Aus PLASTIC BOMB #64 / Herbst 2008.

COCK SPARRER gegründet im Jahre 1975 von ein paar Eastendkids, war und ist neben den REJEKTS sicher eine der wichtigsten und prägendsten Bands des Oi!/Streetpunk überhaupt (wobei die meisten Bands nicht annähernd an den Sound der 4 Briten rankommen und sich der Einfluss in der Hauptsache durch unzählige Cover, welche der Band Tribut zollen sollen, bemerkbar macht), wenn nicht sogar das Aushängeschild des gesamten Genres. Das neue Album ist meiner Meinung nach (neben der allseits beliebten„Shocktroops“) mit Abstand das Beste, was die Herren in ihrer bisherigen immerhin über dreißigjährigen Bandgeschichte je zustande gebracht haben. Vor nächstem Jahr ist mit Konzerten hierzulande jedoch nicht zu rechnen (Auch keine Tour sondern nur ein Festivalgig), weswegen das folgende Interview auch per E-Mail entstanden ist (Wird langsam aber sicher zu einer schlechten Angewohnheit von mir). Einige Anmerkungen seien mir diesmal im voraus gestattet: Die Band war alles andere als in Rede- oder besser gesagt Schreiblaune. Einige Antworten sind für meinen Gusto mehr als dürftig ausgefallen. Besonders die Antworten zur Frage wieso die Herren keine eindeutigen Logos gegen Nazis auf ihre Homepage und Plattencover platzieren finde ich alles andere als smart.

1. Kost ja nix. 2.Es ist ja kein Geheimnis, dass die Band in der Vergangenheit ihre Probleme mit dererlei  Gesindel auf ihren Gigs hatte (konnte ich mich selber 97 in der Kulturfabrik Krefeld von überzeugen). Um 78 war dies sogar einer der Hauptgründe warum sich COCK SPARRER für immerhin 2 Jahre auflösten. Die Band kriegte einfach keine Gigs mehr aufgrund von um sich prügelnden Boneheads und debilen Hools, welche die Londoner als ihre Hausband betrachteten und auch die Labelsuche gestaltete sich damals zeitweise ziemlich schwierig. 3. Ich bin nicht so verblendet oder weltfremd, dass ich glaube das derartige Logos alle Nazis zukünftig davon abhalten würden zu Oi! Gigs zu gehen, aber der ein oder andere Steifarm ohne Hirnanhang würde denke ich dann doch lieber konsequenterweise in Gesinnungsgenossen investieren... 4. Der Vergleich hinkt außerdem fast so stark wie damals der alte liederliche Stelzbock Joseph Goebbels... Ich glaube kaum, dass die Band auf ihren Konzerten ähnliche Probleme mit gestrandeten Walen wie mit den oftmals anwesenden grenzdebilen Hohlnazis hat (Auch wenn ein nicht geringer Teil des besagten Problempublikums in etwa  so aussehen wie gestrandete Wale und sich auch tendenziell gleichermaßen graziös bewegen) und auch die angesprochene atomare Bedrohung dürfte sich trotz einiger verstrahlter Leute im Konzertsaal bei COCK SPARRER-Gigs in geigerzählermäßig kaum messbaren Grenzen halten. Es ist ja nicht so, dass sich SPARRER in der Vergangenheit nicht bereits deutlich von derartigem Geschmeiß abgegrenzt hätten.82 erklärte Steve Burgess in einem SOUNDS Interview zum Thema Faschos: „Sie verderben nicht uns die Sache, sondern in erster Linie sich selbst! Aber diese Art von Leuten wollen wir eh nicht bei unseren Gigs haben.“ Zum Thema „England belongs to me“ sagten die Band etwas später (83) ebenfalls im SOUNDS: “Es wird Zeit, dass wir uns die Fahne von den Nazis zurückholen, die sie in den Dreck ziehen wollen. Es ist die Fahne des britischen Volkes und nicht von einigen  hundert Nazi-Idioten.“ Zugegeben hierzulande werden solche Positionen wie die letztere eher von CDU nahen Rockbands wie OHL, denn von ernstzunehmenden Oi! und Punkbands vertreten, aber dämonisieren sollte man die Briten deshalb nicht, genauso wenig wie man alles toll finden muss was die Herren hier im folgenden von sich gegeben haben..

PLASTIC BOMB: Habt ihr es jemals bereut Malcolm Mc Laren, weil er euch keine Runde spendiert hat, aus eurem damaligen Proberaum geworfen zu haben? Welchen Eindruck hat der Herr seiner Zeit auf euch gemacht?
COCK SPARRER: Den gleichen wie heute, er war für die Band nicht der Richtige und wir waren auch nicht die Richtigen für ihn.
PLASTIC BOMB: Ende 77 seid ihr auch im BBC-Fernsehen mit einem Cover des Stonessongs „We love you“ aufgetreten, für welche Sendung war das und wie hat man euch dort behandelt?
COCK SPARRER: Wir haben lediglich ein Video aufgenommen. Wir waren gar nicht im Fernsehstudio. Lag vielleicht auch daran das alle dort ein wenig Angst vor uns hatten. Das besagte Video wurde in einer Kindersendung namens “Tiswas” gespielt, welche bei uns damals ziemlich populär war. (Habe ein wenig recherchiert. Das Wort „tiswas“ beschreibt im englischen einen Zustand der allgemeinen Verwirrung. Offiziell bedeutete der Name "Today Is Saturday, Watch And Smile". Die Sendung lief vom 5. Januar 1974 bis zum 3. April 1982  
und bestand aus kleineren Wettkämpfen, Filmclips und Auftritten bzw. Videos von Rock- und Popgruppen, begleitet wurde das Ganze durch Sketche der festangestellten Moderatoren und Schauspieler.)
PLASTIC BOMB: Warum wurde eurer Debütalbum von DECCA damals nur in Spanien veröffentlicht?
COCK SPARRER: Wahrscheinlich aus finanziellen Gründen. DECCA wollte damals höchstwahrscheinlich etwas Kohle machen, nachdem sie uns vor die Tür gesetzt haben, um ihre durch uns entstandenen Verluste auszugleichen.


PLASTIC BOMB: Ihr habt in eurer Frühphase damals auch für heutzutage ziemlich legendäre Bands wie MOTÖRHEAD, THE JAM, THIN LIZZY und SLADE als Support gespielt, welchen Eindruck hattet ihr von den Herren?
COCK SPARRER: Weller ist ein Arsch, Noddy ein echter Star und Phil (Philip Parris Lynott, geboren am 20 August 1949 in West Browich England, gestorben am 4. Januar 1986 an den Folgen exzessiven Drogen und Alkoholkonsums war der Sänger, Bassist, Songwriter und gleichzeitige Frontmann von THIN LIZZY. Hat vor seinem Tod, neben den bekannten Werken, unter den Namen "The Greedies", die eher obskure Weinachtssingle "A Merry Jingle", zusammen mit Steve Jones und Paul Cook von den SEX PISTOLS aufgenommen.) war ein großes Talent, dass  alle sehr vermissen.
PLASTIC BOMB: Welches war die beste Band mit der ihr jemals spielen durftet, welches die mieseste?
COCK SPARRER: Die HEAVY METAL KIDS (1973 von ein paar Kids aus dem East End und South London gegründete Hardrockband mit Glamanleihen, wurden von der Tour mit KISS gekickt, weil sich zwei der Bandmitglieder vor Lachen auf dem Boden wälzten als Gene Simmons Haarpracht beim routinemäßigem Feuerschlucken in Brand geriet.), sie halfen uns die Band zu dem zu machen was sie heute ist. Wir haben mit ziemlich vielen schrecklichen Bands gespielt, aber es wäre unfair und grausam eine jetzt besonders hervorzuheben.
PLASTIC BOMB: Was war das seltsamste was euch jemals auf Tour passiert ist?
COCK SPARRER: Darryl, der in einem Club von einem Homosexuellen verfolgt wurde.
PLASTIC BOMB: Was waren die Gründe warum es ab 1978 zeitweise ziemlich ruhig um euch geworden war?
COCK SPARRER: Wir verloren unseren Plattendeal, hatten ziemlich viel Ärger auf unseren Gigs, was dazu führte das wir kaum noch was zu tun hatten. Damals sahen wir einfach keine Zukunft für COCK SPARRER.


PLASTIC BOMB: Als der erste Oi!-Sampler 1980 auf EMI rauskam, gab es euch ja schon bereits einige Jahre. Seht ihr euch selbst als Urväter des Genres, oder als irgendwie zufällig in die Sache reingeschlittert?
COCK SPARRER: Wir haben lediglich laute, schnelle, eingängige Songs über uns und unsere Umgebung gespielt. Wir hatten auf der Bühne die Klamotten an, die wir tagtäglich auf der Strasse trugen. Oi! ist ein nur ein Title, so gut wie jeder andere auch.
PLASTIC BOMB: Ihr wart ja auch auf dem berühmt berüchtigten „Strength  through Oi!“-Sampler? Was habt ihr von dem damaligen Ärger um das Cover mitbekommen und was dachtet ihr über Garry Bushell damals und heute?
COCK SPARRER: He is the genuine article. Ein netter Kerl und guter Freund der Band.
PLASTIC BOMB: Was sind eurer Meinung die Gründe warum England dieses Jahr nicht bei der EM dabei war?
COCK SPARRER: Weil die Mannschaft verdammt noch mal absolut nutzlos und leider zu rein gar nichts zu gebrauchen ist.


PLASTIC BOMB: Heutzutage gibt es zumindest in Deutschland eine recht starke Strömung, die versucht Politik völlig aus der Szene rauszuhalten? Meiner Meinung nach war Oi!/Streetpunk ursprünglich jedoch alles andere als unpolitisch? Warum sollten die 4 SKINS beispielsweise sonst  Songs wie „Bread or Blood“, oder BLITZ „Propaganda“, oder SHAM 69 „Ulster boy“, THE BUSINESS „H-Bomb“, oder auch COCK SPARRER „Secret army“ geschrieben haben? Wie denkt ihr darüber? (Having a laugh and having a say or should streetmusik evolve into a mindless form of disco with punk sound?)
COCK SPARRER: Man kann Politik nicht völlig außen vor lassen, aber andererseits muss man auch nicht anfangen zu predigen.
PLASTIC BOMB: Fühlt es sich manchmal nicht ein wenig seltsam an wenn ihr im Ausland (Beispielsweise Deutschland) seid und 1000 Glatzen „England belongs to me“ mitsingen?
COCK SPARRER: Als wir “England belongs to me” schrieben, war alles was wir sagen wollten, dass dies unser Land ist. Es gehört weder der königlichen Familie, noch den Politikern oder den Reichen. Liebe es, sei stolz drauf und tue was du tun kannst um das was falsch läuft zu ändern. Die meisten Leute verstehen was wir sagen wollen und singen mit uns, unabhängig davon wo wir sind, Steve Burgess sagt es hat 30 Minuten gedauert den Song zu schreiben und 30 Jahre um ihn zu verteidigen.
PLASTIC BOMB: Warum denkt ihr wird, wenn in den Massenmedien über Oi! berichtet wird, Oi! fast immer als reines Skinheadphänomen dargestellt?
COCK SPARRER: Weil gute Nachrichten keine Zeitungen verkaufen. Niemand interessiert es, wenn 5000 Punks und Skins in Blackpool zusammen eine gute Zeit haben.


PLASTIC BOMB: Was bedeutet der Begriff Arbeiterklasse heutzutage überhaupt noch, oder anders gefragt, wenn der Großteil der Arbeiter gar nicht erkennt, dass sie Teil der Arbeiterklasse sind, oder das wir überhaupt in einem System mit verschiedenen Klassen leben, macht es da eigentlich überhaupt noch Sinn von der Arbeiterklasse zu sprechen oder zu singen?
COCK SPARRER: Wenn du arbeitest um deine Familie zu ernähren, um die Miete, oder eine Hypothek zu bezahlen, dann gehörst du zur Arbeiterklasse. Nichts ist ändert sich.
Plastic Bomb: Es scheint so, dass viele Leute in der Oi!-Szene, speziell in Deutschland der Meinung sind, dass Sozialismus und Nationalsozialismus mehr oder weniger das Gleiche sind. Eine Haltung welche im übrigen von unzähligen Konservativen und Neoliberalen geteilt wird. Was ist eure Meinung hierzu? Ist der beste Platz für einen Skinhead/Punk immer in der Mitte? Hattet ihr jemals wie beispielsweise der junge Garry Bushell Sympathien für sozialistische Ideen? Oder fühlt ihr ein generelles Misstrauen gegenüber jedweder Politik?

COCK SPARRER: Totales Misstrauen. Wir haben uns vor langer Zeit dazu entschlossen uns von keiner politischen Partei missbrauchen zu lassen.
PLASTIC BOMB: Im “Oi! The book” von Mathias Mader steht, dass „We’re coming back“ über den Falklandkrieg (bewaffneter Konflikt zwischen England und Argentinien der zwischen dem 2. April 1982 und dem 14 Juni 1982 stattfand. Der Konflikt drehte sich neben den Falklandinseln um South Georgia und die südlichen Sandwichinseln. Auslöser war die Besetzung von South Georgia und später den für den Krieg namensgebenden Falklandinseln durch Argentinien. England gelang es in einer großangelegten Aktion (mit hohen Verlusten auf beiden Seiten) die Inseln wiederzubesetzen. Eine Folge des Konflikts war das Wiedererstarken von patriotischen Gefühlen in breiten Schichten der Bevölkerung  beider Länder. Unter anderem einer der Hauptgründe für die Wiederwahl Thatchers. Der 2006 gedrehte im übrigen sehr empfehlenswerte Film “This is England”  beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Krieges auf die Skinheadszene und ihrer zunehmenden Politisierung durch rechte Kreise). handelt. Hat der Song für euch noch die gleiche Bedeutung wie damals (Shocktroops kam damals auf dem Höhepunkt des Falklandkrieges raus), oder bedeutet der Song für euch heutzutage etwas anderes? Wie denkt ihr über Falkland heutzutage?
COCK SPARRER: Eigentlich ging es in diesem Song eher um unsere Rückkehr. Aber seiner Zeit beeinflusste uns der Falkland Krieg sehr. Wir hatten unterschiedliche Gefühle wie Stolz, Furcht und Traurigkeit. “Out on an island” sagt zu dem Thema aber sicher mehr aus als “Wer’re coming back”.
PLASTIC BOMB: Waren Mitglieder von COCK SPARRER beim Militär (Kann man ja mal fragen wenn selbst Gabber Wattie und Billie Bragg bei der Armee waren)?
COCK SPARRER: Nein, keine Soldaten bei SPARRER.

PLASTIC BOMB: Es ist kein Geheimnis das auch leider viele Boneheads eure Musik mögen. Warum packt ihr kein “Against Nazi-Scum” oder irgendetwas ähnliches auf eure Plattencover oder Homepage? DEADLINE schrieb dies vor einigen Jahren: “left hand right hand we don't mind cos at the gigs it's us you'll find”. Stimmt ihr zu?
COCK SPARRER:  Aus dem gleichen Grund aus dem wir keine “No Nukes” oder “Save the whales” oder “Bollocks to Tottenham” Logos auf unsere Seite packen. Wir wollen für unsere Musik und nicht für unsere politischen Aussagen bekannt sein.
PLASTIC BOMB: Meiner Meinung nach hört man vielen heutigen Bands an, dass sie im Gegensatz zu euch scheinbar noch nie einen Ton von Bands wie SLADE, SMALL FACES oder den STONES gehört haben? Für wie wichtig haltet ihr diesen Einfluss für den typischen COCK SPARRER Sound, welche Rockbands respektiert ihr und warum?
COCK SPARRER: Er ist wichtig für uns.
Wir gehen immer noch zu Konzerten und respektieren jeden der für uns mit ähnlicher Begeisterung auf der Bühne steht wie wir es auch tun.
PLASTIC BOMB: Viele ältere Punks (die immer noch live auftreten oder neue Platten veröffentlich), welche nach ihren Lieblingsbands gefragt werden, nennen nur Punkbands aus alten Tagen oder irgendwelche Metalklowns. Sie wissen nichts über die heutige Szene. Welche Musik hört ihr privat, wenn ihr euch nicht die VIBRATORS, OZZY oder KORN reinzieht?
COCK SPARRER: Wir sind immer auf Konzerte gegangen und wie bereits gesagt machen wir das auch heute noch. Viele verschiedene von Leonard Cohen, ROXY MUSIC, ALICE COOPER, NEW YORK DOLLS, über RANCID, DROPKICK MURPHYS, bis hin zu DEADLINE. Wir hatten auch bereits jede Menge gute Supportbands, wie zum Beispiel DISCIPLINE, MIDDLE FINGER SALUTE, genauso wie unsere Kumpels von ARGY BARGY oder den EAST END BADDOES um nur einige zu nennen. Es gibt nichts was ein gutes Konzert schlägt.


PLASTIC BOMB: Normalerweise finden es Menschen ja in der Regel nicht so toll wenn andere nicht zu ihrem Wort stehen. Wie kommt es dass ihr nächstes Jahr im Februar den Headliner auf dem Punk und Disorderly Festival macht und warum bin ich nicht sauer weil ihr doch wieder nach Deutschland kommt? Wie kommt es zu dem Gig?
COCK SPARRER: Man soll niemals nie sagen. Gewöhnlich sind es die Promoter die behaupten, das wir hier oder dort, oder wo auch immer das letzte mal spielen. Wir können nicht allzu viele Gigs spielen. Wir dachten auch immer, dass die Leute es irgendwann Leid wären uns zu sehen. Aber zu unserer Verwunderung und Begeisterung gibt es anscheinend immer noch genügend Leute die uns sehen wollen. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr in Deutschland und Amerika jede Menge alte Freunde treffen.
PLASTIC BOMB: Wie sieht es abgesehen vom Festival mit Tourplänen aus?
COCK SPARRER: Ehrlich gesagt können wir es uns nicht leisten auf Tour zu gehen, oder die Band zu unserem Vollzeitjob zu machen. Wir arbeiten alle, haben Familie und andere Verpflichtungen.
PLASTIC BOMB: Was war euere bestes Konzert bisher und warum?
COCK SPARRER: Zu viele verschiedene um nur eines zu nennen. Es gibt immer etwas oder jemanden der jeden einzelnen Gig zu etwas Besonderem werden lässt.
PLASTIC BOMB: Mir gefällt eurer aktuelles Album von vorne bis hinten. Ist nach der „Shocktroops“ das Beste, was ihr jemals aufgenommen habt. Seid ihr mit der Scheibe zufrieden? Wie lange hat es im Vergleich zur „Shocktroops“ gedauert die Songs zu schreiben, aufzunehmen und zu produzieren? Wer hat produziert?
COCK SPARRER: Danke, wir alle wollten ein ordentliches COCK SPARRER Album machen. Viel zu oft sind wir entweder die ganze Sache ein wenig zu eilig angegangen, oder uns ist die Kohle ausgegangen, oder die Songs waren einfach nicht gut genug. Diesmal haben wir an unserem Material so lange gefeilt bis wirklich alle in der Band zufrieden waren, haben ordentlich vorher geprobt und auch einen guten Produzenten gefunden. Unser Label CAPTAIN OI war großartig. Sie gaben uns all die Zeit die wir brauchten, ohne uns zu drängen oder über das Produktionsbudget zu jammern. Obwohl wir das Ganze ziemlich schnell aufgenommen haben, sind wir alle extrem zufrieden mit dem Ergebnis.


PLASTIC BOMB: Welche eurer eigene Songs gefallen euch am Besten und warum?

COCK SPARRER:. In einer bandinternen Umfrage, basierend auf einem Punktesystem, würde “Because you’re young” wahrscheinlich ziemlich weit oben stehen. Die meisten von uns haben Kinder und der Song ist der beste Erziehungsratschlag, den wir kollektiv geben können.
PLASTIC BOMB: Warum ist Punk/Streetpunk/Oi! im Jahre 2008 immer noch wichtig?
COCK SPARRER: Irgendetwas muss doch and der ganzen Sache dran sein, wenn selbst heutzutage alte Bastarde wie wir noch ihren Spaß dran haben.
PLASTIC BOMB:Was entgenest du jemanden der behauptet eure neue Platte enthalte alte Musik von alten Menschen für alte Menschen?
COCK SPARRER: Fuck them!
PLASTIC BOMB: Was macht ihr privat, wenn ihr euch nicht um die Belange der Band kümmert?
COCK SPARRER: Colin Mcfaull ist ne Nonne. Steve Bruce ist Türsteher im Legoland, Steve Burgess catcht mit Hasen, Micky Beaufoy designt tolle Hüte und Daryl Smith spielt bei ARGY BARGY...

Diskographie

„Runnin’ Riot“ 7“ (Decca) 1977
„We love you“ 7“ (Decca) 1977
„We love you“ 12“ Maxi (Decca) 1977
„Same“ LP (Decca) 1978 (Nur in Spanien veröffentlicht, 1994 gab es aber ein deutsches Bootleg)
„Sunday Stripper“ auf „Oi the Album“ LP (EMI) 1980
„England belongs to me“ 7“ (Carrere) 1982
„Running Riot / Taken for a ride“ auf „Strength through Oi!“ LP (Decca) 1982 / Wiederveröffentlichung (Pure Impact) 1993
„Sundy Stripper“ auf „The kids are united“ LP (Music for Nations) 1983
„Chip on my shoulder“ (Liveversion) auf „Sons of Oi“ LP (Syndicate) 1983/ (Captain Oi) 1993 auf CD
„Shocktroops“ LP (Razor) 1983 (1993 auf CD von (Captain Oi) wiederveröffentlicht, 2008 als PicLP auch (Capain Oi), gibt es auch aktuell auch zusätzlich noch als DoubleLP auf (TAANG) +Bonustracks und (Bitzcore) hat die Scheibe hierzulande vor einiger Zeit auch noch mal rausgebracht)
„Runnin’ Riot in `84“ LP (Syndicate) 1984 (1988 auf Link wiederveröffentlicht, 1994 auf  CD von Captain Oi)
„The Sun Says“ auf „The Oi Of Sex“ LP (Syndicate) 1984/ 1994 auf CD von (Captain Oi)
„True Grit“ (Razor) offizielle Wiederveröffentlichung des Debüts im Jahre 1987
„Live and Loud LP (Link) 1987 (vor nicht allzu langer Zeit auf (Knockout) wiederveröffentlicht
„Running Riot“ (Liveversion) auf „Oi Chartbusters Vol.1“ LP (Link) 1987
„Old“ auf „The Sound Of Oi“ (Link) 1987
„England belongs to me“ auf „Oi The Picturedisc“ PicLP (Link) 1987
„Run For Cover“ auf „Oi Chartbusters Vol.2“ LP (Link) 1987
„Working“ (liveversion) auf „Beat Of The Street“ LP (Link) 1988
„Teenage Heart“ auf „Oi! Chartbusters Vol.3“ LP (Link) 1988
„The Sun Says“ auf „The Oi The Picture Disc Vol.2“ PicLP (Link) 1988
„A Price Too High“ sowohl auf „A Guranteed Mug Free Zone“ LP (Link) 1988, als auch auf „The Joys Of Oi!“ LP (Link) 1990
„Running Riot“ (Livversion) / „England Belongs To Me“ auf „The Best Of Oi“CD (Link) 1991
„Running Riot/Live and Loud“ CD (Teichiku) 1991 (Japan only release)
„Shock Troops/Runnin` Riot in 84) (Slogan) 1992 (auf (Step-1) 1993 wiederveröffentlicht)
„Rarities“ CD (Link Collector) 1992
„Running Riot) (live) / „Run For Cover“ auf „Oi! Chartbuster Vol.1 & 2“ CD (Link) 1992
„Teenage Heart“ auf „Oi! Chartbusters Vol.3 & 4“ CD (Link) 1992
„Chip On My Shoulder“ (live) auf „The Best Of Oi! Vol.2“ CD (Link) 1992
„Old“ auf „Oi The Resurrection/The Sound of Oi!“ CD (Link Collectors) 1992
„Trouble on the terraces“ 7“ ((American Riot Squad) / Bootleg) 1993
„Live and loud“ SplitCD mit the BUSINESS (Step-1) 1993
„The best of COCK SPARRER“ (Step 1) 1993
„Guilty as charged“ LP/CD (Bitzcore) 1994
„Lat Train To Dagenham“ auf „For A Fistful of Yens“ CD (Bitzcore) 1994
„Runnin` Riot“ auf „Still Out Of Fucking Order“ CD (Step-1) 1994
„Rarities and more“LP (Take’em all) /Bootleg) 1994
„Still a teenager at heart“ 7“ (Bootleg) 1994
„Rumours carry more weight than facts“ CD (Step-1) 1994
„Run away“ 7“(Bitzcore) 1995
„Working“ auf „The Best Of Oi! Vol.3“ CD (Dojo)1995
„Run away“ 10“ Maxi/Maxi CD (Bitzcore) 1995
„Runnin` Riot across Europe“ CD (Bootleg) 1995
„Runnin`  Riot (live) / Bird Trouble“ auf „So you wanna be a Rock’n Roll Compilation“CD (Bitzcore) 1995
„England Belongs To Me/Argy Bargy“ auf „Oi! The Singles Collection Vol.1“ CD (Captain Oi)
„Two Monkeys“ LP/CD (Bitzcore) 1996
„Runnin` Riot acroos the USA“ DOLP/CD (TKO) 2000
„Back Home“ LP/CD (Knockout) 2000
„The Decca Years“ PicLP  (Captain Oi) 2006
„Here We Stand“ PicLP/CD  (Captain Oi) 2008
„Did you have a nice life without me / So many things“ 7“ (Captain Oi) 2008
„Did you have a nice life without me / So many things“ 7“ (Dirty Punk Records) auf 200 Stück limitierte Fanedition
Irgendwann ist glaube so um 2000 rum die „England belongs to me“ Single noch mal von der „Harry May Record Company“ wiederveröffentlicht worden. Und auch das kurzlebige LONSDALE RECORDS Label (damals offiziell vom gleichnamigen Textilhersteller lizenziert) hat irgendwann die „Rarities“ rereleast.

Basti mit ein wenig Unterstützung von Atakeks