat sich vor ein paar Tagen angemeldet und gibt nun Auskunft, wie er dazu kam und war er von der Plastic-Bomb Community erwartet.

Du bist das 1000ste Mitglied der Plastic-Bomb Community. Wie hast du von der Community erfahren und was hat dich dazu bewegt, dich anzumelden?

Erfahren habe ich davon durch gründliches Durchlesen der "analogen" Ausgabe. Angemeldet habe ich mich, um eine Veranstaltung zu posten.

Wie kamst du denn mit der Bedienung klar, erklärt sich das alles von selbst oder hattest du Probleme?

Da ich über unfassbare EDV-Kenntnisse verfüge und auch ansonsten total schlau bin, war es kein Problem.

Das Force Attack. Für Manche eine Institution, ein Pflichttermin, ein Urlaubsziel. Für Andere eine Erinnerung an die wilde Jugend, etwas worüber man lächeln kann. Nach dem LineUp der letzten Jahre gab es regelmäßig Diskussionen um´s Force Attac und obwoh in diesem Jahr noch niemand Anstoß an den Bands genommen hat gab es trotzdem viele Vorwürfe.

Hier ein paar Worte von Veranstalter Imre zu den Vorbereitungen, zu den Bands und zu wichtigen Infos was die Reiseplanung anbelangen.

Na, wie weit bist du? Ist dein LineUp komplett, baggerst du noch an geheimen Haupt-Acts rum? Was hast du sonst noch zu erledigen, was die Struktur des Festivals angeht?

Das LineUp ist schon gut ein halbes Jahr komplett, da ändert sich auch nichts mehr, das Billing ist schon so der Hammer, was soll da noch kommen? Der Ticketverkauf läuft phantastisch, da kann man diesen Sommer wieder mit fünfstelligen Besucherzahlen rechnen! Die Grundstruktur des Festivals ist ja bekannt, wir feilen aber jedesmal an Verbesserungen. So gibt es seit letztem Jahr auch im Innengelände Pissrinnen und Spühltoiletten, deren Benutzung im Eintrittspreis inbegriffen ist. An der Reinigungslogistik gilt es noch zu feilen, die Gesamtsituation ist allerdings 100 mal besser, als man es z.B. vom Spirit hörte... Die im Wechsel bespielten zwei Bühnen, eine davon im Zelt, bleiben wie immer, ebenso der legendäre 35 m Tresen, der von Donnerstag abend bis Montag früh durchgehend geöffnet hat! Es kann nach wie vor neben dem PKW gezeltet werden. Für die Party am Zelt gibt es wieder 45.000 gekühlte Hansa Pils Dosen zum fairen Preis, dadurch, dass es Glaskontrollen gibt, kann man problemlos auch mal die Boots ausziehen und barfuß laufen! Vorhandene Duschen machen eine intime Annäherung zu Freund / Freundin / zufälliger Begegnung auch noch am dritten Festivaltag nicht zum hygienischen Problem....

 

Am 3.6.2011 ist es soweit, denn dann wird das neue Album der ADOLESCENTS namens "The Fastest kid alive" erscheinen. Und sogar bei einem deutschen Label, nämlich bei "Concrete Jungle Records". Für mich als ADOLESCENTS-Fan ist das keine Newsmeldung wie jede andere. Zumal die letzten Lebenszeichen der Band, die "o.c. confidential" CD und die Split-12" mit den BURNING HEADs klasse waren. Das nährt die Hoffnung, dass auch "the fastest kid alive" wieder einiges können wird. Ich hab Matze von "Concrete Jungle Records" ein paar kurze Fragen zum Album gestellt:

 

Im gerade erschienen TRUST #146 ist ein Interview mit mir drin, welches mein guter Freund und TRUST Redakteur Jan Röhlk geführt hat. Die ersten 3 Fragen/Antworten könnt ihr hier als Teaser lesen. Das komplette Interview findet ihr in besagtem Fanzine, das man auch im Plastic Bomb Shop auf www.mailorders.de erwerben kann. Los geht`s... Micha.-

"Warum ich nicht abstumpfe? Ganz einfach: Punk hält jung! Oder sagen wir mal, er lässt langsamer altern. Das trifft es wohl besser. Ich habe viel mit Punks zu tun, die 15-20 Jahre jünger sind als ich. Wenn du dich als 40- oder 50-jähriger in den konventionellen Bahnen der Gesellschaft bewegst, dann bist du irgendwann nur noch von Gleichaltrigen umgeben. Die werden langsam träge, sesshaft, gründen Familien, gehen nicht mehr so oft weg, kucken lieber Fernsehen... Du bist gefangen in der Altersfalle. Im Punk ist das vollkommen anders! Das ist total gemischt. Von jung bis alt. Von ultrastumpf bis hochintelligent. Das hält jung.“


Interview mit Plastic Bomb Fanzine-Herausgeber Michael Will

Nach dem Print vs. Online Special im Trust vor einigen Jahren, in dem es mit je zwei Vertretern von gedruckten Fanzines (Three Chords Zine (Herder), Plastic BombZine (Helge)) und Internet-Foren-Fanzines (Poison Free (Flint, Phil), Mafia Forum (Bernd, Geb)) um die jeweiligen Vor- und Nachteile bzw. Vereinbarkeit der Medien ging, hatte ich nun Lust auf ein längeres Fanzine-Ding. Was würde da besser passen, gerade im „HC“ Trust, als noch mal das Plastic Bomb Zine als „das“ Punkerheft zu befragen, dieses Mal jedoch Michael Will, quasi den Dolf von der Bombe, eben das einzige Originalmitglied?
Einerseits ist es einfach so, dass das Plastic Bomb schon fast 20 Jahre kontinuierlich herauskommt und mit seinen vielfältigen Aktivitäten wie Heft, Label, Mailorder, Radio-Show sicher auch den ein oder anderen Trust-Leser und Mitschreiber begeisterte, ich meine, „Komm ma lecker unten bei mich bei“ von Eisenpimmel, das war‘s doch oder? Und scheisse noch eins, die „Wenn das der Führer wüsste“ Verissrubrik, da muss man einfach nur sagen, Hut ab. Auf der anderen Seite denke ich, dass viele das Heft gar nicht mehr so wahrnehmen oder lange nicht gelesen haben, wie ich bei Gesprächen im Vorfeld merkte, als ich von meinem Interviewprojekt erzählte. Das Plastic Bomb Fanzine hat sich verändert, und zwar deutlich zum besseren. Was nicht heißt, dass es vorher nicht gut war, aber es ist einfach weniger Inhalt, aber mehr Qualität dabei.
Ansonsten: natürlich, klar ey, „wir vom Trust sind viel besser, wir können mehr saufen, uns gibt’s länger, wir haben keine CD und sind deutlich geiler, unser Musikgeschmack ist cooler und überhaupt, unsere Frauen und Jungs - um es mit Black Flag zu sagen - „we got the ten and a half“… Ist das Plastic Bombein Konkurrent vom Trust am Bahnhofskiosk? Oder sind‘s einfach zwei verschiedene Teiche, in denen beide fischen? Ich persönlich (!) denke eher letzteres. Entschieden wird diese Frage jedoch in naher Zukunft, wenn wir das Okrakel Paul im „Sealife“ in Oberhausen befragen, wer das geilere Fanzine ist, das Krakenorakel irrt sich ja nie.

Nun nochmal ein paar Worte von Herrn Schwers. Nicht nur in Kommentaren, sondern in Form eines Interviews. Andi hat ein paar Fragen rüber geschickt und auch gleich den aktuellen Flyerdazu gepackt!

Ihr erfahrt wichtige Infos zu den Veränderungen in diesem Jahr, zu noch ausstehenden Bandanfragen und auf was Alex sich selbst am meisten freut.

Andi: Wie schwer ist für dich die Bandauswahl dieses jahr gewesen? Wo setzt du deine Maßstäbe?


Herr Schwers: Dieses Jahr ist mir das Booking ziemlich schwer gefallen, weil ich ja ziemlich viel mit Slime unterwegs war und das Festival etwas hinten angestellt habe. Das ist auch der Grund warum erst so spät der erste Flyer am Start ist.
Ausserdem lag die Messlatte nach dem letzten Rodeo so hoch, dass es natürlich schwer ist da einen drauf zu setzten.
Mein Maßstab, hmm. Ich versuche es Interessant zu halten und immer ein paar Bands dabei zu haben ,die man sehr selten live sehen kann.
Und um ehrlich zu sein : Ich mag Reunions ! Ist doch toll nach all den Jahren Razzia live bei ihrem ersten Auftritt zu sehen und die ganze Aufregung drumherum zu spüren.
Das Line Up dieses Jahr war ne Menge Arbeit, und es hat sich gelohnt. Ich finds toll.

Du hast ein Security-Team Vorort, die den Eingang kontrollieren und vor der Bühne agieren.nIst das nötig? Würden hier nicht Helfer aus der Szene reichen?


Herr Schwers: Die Security besteht zum Teil aus Helfern aus der Szene. Bei einem Festival dieser Größe kommt man allerdings um eine professionelle Firma nicht drumrum.
Das muss gut organisiert sein sonst endet es im Chaos. Wenn alle Helfer dann auf einmal Band X sehen wollen bricht alles zusammen.
Man würde auch von vornherein keine Genehmigung für so eine Veranstaltung bekommen ohne professionelle Secus.

hecticsociety_logo2Es gibt immer noch coole Typen, die sich einen Scheißdreck um Verkaufszahlen, Return-on-Investment und dem aktuelen Musiktrend scheren. Sie gründen einfach ein Label und veröffentlichen die Musik, die sie sie lieben - wie die Jungs von Hectic Society. Am Samstag feiert das Wiesbadener Punkrocklabel seinen ersten Geburtstag.   

Wie ein Gespenst geisterte eine Meldung durchs Internet. Zum Ruhrpott Rodeo Festival im Sommer soll eine neue CD von KKOCHENFABRIK erscheinen. Das ist ein Hammer, der uns völlig überraschend trifft. Denn mit einer neuen CD der Kölner hat wohl niemand ernsthaft gerechnet, die jetzt wohl eine 10" wird. Ich habe Sänger Claus deswegen ein paar Fragen gestellt, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Die Antworten sind charmant wie eh und je.

Ich hab über Umwege gehört, dass es im Sommer eine neue Knochenfabrik Cd geben soll? Wie soll sie heissen? Und wann erscheint sie?
Keine Ahnung wie sie heissen wird, das Ruhrpott Rodeo ist offiziell als Releaseparty angepeilt. Also am 11. oder 12. Juni. CD ist auch übertrieben, wird wohl eher ne EP. Sexy wäre ne 10" Vinyl mit beiliegender CD. Ist zwar teuer, aber Geld spielt im Zeitalter der illegalen Downloads keine Rolle. Man muss halt einfach arbeiten gehen um ein teures Hobby zu finanzieren.

Die Stattmatrazten aus Berlin starten jetzt durch. Vor wenigen Tagen kam ihre erste LP "Egoshooter" raus. Zu diesem Anlass verlosen wir gemeinsam mit Aggropunk an dieser Stelle ein Stattmatratzen-Pagage.

Zu gewinnen gibt es 1 LP oder CD, dazu ein Shirt oder Girlie in gewünschter Größe, ein Poster und einen Sticker.

Die Gewinnspielfrage lautet: Welche der 4 kotzte auf einem Tschechischen Festival 2009 der nachfolgenden Band in den Gitarrenkoffer?

Eure Antwort mailt ihr bitte bis Dienstag den 15.2. um 15uhr an ronja[@]plastic-bomb.de oder per PN an Ronja in der Community.

Und hier noch ein kleines Interview mit der Band:
Euer Album ist endlich raus, sieht super aus und wird auch super rezensiert, wie ich das sehe. Wie lang habt ihr denn insgesamt dran gearbeitet, von den ersten Songs bis zum fertigen Werk?


Puuuuuh…eine gefühlte Ewigkeit, wir waren ja Etappenweise im Studio und nicht am Stück. Das hatte den Vorteil dass wir sehr entspannt an der Platte arbeiten konnten, allerdings hat es sich vom fertigen Werk bis zur Veröffentlichung dann doch noch fast ein Jahr gezogen.

Welches war der schwerste Part, bzw was hat am längsten gedauert?

Am längsten hat es gedauert, das geeignete Label zu finden. Das war eine ganz schöne Odyssee und wir hatten wirklich spannende Angebote, da war es nicht leicht, sich zu entscheiden. Aber letztendlich haben wir ja eins Gefunden und sind mit Aggropunk auch sehr zufrieden.

Es gibt einen neuen Anlaufpunkt im Ruhrgebiet. Nachdem in Essen grade der "Why so Serious?" Imbiss eröffnete, könnt ihr euch auch in Dortmund künftig auf veganes Futter freun!

Das Vegan Wonderland expandiert und eröffnet zwei Ladenlokale in der Dortmunder Innenstadt. Schaut rein wenn ihr mal in der Gegend seid!

Kim war so nett, ein paar Fragen zu den neuen Locations zu beantworten:

Hey Kim! Wir haben gehört, dass das Vegan Wonderland expandiert. Was passiert da zwischen Dortmund Industriegebiet und Dortmund City?

Kim: Das VeganWonderland expandiert tatsächlich und wir gehen neue bzw. eher zusätzliche Wege. Wir eröffnen zeitgleich direkt  in der Dortmunder-City zwei Ladengeschäfte: einen Einkaufsmarkt auf 100 qm, den Vegilicious Veggie Shop mit einer großen Auswahl an veganen Produkten (und vor allem auch Tiefkühlware wie veganem Eis & veganer Tk-Pizza) und direkt nebenan das Cakes`n`Treats Café mit einem tollen Angebot an veganen Cupcakes, Torten, Bagels, Shakes und natürlich Kaffeespezialitäten.
Der VeganWonderland-Versand bleibt natürlich bestehen und wird weiter ausgebaut.:)

Waren ein Verkaufsladen und ein Cafe schon immer ein Traum von dir/euch? Oder bot sich das jetzt einfach an?

Kim: Ein Café war schon immer ein kleiner Traum. Mit dem VeganWondercake-Catering haben wir zwar schon viele Tortenträume erfüllen können und nachdem mein Buch erschienen ist nochmehr Leute erreicht,

Auch in diesem Jahr findet wieder in Punk and Disorderly Festival in Berlin statt. Für viele ein Pflichttermin, für Andere seit Jahren Anlass zur Diskussion um´s LineUp. Ich habe Marc und Alexandra von MAD-Tourbooking, die das Festival veranstalten, um ihre Meinung zur Kritik der letzten Jahre und zu den Bands 2011 gebeten und auch direkt noch nach ihren Party- , Schlaf- und Essenstips gefragt.

Ist das Line Up schon komplett? Im Gegensatz zu den letzten Jahren stehen so wenige Bands auf dem Flyer...

Marc:
Ja, es ist komplett. Es hat aber viele Gründe, mal abseits von den bekannten behördlichen und räumlichen Problemen, mit denen wir seit über 10 Jahren kämpfen müssen. Nach 2009 mit den Massen an Leuten am Tag dachten wir, es wäre Zeit ein Schritt zu Entschleunigen und neue Wege zu gehen, denn was wir erreichen wollten, das Punk wieder kommunikativer wird, ist ja erreicht worden. Das Konzept mit dieser Musik solche Festivals zu machen hat ja funktioniert und erfolgreiche Kopien hervorgerufen -Überall– was undenkbar war, als wir mit den Holidays in the Sun anfingen. Eigentlich war das Fuck Reading ja der Beginn. Alles einen Gang zurück, am höchsten Punkt und neu erfinden, es geht uns ja nicht um immer mehr und weiter, ganz im Gegenteil, das war nie unsere Prämisse. Das Konzept sieht durchaus vor, mehr Clubs und andere Sachen mit einzubinden, aber es sollte 2011 noch nicht sein.