The Tips haben eine neue Veröffentlichung zu vermelden! Am Freitag den 22. November erscheint auf Long Beach Records ihre neue Scheibe "Trippin´" Wir haben für euch eine Verlosung angeleiert, ihr könnt ein the Tips-Paket mit folgendem Inhalt gewinnen:
1 x THE TiPS - Trippin': Album
, 6-Panel Digipak, das Artwork stammt von Opie Ortiz (Long Beach Dub Allstar Mitglied, Tattoo-Künstler und Sublime Artwork-Zeichner von u.a. dem Multiplatin-Album Sublime, sowie Zeichner der berühmten Sublime Sonne
1 x THE TiPS / Rantanplan - Aero-Social: 7 Inch Split mit Rantanplan. Der Erlös aus dem Verkauf geht an das Aerosol Gelände, eine Street-Art Outdoor-Arena in Magdeburg (für Sprüher und so)
1 x DINA 3 Druck der Original Zeichnung des Trippin' Artworks von Opie Ortiz
1 x THE TiPS Logo Shirt (Größe nach Wahl)  

Was ihr tun müsst, um zu gewinnen, erfahrt ihr am Ende des Interviews, das Basti mit der Band geführt hat:

Ihr setzt euch ja auch unter anderem für die Legalisierung von Marihuana ein. Nun hat das Verfassungsgericht ja bereits 1994 erklärt, dass so etwas wie ein Recht auf Rausch aus dem Grundgesetz nicht ableitbar sei und es deshalb auch nicht für den Gesetzgeber nötig sei, Marihuana mit wirksamsgleichen oder -stärkeren Substanzen wie Alkohol oder Nikotin gleichzustellen. Letztendlich sei das Betäubungsmittelgesetz angemessen, da staatliche Organe bei geringfügigen Verstößen von einer Verfolgung von vornherein absehen könnten. Das Bundesverfassungsgericht mahnte lediglich an, dass dies innerhalb der einzelnen Bundesländer einheitlich zu geschehen habe. Wie stellt ihr euch angesichts dieser doch recht entmutigenden Entscheidung eine Legalisierung hierzulande vor?

Aljoscha: "Ich verstehe nicht warum Alkohol Legal ist und Cannabis nicht. Bei einer "Überdosis" THC bekommt man Heißhunger auf Cookies. Bei Alkohol endet das viel zu oft Tödlich. Andere Leute trinken gerne Kaffee und manche rauchen sich gerne einen Joint wenn sie von der Arbeit kommen. Ich finde das es hier in Deutschland auch Coffeshops geben sollte. Es ist unglaublich wie viel Geld dem deutschen Staat entgeht."
Philip Pfaff: Momentan sieht es ziemlich mau aus. Ich denke nicht das es grade bei so einem großen Schritt wie der Legalisierung ohne einen bundesweiten Konsens zu einem Alleingang einzelner Bundesländer kommen wird.
Wo ja selbst vermeintlich „liberale“ Bundesländer oder auch Grün-regierte sich ziemen in diese Richtung Politik zu machen. Und dann haben wir ja auch noch die große Koalition…

 

 

Zwei der Argumente, welche Gegner gegen die Legalisierung von Marihuana häufig anführen sind deutlich größere Mehrausgaben, insbesondere bei den Krankenkassen und bei der Kontrolle rauschbedingten Fehlverhaltens beispielsweise im Straßenverkehr, welche nicht durch die Mehreinnahmen im Bereich der Genuss- und Verbrauchssteuern gedeckelt würden. Zudem hätte die Legalisierung das Ergebnis, dass die Mehrheit der Nichtkonsumierenden die Folgekosten des Drogenmissbrauchs einiger weniger zu tragen hätte. Was sagt ihr zu diesen Argumenten und wie stellt ihr euch ein praktikable Lösung im Bereich des Straßenverkehrs vor (nach der jetzigen Gesetzeslage ist es ja möglich, dass jemand seinen Führerschein verliert weil er vor 2 Wochen gekifft hat...)?

Janosch:
Diese Diskussion ist zur Zeit noch ein wenig holprig und mit einigen Vorurteilen behaftet , oder ?
Interessant ist ja, dass es in der ganzen Debatte wieder darum geht, wie entstehende Mehrkosten für den Bund und die Krankenkassen gedeckelt werden können und da denke ich, ist es doch wichtig auf den ganze Bürokratische Aufwand der durch die Kriminalisierung von Cannabis ensteht zu schauen. Es gibt ja bereits heute Stimmen die davon ausgehen, das hierbei am Ende tatsächlich auch Kosten eingespart werden können.
Des weiteren ist ja auch das Strafmaß völlig unverhältnismäßig und aktuell nicht konkret auszuwerten und natürlich ist die Anzahl der Autofahrer bei Drogenkonsum besonders hoch, wenn nicht ausdifferenziert wird zwischen dem Konsum von vor 2 Stunden oder ob er 1-2 Tage zurückliegt.

Philip Pfaff: Hierbei sehe ich es ähnlich , diese Argumentation hinkt ja ein wenig. 96,8 % der Bevölkerung trinkt Alkohol. Davon Natürlich nicht alle im Gesundheitsschädigendem Maße. Trotzdem sind die Krankenkassenausgaben auch da nicht gerecht verteilt. Daran denkt aber meistens keiner in der Diskussion um die Legalisierung, aber das Argument zieht halt, weil es da die Leute scheinbar direkt betrifft, wenn Marihuana legalisiert wird.

Bereits auf eurem Debüt konnte man hören, dass ihr keine schlechten Musiker seid. Wie seid ihr überhaupt zum Musik machen gekommen? Kommt ihr aus musikalischen Familien, habt ihr euch das musizieren selber beigebracht? In welchen anderen Bands seid ihr vor den TIPS noch aktiv gewesen?


Aljoscha: "Mit 3 oder 4 jahren habe ich auf Kochtöpfen angefangen Schlagzeug zu spielen. Später habe ich noch ein paar andere Instrumente gelernt. Die Zeit, die andere für die Schule genutzt haben. habe ich genutzt, um mir möglichst viele Instrumente beizubringen. Ich kann`s keinem empfehlen, da man ohne Schulabschluss nicht die besten Chancen hat! Vor den Tips gab es ein paar Punkbands. Nach der Gründung der Tips habe ich noch für ein Jahr bei Fahnenflucht gespielt.

Janosch: Wir hatten damals bei meinen Eltern einen Proberaum, in dem alles an Equipment vorhanden war und wir rund um die Uhr Proben durften. Bis zur ersten Band hat es dann auch nicht besonders lange gedauert und mit Ali hatte ich im Vorfeld auch schon mal ein kurzes Bandprojekt. Vor einiger Zeit hab ich noch bei AND NOW RUN am Schlagzeug ausgeholfen und deren Demo CD aufgenommen, sowie ein paar Konzerte für die Jungs gespielt.

Pfaff: Meine Mutter ist Organistin und Musikschullehrerin und auf Vaters Gitarre hab ich früher die ersten Basslines gezupft. Bandtechnisch war ich vorher mit Skapanska und Z21 im Ska/Punk Sektor unterwegs hab aber auch Ausflüge zum Hardcore und sogar zum Indie unternommen.

Apropos Debüt, das erschien ja auf Rotlicht Records, warum seid ihr eigentlich zu LONG BEACH RECORDS gewechselt?

Pfaff: Irgendwann kam der Anruf vom Gernot und nachdem wir uns mit ihm getroffen hatten, haben wir den Schritt gewagt. Das Paket ist einfach größer geworden.

Janosch: Mit Long Beach Records geht für uns ja auch ein kleiner Traum in Erfüllung. Im Vorfeld der neuen Platte hatte ich lange mit allen beteiligten Telefoniert und wir sind dann gemeinsam zum Entschluss gelangt, das Long Beach Records uns ein paar neue Türen öffnet und wir gerne diese Möglichkeit wahrnehmen möchten. Weiterhin stehen wir auch immer noch mit Lars (Rotlicht Records) und den Skatoons in Kontakt und werden uns hin und wieder in Zukunft die Bühne teilen.

Aljoscha: Die Leute von Rotlicht Records haben uns sehr weiter geholfen. Longbeach hat uns einfach ein Angebot gemacht, was wir nicht ablehnen konnten...

Gibt es irgendwelche Stücke, welche euch auf dem neuen Album besonders wichtig sind und wenn ja warum?

Aljoscha:
"Für mich ist es Aint got no. Ich mag ganz einfach die 90er und mit den Scratches klingt es schon sehr danach.

Janosch: Ja Aint got no ! Bei diesem Song hat es vor allen Dingen Spaß gemacht, auch unseren Techniker, den Manuel Aka „Coop the radical“ mit einzubeziehen. Er ist auf jedem Konzert mit am Start und darf natürlich nicht auf der Platte fehlen.

Wie kam es eigentlich zu der Opie Ortiz Connection?

Pfaff:
Gernots Long Beach Connections….

Janosch: Wir haben zusammen halt überlegt wie das Cover ausschauen soll und wer dafür in Frage kommt, da haben wir einfach mal ein bisschen rumgsponnen. Gernot hatte dann noch einen alten Kontakt am Start und wir sind natürlich direkt drauf eingegangen. Gernot hat ihm ein paar Songs von der neuen Platte vorgespielt und ab da an war er in das neue Projekt involviert.


Ihr habt ja nie eine Hehl draus gemacht, dass ihr sehr stark von SUBLIME beeinflusst seid. Was ist denn eure liebste Platte von SUBLIME, welche Songs gefallen euch am besten und warum?

Aljoscha:
Meine Lieblings Platte ist die "40 oz to freedom". Ich mag diesen Sound, der etwas rough ist und irgendwie dreckig klingt. Dann hat man mal einen Song wie "Badfish" der sehr clean klingt. Einen Lieblingssong habe ich nicht, die sind alle gut.

Pfaff: Da bin ich, glaube ich, ähnlicher Meinung, finde die "40 Oz to freedom" nach wie vor am besten. Beim ersten mal hören wusst ich nich, ob ich das voll scheiße oder voll gut finde. Letzteres war der Fall.

Janosch: Die ganzen Samples und der Sound der Robin the Hood ist aber auch nicht zu verachten…

Wie habt ihr den damaligen Streit um die Reunion ohne Originalsänger wahrgenommen?

Aljoscha:
Ich kann verstehen, das Bud und Eric ziemlich heiß darauf waren, die ganzen Songs nochmal Live zu spielen. Mittlerweile müsste die Band ja "Eric Wilson with Rome and Josh Freese" heißen.

Pfaff: Naja , als der erste Song der Neubesetzung raus kam dachte man schon: „Yeah das is fett!“ vom Rest des Albums is aber nich so viel hängen geblieben.

Ihr seid ja als Band recht engagiert. Ihr habt beispielsweise beim „Dance against Discrmination“ und auf der „Hanf-Parade“ aufgespielt und auch eine Benefizsingle zusammen mit Rantanplan für das Aerosol-Gebäude des Freiluft-Ateliers e.V. Magedeburg aufgenommen. Plant ihr in der Zukunft ähnliches? Wie wichtig ist es euch, dass ihr euch (über eure Texte und Musik hinaus) für etwas als Band engagiert und nach welchen Kriterien wählt ihr die Ziele für eurer Engagement aus?

Pfaff:
Du trägst als Band ja auch irgendwie was nach außen. Das kannst du über Texte machen oder halt, indem du deine Kanäle nutzt um auf gute Projekte aufmerksam zu machen. Das Aerosol Arena -Ding z.B. kam daher, dass wir dort spielen durften, ne gute Zeit hatten und das Projekt an sich ziemlich cool fanden. Und wenn man es dann schafft das der ein oder andere durch sowas wie die 7“ darauf Aufmerksam wird, dann ist das ne gute Sache.

Was waren die größten Fehlkäufe in Sachen Musik, welche ihr bisher gemacht habt?

Aljoscha:
"Diverse Bob Marley Kasetten! Alle hatten einen anderen Namen aber es waren immer die gleichen Songs drauf.

Jansoch: Manchmal kaufe ich einfach alte Schallplatten beim Trödelmarkt oder beim Händler auf gut Glück, ohne zu wissen welche Bands sich darauf befinden, da kommt dann doch allerhand zusammen.. Da haben sich mittlerweile einige Schlager-Sammeleditionen eingeschlichen die nicht mein Herz gewinnen konnten..

Pfaff: Eigentlich hatte ich bisher immer Glück.

Wenn THE TIPS keine Band sondern ein Film wäre, welches Genre wäre dieser Film, wer würde euch spielen und wer dürfte die Regie führen?

Aljoscha:
"Es wäre wohl ein Roadtripfilm in dem exzessive Partys gezeigt werden. Ich wüsste nicht, wer mich spielen könnte aber für Janosch würde wohl nur Robert Pattinson in Frage kommen.

Janosch: Vielleicht auch eine Mischung aus Roadtrip und dem A-Team: jeder hat in der Band  seine Aufgaben und beim A-Team überzeugt jeder Charakter auch durch seine Ressourcen.
Vielleicht aber auch eher wie "per Anhalter durch die Galaxis", halt alles ein bisschen schräg und bunt , komische Charakter und einfach durchgeknallt…

Pfaff: Harte Frage…ich hab jetzt spontan irgendwie an Superbad gedacht, weil die 3 da auch den ganzen Film lang rumeiern und nich alles glatt läuft, doch am Ende läuft dann irgendwie doch wieder alles. Das alles halt mit ner Prise Humor und fertig.

Schon irgendwelche Pläne oder gute Vorsätze fürs nächste Jahr?

Aljoscha 
"Wir werden auf jeden fall wieder viel Touren. Ein guter Vorsatz für uns alle wäre ein bisschen mehr Sport.

So, jetzt habt ihr euch das Gewinnspiel verdient. Schreibt bis Sonntag den 24.November eine email an gewinnspiel[at]plastic-bomb.de mit dem Betreff "the Tips" und nennt direkt eure Postadresse + TShirt-Größe.  Viel Glück !!

Interview von Basti