Das Burning Summer Open Air findet auch in diesem Jahr, vom 6. bis zum 8. Juli wieder statt. Austragungsort ist Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und was uns da genau erwartet erzählt Mitveranstalter Lukasz:

Das Festival findet inzwischen zum 6.mal statt. Habt ihr langsam das Gefühl, etwas mehr Routine zu kriegen oder warten jedes Jahr neue Herausforderungen und Neuerungen auf euch?

Auf jeden Fall nimmt man aus den vergangenen Jahren seine Erfahrungen und auch Routine mit, aber da wir in jedem Jahr frische und andere Ideen haben, ergeben sich auch so immer neue Herausforderungen. Sicher gibt es auch Bereiche oder Abschnitte in der Vorbereitung und  Durchführung bei denen wir schon eine starke Routine entwickelt haben. Zum Glück haben machen aber immer neue Menschen mit, die alle verschiedene Ideen, Auffassungen und Charakterzüge haben, so dass es jedes Jahr aufs Neue spannend bleibt.  Wir wollen uns ja auch nicht festfahren, sondern weiterentwickeln.

Ihr macht das ja nicht professionell, müsst euch aber sicher trotzdem an alle Gesetzte halten, z.B. was Jugendschutz, große Menschenansammlungen u.s.w. angeht. Habt ihr da eine Rechtsberatung oder müsst ihr euch alles selbst anlesen?

Dieser Teil ist für uns als Veranstalter und auch Jugendverein  wichtig. Zum einen haben wir aus den letzten 8 Jahren Projekterfahrungen uns vieles selber und durch andere angeeignet. Und zum anderen stehen uns auch heute noch Personen zur Seite, die sich beruflich mit solchen Themen auseinander setzen. Dieser Background ist für uns sehr hilfreich, denn wir lesen selten das BGB als Nachtlektüre. :)



Das Festival wir im Rahmen eines Vereins von Jugendlichen organisiert. Wie kommen diese Kids zu euch? Sind das in jedem Jahr die Gleichen?

Es gibt seit mehreren Jahren einen festen Kern des Burning Summer Teams. Dieser besteht aus ca. 6 Personen, die auch im Vorstand oder als allgemeines Mitglied im Verein und anderen Projekten von uns aktiv sind. Der Rest des 25-köpfigen Teams in diesem Jahr ist zum Teil seit 2 Jahren dabei. Dann haben wir in diesem Jahr auch wieder 5 „Neulinge“. Im Großen und Ganzen kann ich also sagen, dass der Kern meistens gleich bleibt, aber jedes Jahr wieder welche gehen und auch neue Jugendliche dazu kommen.  Die Jugendlichen nehmen meistens übers Internet mit uns Kontakt auf  oder es sind Freunde von schon aktiven Orga-Mitgliedern.


Was sollen sie während des Prozesses alles lernen und mitnehmen?


Für uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen bei uns ihre Interessen und Ideen ausleben können. Sie sollen Spaß haben und lernen  erfolgreich zu agieren. Wir haben  viele Bereiche, wie zum Beispiel Presse, Design, Technik, Booking in denen sie ihre Erfahrungen sammeln können und später evtl. etwas damit anfangen können. Einige von uns sind momentan in einer Ausbildung im Eventbereich oder studieren Kunst und Medien. Auch von unseren jungen Mitgliedern streben einige eine solche ( fragliche :) Karriere an.

Nach welchem Prinzip wählt ihr die Bands aus?


Toleranz und Vielfalt steht bei uns an erster Stelle. Und dies spiegelt sich auch seit Jahren in unserem Line up wieder. Jeder von uns hat einen anderen Musikgeschmack und dadurch kommt auch das durchwachsene Musikprogramm, das sich von Punk über Elektro bis Metal oder Ska zieht. Einerseits gehen wir eigenständig auf die Suche nach Headliner, aber wir wollen auch die regionalen und „kleinen Bands“ fördern und somit flattern jedes Jahr rund 100 Bewerbungen bei uns rein, die wir alle durchgehen und nach und nach ausfiltern und dann entscheiden wir im Booking-Team gemeinsam welche Bands wir nehmen.


Was ist auf dem Festivalgelände zu beachten, kann man zelten, was darf man mitbringen, was nicht (Hunde, Grill, Glas etc.) kostet das extra?

Zelten und Parken (auf dem Parkplatz) ist kostenlos. Aber wie jedes Jahr gibt es Neuerungen über die wir momentan noch am diskutieren sind. Zum Beispiel überlegen wir gerade, ob wir in diesem Jahr PKWs auf dem Zeltplatz gegen einen kleinen Aufpreis gestatten, da dies laut unserer Besucherrecherche ein kleines Manko der letzten Jahre war. Grillen ist gestattet, aber nur auf den dafür vorgesehen Plätzen, denn das Festivalgelände befindet sich an einem Naturschutzgebiet und daher haben wir verstärkte Auflagen der Stadt. Hunde sind auf unserem Gelände nicht erlaubt, weil wir ein Festivalgelände mit Partystimmung und lauter Musik nicht gerade als tierfreundlich einstufen. Auch die Mitnahme von Glasflaschen ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Wie jedes Jahr gilt: KEINE NAZIS, KEINE PATRIOTEN und KEINE NAZIS!


Was ist noch an Rahmenprogramm (Spiele, Vorträge, besonderes Essen usw) zu erwarten?


Neben den beiden Hauptbühnen gibt es noch an beiden Tagen eine After-Show-Party mit DJs bis morgens 06.00 Uhr, zwischen Drum & Bass bis hin zum Trash sollte alles dabei sein. Zudem sind auch viele weitere Vereine und Organisationen vor Ort, die unsere Besucher mit kulturellen und politischen Ständen und auch Vorlesungen informieren. Auch wieder ein Kunst-Workshop ist geplant. Weitere Aktionen sind noch angedacht. Besonders ist bei uns, dass wir uns immer bemühen das Gelände jedes Jahr etwas anders und interessant zu gestalten. Deshalb haben wir in diesem Jahr auch eine neue Arbeitsgruppe gebildet die sich ausschließlich nur damit beschäftigen wird…. also SURPRISE, SURPRISE  was euch noch so erwarten wird!

alle Infos HIER

Danke für das Interview und viel Erfolg mit dem Festival!!