Mono für Alle haben in ihrem Interview ein heißes Eisen angepackt. Sollten Bands, die in AZs auftreten, von der Gage ihren Lebensunterhalt bestreiten können? Falls sie das versuchen, ist das die Ausbeutung der DIY-Kultur oder die Ablösung von der kommerziellen Gesellschaft? Und was ist mit den Veranstalter_innen? Außerdem spricht die Band über Auftrittsverbote in Läden, deren Helfer_innen als strukturell antideutsch gelten und von ihrem Ärger über Bands vom Audiolith-Label. Wir geben euch über die Feiertage Gelegenheit, euch ein Bild von der Band zu machen.

Interview mit Mono für Alle! in der aktuellen Bombe #85:

Wir ihr bereits meinem Festival-Bericht vom „Back to Future“ im letzten Heft entnehmen konntet, war ich von der „Mono für Alle“ Show mehr als geflasht. Ich hatte die Band vorher noch nie live gesehen, kannte aber einen Großteil der Songs mit ihren zwar oft etwas plakativen, aber absolut kritischen Inhalten.
Außerdem waren mir einige Geschichten von Versuchen, die Auftritte der Band zu verhindern bekannt, aber auch die Probleme der Band mit dem Bayerischen Verfassungsschutz und einige mehr
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Jedenfalls bin ich in erster Linie mit der Band in Kontakt getreten, weil ich hier in der Region gern ein Konzert mit ihnen veranstaltet hätte. Leider ist dies nach einigem hin und her aber gescheitert, da die Jungs komplett andere Vorstellungen von Bandgagen und der Herangehensweise bei der Geldverteilung haben als ich.
Da dieses Thema innerhalb der Punkszene ja ein immer wiederkehrendes ist und ich meine Meinung dazu ja schon öfter im Plastic Bomb verkündet habe, möchte ich das hier garnicht werten, sondern lasse „Mono für Alle“ die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge selbst dar zu stellen.

Stellt euch mal kurz vor. Wer von euch beantwortet die Fragen, wie heißt ihr, wie lang gibt’s die Band schon und so weiter, damit man nen kleinen Einblick kriegt und weiß, mit wem man´s zu tun hat.

Guten Tag Ronja, also wir sind die Musikgruppe Mono für Alle!, gegründet in Gießen anno 2000, vorher haben wir unter anderen Namen und in diversen Besetzungen etwas herumexperimentiert. Das Interview beantwortet Sänger Mono.

Wenn man sich anschaut, was ihr in der ganzen Zeit in der es die Band gibt schon an Tonträgern veröffentlicht habt, ist das keine lange Liste, vor allem gab´s auch schon länger nix Neues. Warum kann man eure Songs in erster Linie runter laden und warum bringt ihr nicht alle Nase lang ne neue Studio-Platte oder CD raus?
Wir sind musikalisch nicht besonders produktiv, in erster Linie verstehen wir uns als Liveband. Wir produzieren zwar auch Tonträger und Shirts, die Konzerte stehen aber im Vordergrund, sowohl vom Arbeitsaufwand als auch von den Einnahmen. Außerdem halten wir es in Zeiten dauerhafter Reiz-& Informationsüberflutung für völlig unsinnig ständig neue Sachen zu veröffentlichen. Weniger ist mehr und Entschleunigung ist angesagt! Unsere Songs bieten wir alle kostenlos zum Download an, weil wir davon überzeugt sind, dass jeder dem die Musik richtig gut gefällt auch das Album kauft. Unsere Alben sind sehr aufwendig gestaltet, z.B. mit Holzcover, so dass der Fan etwas wirklich Besonderes mit einem gewissen Ewigkeitsfaktor bekommt. Gleiches gilt für die Shirts, die werden aus interessanten Stoffen handgenäht in Berlin, also auch keine Massenware von der Stange. Wir haben mit diesem Konzept bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Schätzt mal eure Publikum ein. Sind das eher junge oder alte Menschen? Würdet ihr sagen dass die meisten Konzertgäste Punks sind und ist der/die klassische Mono für Alle-Fan grundsätzlich politisch oder kann man die Mukke auch abfeiern, wenn man sich nicht für Politik interessiert, bzw kein sozialkritischer Mensch ist?
Das Publikum ist sehr gemischt, sowohl was das Alter als auch den Stil angeht. Es gibt Punker, Metaller, Elektroniker, Studenten, Renter... alles ziemlich durcheinander. Und weil wir inzwischen auch nicht mehr anfang zwanzig sind freut es uns natürlich, dass auch viele ältere Leute im Publikum sind. Nach unserem Eindruck sind auf jedenfall eher Menschen da, die Wert auf Inhalte legen, wobei man unsere Musik auch einfach so abfeiern kann.

Erlebt ihr manchmal Situationen, grade wenn ihr auf Festivals mit vielen anderen Bands spielt, dass Menschen, die euch noch nicht kennen, von der Show erschreckt werden? Also Menschen, die sich auf ne Partyband freun und dann von den Texten und eurem Auftreten überrascht werden?
Eigentlich erleben wir nur noch positive Reaktionen, selbst von denen die eine Partyband erwartet haben. Wir feiern ja auch eine Art monumentale Anti-Party und die kommt dann bei den meisten besser an als Hedonismus oder sinnentleerter Spaß-Spaß.

Dass ihr verkleidet und teilweise sogar unkenntlich ist hat nur mit der Show zu tun? Oder möchtet ihr tatsächlich nicht erkannt werden?
Die Verkleidung hat was damit zu tun, dass wir zunehmend in der Öffentlichkeit angesprochen wurden, privat aber nicht so gerne als Mitglied einer Musikgruppe auffallen wollten. Natürlich soll dann das Outfit auch irgendwie zur Musik passen, was nicht immer einfach ist, denn es gleitet schnell ins komödiantische ab wenn man sich verkleidet und das passt dann wiederum garnicht zur Musik, denn die ist ja wie gesagt garnicht lustig.

Ihr habt mir gesagt dass ihr in vielen Läden nicht oder nur nach langer Diskussion spielen konntet, weil „Antideutsche Gruppen“ euer Konzert verhindert haben. Erzählt mal, wie das gelaufen ist und welche Kritik da konkret geäußert wurde. Bzw falls nichts konkretes geäußert wurde, was denkt ihr welche Texte den Leuten nicht gepasst haben?
Angefangen hat die Auseinandersetzung schon sehr früh, in Marburg Ende der 1990iger, als die antideutsche Welle aus Frankfurt übergeschwappt ist und sich einige Leute zum Ziel gesetzt hatten, die Abendroth'sche Bewegungslinke in Marburg zu zerschlagen. Und so wurde dann während eines unserer ersten Konzerte im lokalen Subkulturzentrum der Strom abgeschaltet, weil wir "Boykottiert Mc Donalds" gespielt hatten. Der selbsternannte Chef von dem basisdemokratisch geführten Laden hat dann mit uns eine Diskussion angefangen, das unser Aufreteten pubertär und vor allem "antiamerikanisch" sei. Seitdem haben wir dort ein unausgesprochenes aber Konsequent durchgesetzes Auftrittsverbot. Es folgten später einige Jahre, wo in dem ehemals multikulturell und punk-geprägten Laden fast nur noch Elektro lief, Punk war dagegen scheinbar völlig verbannt worden.
Richtig heftig wurde der Streit dann in den Jahren 2004-2008, als der antideutsche Hype seinen Höhepunkt hatte und in vielen Städten zum Coolnessfaktor wurde. Zeitgleich und auch ein bißchen als Reaktion hatten wir die Single zum 11. September veröffentlicht. Da wurden dann ganze Webseiten, Flyer und Flugblätter gegen uns gemacht, es gab Störaktionen während der Show, Veranstalter wurden per Mail bedroht und manche Konzerte die schon gebucht waren wurden wieder abgesagt. In dem Live-Video zum 11. September kann man im Schlussapplaus noch etwas davon hören, "buhhh, ihr habt nichts verstanden" oder so ähnlich. Wir haben das Thema übrigens auch in dem Song "Ekelhafter Antisemit" konkret verarbeitet.

Ihr habt auch kritisiert, dass im Plastic Bomb Bands des Labels Audiolith interviewt wurden, welches scheinbar von vielen Menschen als „Antideutschen Label“ wahr genommen wird. Um genau zu sein habt ihr sogar vermutet, dass wir gern unseren Leser_innen-Kreis erweitern wollen. Was genau ist die Kritik, bzw kann man das so verallgemeinern, schließlich stellt sich Audiolith selbst nicht so dar und verbreitet meines Wissens nach keine Infos/Aussagen in dieser Richtung...

Audiolith muss seine politische Einstellung nicht gleich ins Impressum schreiben, trotzdem weiß doch jeder in der Szene wer wie wo was macht. Wer Bomber Harris feiern will geht auf's Audiolithfest und das "Intro" titelte erst kürzlich zum 10. jährigen Audiolith-Jubiläum "Antideutsch und angetrunken in die Charts". Es ist auch nicht so, dass wir Antideutsche oder Audiolith einfach wegen ihres Stils oder der politischen Einstellung unsympathisch finden und deswegen kein Interview von denen im PB lesen wollen, sondern problematisch finden wir die konkreten Zensuraktionen gerade eben aus der antideutschen Szene gegenüber uns und anderen: Hausverbote, Auftrittsverbote, Kleiderordnung, DIY-Bashing und im AZ kein PlasticBomb mehr auslegen dürfen. Das und noch einiges mehr ist für uns praktischer Ausdruck einer extrem reaktionären und antiemanzipatorischen Haltung und einen völlig unkritischen Audiolith-Werbeartikel im PB hätten wir da einfach nicht erwartet.
(anm.Ronja: wir hatten in der Vergangenheit 2 Interviews mit Bands, die auf dem Audiolith-Label sind. Das waren Feine Sahne Fischfilet und das Trouble Orchestra. Beide haben wir interviewt, weil wir die Bands geil finden und nicht, weil sie auf einem bestimmten Label sind...Also von einem Audiolith-Werbeartikel kann man hier wohl nicht sprechen)

Auf euer Webseite erklärt ihr gleich auf der Startseite „warum ein Mono für Alle-Konzert so günstig ist“. Als ich versucht hab, was mit euch auf die Beine zu stellen sind wir an den Peisvorgaben der meisten AZs hier in der Gegend gescheitert, die in der Regel nicht zulassen dass eine Band viel mehr als Spritgeld mit heim nehmen kann.
Wie lautet eure Kritik an diesem System? Es ist ja schon euer Anspruch, von der Musik leben zu können. Aber ist das fair zB den Leuten gegenüber, die das Konzert veranstalten, an der Bar stehen oder danach aufräumen? Bzw wie teuer müsste der Eintritt sein, damit auch all diese Leute ne faire Bezahlung erhalten, der Laden finanziert werden kann und was hat DAS dann noch mit nem AZ tun? Bzw wo liegt dann noch der Unterschied zu nem kommerziellen Laden, wo das ja genau so läuft (alle kriegen Gehälter und der Eintritt+Getränke kosten deutlich mehr Geld) ?

Es ist völlig richtig, wir wollen von der Musik leben und zwar selbstbestimmt. Insofern ist es absolut widersprüchlich, wenn ein AZ selbstbestimmtes Leben propagiert, den Musikern aber ganz konkret die Möglichkeiten dazu nimmt, indem es ihnen vorschreibt, dass sie nichts "verdienen" sollen in einem System, wo Verdienen zum täglichen Überlebenskampf gehört. Die Perspektive dieser Konzertpolitik lautet: Jobceter oder Lohnarbeit. Und die Sache ist ganz besonders widersprüchlich, weil es überhaupt keinen logischen Grund dafür gibt, denn unsere Konzerte sind mit 8 Euro nicht so teuer, das irgendwelche Leute deswegen wegbleiben würden. Im Gegenteil, sie trinken dann vielleicht ein zwei Bier weniger und haben dafür eine richtig geile Show von der sie begeistert erzählen und in Folge dessen kommen auch andere, neue Leute ins AZ und freuen sich. Und die Leute an der Bar? Entweder machen die das wie so oft behauptet ehrenamtlich aus Spaß an der Freude oder als politisches Event oder die Barleute wollen oder müssen eben auch Geld verdienen und nehmen 50 Cent mehr für das Bier oder Spenden oder einkommensabhängige Zahlungen oder oder oder... dafür können sie dann vielleicht einen Tag weniger in der Woche kapitalistischer Lohnarbeit nachgehen. Und der Unterschied zum Kommerzbetrieb: Es gibt keine Hierarchien, keinen Chef der an der Arbeit anderer vedient, das Konzert kostet eben auch keine 15 oder 20 Euro sondern auch mal nichts oder nur 3 Euro, denn jeder kann Konzerte machen wie er will usw.. Kapitalismus abschaffen wollen bedeutet Alternativen aufzuzeigen und nicht einfach nur das stupide Gegenteil zu machen.

Erzählt mal kurz die Geschichte, als der Bayerische Verfassungsschutz hinter euch her war. Wie lautete der Vorwurf und was ist passiert, dh in wie fern sind die in euer Privatleben eingedrungen und mit welcher Begründung? Was kam am Ende dabei raus? Seid ihr kriminell :-) ? Ich glaub später gab es dann auch nochmal Ermittlungen wegen dem Amoklauf-Lied...oder war das die gleiche Geschichte?
Vom Verfassungsschutz kam irgendwann mal eine Mail, wir sollten den gleichnamigen Song von unserer Webseite nehmen. Wir haben nicht reagiert und es ist erstmal nichts weiter geschehen.  2009 erzählten dann unsere Eltern, dass der Staatsschutz bei ihnen gewesen sei und sich nach uns erkundigt hätte. Wir schalteten einen Anwalt ein und bekamen so Akteneinsicht: Es gab ein Ermittlungsverfahren wegen "Anleitung zur Straftat" und wir wurden seit einiger Zeit überwacht. Dann folgte ein zweijähriger Schriftwechsel zwischen unserem Anwalt und den Behörden. Das letzte was wir gehört haben ist, dass die Ermittlungen vorerst eingestellt worden sein sollen, allerdings sei bei weiterer Aufführung des Liedes Amoklauf "mit keiner weiteren Nachsicht zu rechnen". Hört sich auf jedenfall spannend an, mal sehen was noch so passiert...

Ihr seid ja in euren Texten schon seeehr kritisch, dh ihr singt in einem sehr zynischen Ton zu Themen wie McDonalds, den herrschenden Zuständen, kritisiert den Kapitalismus im Allgemeinen, äußert Regierungskritik und hattet sogar ein Lied zum 11.September, für das ihr in den USA vermutlich eingewandert wärt. Ist es nicht fast verwunderlich, dass ihr noch nicht öfter in die Fänge des Staatsschutz geraten seid?

Wir haben trotz unserer staatskritischen Haltung nicht damit gerechnet, dass man nur so wenig leisten muss, um für die Überwacher relevant zu werden. Es gibt aber inzwischen genügend andere Beispiele die belegen, dass das nicht die Ausnahme ist. Der Staat versucht einzuschüchtern und gerade in Zeiten zunehmender sozialer Spannung für Autorität und Ruhe zu sorgen. In Deutschland funktioniert das sehr gut und die Grenzen der Meinungsfreiheit werden je nach gesellschaftlicher Lage neu definiert. Einiges was in den 1980igern durchaus normale Kunst war könnte heute problemlos als Straftat gelten. An solchen Dingen sieht man sehr gut wie sich die Gesellschaft verändert.

Hat euch das allein vielleicht auch schon Türen verschlossen, also dass Ladenbesitzer_innen gekniffen haben und euch irgendwie als radikal oder sowas eingestuft haben und ihr darum nicht spielen konntet?
Nein, die Veranstalter in den Klubs wo wir auftreten haut da so schnell nichts um.

Habt ihr noch andere Kanäle, über die ihr euren Unmut äußern könnt, bzw habt ihr eine Plattform, auf der ihr euch irgendwie auskotzen könnt? Und seid ihr noch in irgendwelchen Gruppen aktiv?
Unser Drummer ist im Schützenverein, der Basser ist inoffizielles Mitglied der "Zellen des Feuers" und ich kacke einmal die Woche vor die Volksbank... nein ;-)

Erzählt mal ein bisschen von Griechenland: ich hab gehört dass ein Kollektiv dort eine ganze Insel gekauft hat, auf der auch ihr einen Teil des Jahres verbringt. Ist das so richtig? Was ist das für ein Kollektiv, wie viele Menschen sind da aktiv? Wo kam das Geld für den Kauf her? In wie fern könnt ihr auf euer Insel eure eigenen Regeln machen? Wie versorgt ihr euch dort? Und natürlich: in wie fern wirkt sich die griechische Wirtschaftslage auf das alles aus?

Das sogenannte "Kollektiv" besteht genau aus drei Leuten und wir möchten uns an dieser Stelle auch ganz herzlich bei den Fans für das Geld bedanken, es ist sinnvoll angelegt und der Kaufpreis war 2004 so niedrig das man fast von einem Geschenk sprechen kann. Es handelt sich übrigens nicht um eine ganze Insel sondern um ein größeres Landstück auf einer sehr kleinen Insel. Wir haben dort in den letzen Jahren ein recht ansehnliches Haus aus den herumliegenden Natursteinen gebaut, frei nach dem Motto "luxus für alle", und wir waren unter anderem auch deswegen nicht sonderlich musikproduktiv. Inzwischen bin nur noch ich längerfristig dort, den anderen war das mit 20 älteren Einwohnern dauerhaft zu einsam. Jetzt wo das Haus fertig ist kommen viele Freunde und in einem Teil haben wir Flüchtlinge untergebracht. Es gibt einen Gemüsegarten und Hühner zur teilweisen Selbstversorgung und einen Trinkwasserbrunnen.
Zur Krise: Auf der Insel merkt man davon nicht viel, weil sich die zwanzig Einwohner fast alle selbst versorgen und zum Teil ausländische Renten beziehen. Auf dem Festland, besonders in Athen sind die Auswirkungen jedoch ziemlich deutlich. Die Leute sparen extrem, viele Läden sind geschlossen, ganze Shoppingmeilen veröden. Vorgestern wurde ein linker Rapper von Anhängern der Nazi-Partei Chrysi Avgi getötet, die stehen bei Umfragen um 14%. Die Medien haben in den letzten Monaten gegen Flüchtlinge und Linke gehetzt, jetzt läuft in den gleichen Medien gerade eine riesen Anti-Nazi-Show und die Regierung spielt sich als Ordnungsgarant auf, der das Land vor Rechts- und Linksextremisten gleichermaßen schützen muss. Ich glaube aber nicht, dass diese Rechung aufgeht, die Bevölkerung in Griechenland ist im Vergleich zu Deutschland viel politisierter und die letzte Wahl konnte nur sehr knapp nach einer riesengroßen Angst-Kampagne von Samaras gewonnen werden. Aktuell steht die Regierung ziemlich schlecht da, auch in den Umfragen und ich rechne mit vorgezogenen Neuwahlen nach dem nächsten großen Knall.

Erzählt mal noch, welche Musik ihr so bevorzugt und ob sich diese auf eure eigenen Songs auswirken. Hat sich da im Laufe der Zeit auch was verändert?

Wir hören alle sehr unterschiedliche Musik, also jeder fast jeden Stil. Das hat sich auch noch nie verändert, ich hole immer mal wieder die Platten raus die ich vor 15 Jahren schon gehört habe. Einflussreich für unsere Musik waren sicherlich Emerson, Lake & Palmer, Ton Steine Scherben, Sepultura und Ennio Morricone.

Ist es euch, wenn ihr selbst zu Konzerten geht auch wichtig, dass den Gästen eine Show geboten wird? Oder wäre das eine doofe Erwartungshaltung? Ich denk da nur an Adicts die sicher manchmal kotzen wenn sie sich die lustige Clownsschminke auftragen müssen, weil die Leute das einfach erwarten...

Wir selber wollen Show bieten, aber nicht als künstliche Inszenierung sondern die Autentitzität ist eben auch oder vielleicht sogar der wichtigste Anspruch an diese Show. Gleiches erwarte ich auch wenn ich auf Konzerte von anderen Bands gehe, da muss es echt sein und emotionsgeladen. Wenn ich das Gefühl habe, dass bei einem Konzert Routine am Start ist oder Theater gespielt wird oder oder dass auf der Bühne nur Publikumserwartungen befriedigt werden finde ich das totlangweilig und schlecht.

Wenn ihr jetzt noch Anmerkungen habt oder irgendwas sagen wollt, was zu keiner Frage gepasst hat, immer raus damit....!

Wir mixen gerade die Single zu "Gentrification", vielleicht ist die schon fertig und online wenn das Interview rauskommt, also checkt mal unsere Webseite. Außerdem gibt es im November noch ein paar Zusatzkonzerte zur Weltuntergangstour...