Beatdown_logo3Die großartige ONE NIGHT BAND aus Montreal ist ja leider schon eine ganze Weile Geschichte. Die Nachfolgeband THE BEATDOWN ist aber glücklicherweise nicht minder genial und hörenswert. Das größte Plus der Kollegen ist vielleicht ihre musikalische Unbekümmertheit. Die neue Platte, übrigens bereits das zweite Werk der Kanadier, ist einfach ein Killer (hier geht es zum Review der aktuellen Platte vom Micha) nicht mehr oder minder. Versiert und unbeschwert zugleich schütteln die Herren frech einen Hit nach dem anderen aus den Ärmeln ihrer Anzüge.  Rocksteady trifft sich mit den Kollegen Reggae, Ska & Soul um gepflegt einen drauf zu machen und Gevatter Punk wird auf dem Weg zur Kneipe auch noch zum Mitsaufen rekrutiert. Hier nun ein kleines Kurzinterviewhäppchen für Zwischendurch mit Sänger und Gitarrenmann Alex.

 

 

PB: Was ist  eigentlich der Unterschied zwischen THE ONE NIGHT BAND und THE BEATDOWN?

Alex: THE BEATDOWN haben einen stärkeren Rock-Einfluss. Wir orientieren uns am klassischen Lineup (Drum, Bass und 2 Gitarren) und versuchen unsere eigene Art des Reggae zu spielen. Die ONE NIGHT BAND war eher der Versuch ein Potpourri aus dem alten Jamaika-Sound zu basteln...

PB: Wenn THE BEATDOWN ein Film und keine Band wäre, wer würde dich spielen und zu welchem Genre würde besagter Streifen gehören?


Alex: Definitiv ein Gangsterfilm, was wie SKARFACE oder dergleichen, aber mit ner ordentlichen Jamaika Schlagseite. Jimmy Cliff könnte mich spielen :), warum nicht!

PB: Eigentlich gibt es schon einen Film namens THE BEATDOWN, kennst du den Film zufällig (Anm. Basti: Fight Club meets Bloodsports in billig, „a quartet of neckless types preparing to compete in underground fight competition“ (Total Film) Einziges Plus ist vielleicht, dass die sympathische Hackfresse Danny Trejo ne Nebenrolle spielt.)?

Alex: Wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, werde ich mir aber definitiv wenn ich wieder zu Hause bin angucken.image

Basti: Irgendjemand hat euch mal als Missing Link zwischen den SLACKERS und den AGGROLITES bezeichnet, wie würdest du eure Musik beschreiben?

Alex: Wir bezeichnen unsere Musik als Northern Reggae, unsere höchst eigene Mischung aus Reggae, Rock `n`Roll und Soul.

PB: Wie bist du eigentlich zum SKA gekommen?


Alex: Im Alter von 16 bin ich zum SKA gekommen. Ich hab damals so Bands wie die PLANET SMASHERS gehört und natürlich auch BOB MARLEY...

PB: Irgendwelche andere zeitgenössische Musik, welche ihr mögt?


Alex: Wir spielen zwar Reggae, aber das ist nicht die einzige Art von Musik die wir hören. Wir mögen tonnenweise Musik aus anderen Genres, von Jazz bis Hardcore. In der letzten Zeit höre ich recht viel Soul, Wilson Pickett, Sam & Dave und all die anderen Kollegen!

PB: Wenn du ein Konzert mit den Musikern, welche du am meisten schätzt, spielen könntest, wer wäre in diesem Fall in deiner Band?

Alex: Ich glaube, ich würde mit den gleichen Typen, mit denen ich derzeit spiele, auftreten. Wir sind wirklich gute Freunde und gleichzeitig so etwas wie eine gut funktionierende Problemfamilie und ich weiß das meinerseits wirklich zu schätzen. Großartig wäre vielleicht noch ein Organist im Team und ein paar zusätzliche Bläser dazu.

imagesPB: Ihr kommt ja bekanntlich aus Montreal. Gibt es ein paar Ecken, welche ihr empfehlen könnt, wenn jemand eure Stadt besucht und gibt es irgendwelche lokale Bands, welche man kennen sollte?

Alex: Aber sicher! Ich würde vorschlagen das  Plateau Mont-oyal zu besuchen. Ein typisches Kiez in Montreal, mit guten Restaurants, Bars, Clubs, Cafés etc.. Die Altstadt ist bei Besuchern auch allgemein beliebt. An Bands fallen mir spontan DANNY REBEL & THE KGB und THE FUNDAMENTALS ein, beides wirklich großartige Bands aus Montreal.  

PB: Mögt ihr Eishockey? Wenn ja wer ist eure Lieblingsmannschaft und wer eurer Lieblingsspieler?  


Alex: Wir lieben es! Unser Lieblingsteam sind (selbstverständlich) die Montreal Canadians, aber Mike unser Drummer ist seinerseits ein großer Flyers Fan. Wir wetten sogar auf Spiele, wenn wir auf Tour sind und so ein Zeuchs.

PB: Ihr wart letztens in Deutschland auf Tour. Was waren eure Eindrücke?

Alex: Die deutsche Szene ist wirklich gut organisiert und auch ansonsten wirklich gut für Bands wie die unsere.  Jedes mal wenn wir rüber nach Europa kommen, haben wir das Gefühl, dass die Leute hier wirklich große Musikfans sind. Einfach Leute, welche die guten Dinge im Leben wie Essen, Bier und Musik zu schätzen wissen und die zu den Shows kommen um eine gute Zeit zu haben.

PB: Irgendwelche letzten Worte?
Alex: Danke für das Interview! Checkt unsere Band-Website (www.thebeatdownmusic.com) für mehr Infos!

Interview von Basti

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Hier gibt es die Platte...