399px-Muammar_al-Gaddafi_at_the_AU_summitWer die letzten Bond Filme alle zu langweilig fand und eher auf die Klassiker (ganz gleich ob mit Roger Moore oder Sean Connery) steht, für den hab ich hier was. Die besten Storys schreibt immer noch das Leben selbst und diese hier würde sich meines Erachtens bestens als Filmvorlage für ein weiteres Abenteuer von 007 eignen. Oberst Gadaffi war schon immer etwas besonderes und auch schon immer für eine Überraschung gut. Allein vom Namen des libyschen Revolutionsführers existieren weltweit 33 Schreibweisen. Mir kommt der Herr immer ein bisschen wie ein aus einem James Bond Film entsprungener irrer Oberbösewicht vor, oder wie der stets rollige „Tiger“ Tom Jones auf Crack und LSD (im gleichzeitigem Zustand eines krassen sexuellen Notstandes) mit einem Hauch vom kocksenden Maradona und einem völlig besoffenem Gary Oldman auf gemeinsamen Pöbelkurs. Auf internationalen Kongressen tritt der „Bruder Führer“, wie er von seinen Landsleuten genannt wird, schon mal in kunterbunten Fantasietrachten auf, kampiert mitten in fremden Hauptstädten neben dem Luxushotel im Wüstenzelt, oder bringt ein Kamel mit um morgens frische Stutenmilch zu trinken. Auch die 40-köpfige Leibgarde, bestehend ausschließlich aus jungen, ausnehmend recht hübschen Frauen, würde so ziemlich jedem Bond-Filmschurken gut zu Gesicht stehen. Sein neuster Coup: .Am Rande des G8-Gipfels im Juli 2009 in Italien bezeichnete Gaddafi die Schweiz „als Helferin des Terrorismus“ und schlug vor, Helvetien zu zerschlagen. Dazu sollen die Landesteile der Schweiz den umliegenden Nationen zugeordnet werden (Frankreich, Italien, Schweiz). Libyen machte, wie am 2. September 2009 bekannt wurde, einen entsprechenden Antrag an die UNO-Vollversammlung, welche ab dem 15. September 2009 stattfindet. Im August sagte sein Sohn Hannibal zu arabischen Diplomaten: „Hätte ich eine Atombombe, würde ich die Schweiz von der Landkarte entfernen.“ (Mal was

anderes als immer nur Israel)  Der fünftälteste Sohn des Revolutionsführers, Motassim Bilal Gaddafi (genannt „Hannibal“), erlangte bereits zuvor zweifelhaften Ruhm, als er mit 140 Kilometer pro Stunde die Pariser Champs-Elysées entlang fuhr. Er war auch angeblich bei einer Reihe von gewalttätigen Zwischenfällen beteiligt. Er soll beispielsweise seine schwangere Freundin geschlagen haben und wurde im Juli 2008 zusammen mitimg212 seiner Frau in einem Genfer Hotel festgenommen. Nach zwei Tagen wurden Hannibal Gaddafi und Ehefrau gegen Kaution freigelassen. Die Schweizer Justiz wirft dem Ehepaar Körperverletzung, Drohung sowie Nötigung zweier Hausangestellter vor. In der Folge kam es zu einem Konflikt zwischen Libyen und der Schweiz. Am 8. Oktober 2008 stellte Libyen die Erdöllieferungen an die Schweiz ein. Hinter der Aktion wird die Rache von Gaddafi vermutet. Der Lieferstopp wurde von Tamoil bestätigt, hatte in der Schweiz aber keine größere Auswirkungen. Des Weiteren wird seit diesem Zeitpunkt zwei Schweizern die Ausreise aus Libyen verwehrt, angeblich weil sie gegen Aufenthaltsbestimmungen verstießen. Außerdem wurde der Schweizer Fluggesellschaft Swiss verboten, Tripolis anzufliegen. Aus technischen Gründen wegen des Umbaus des Flughafens, wie es offiziell von libyscher Seite hieß. Am 26. Dezember 2008 drohte Gaddafi mit neuen Sanktionen: Libyen verlangte von der Schweiz, dass sie zugibt, dass der im Juli verhaftete Gaddafi-Sohn völlig unschuldig sei. Ansonsten drohte Tripolis mit wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen. Falls die Schweiz nicht zusätzlich auch die Verantwortlichen bestrafe, werde Libyen „außerordentliche Maßnahmen“ ergreifen, so das Außenministerium. Weitere Angaben zu den möglichen Sanktionen machte das Ministerium nicht. Im Juni 2009 wurde bekannt, dass Libyen über 5 Milliarden Franken Anlagevermögen von Schweizer Banken abgezogen hat. Um die Krise beizulegen hat sich am 20. August 2009 der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz in Libyen für die Verhaftung von Hannibal Gaddafi (der Name ist meiner Meinung nach auch ziemlich filmtauglich) im Juli 2008 in ziemlich devoter Art und Weise entschuldigt. In einem Vertrag beschlossen die beiden Länder, die bilateralen Beziehungen wiederherzustellen. Auch sollten die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer Geiseln freikommen. In Bern sorgte die Aktion des Bundespräsidenten für Empörung. Beschwichtiger Merz hatte seinen vor Demut strotzenden Canossagang nicht mit den anderen sechs Ministern Im Regierungskollegium abgesprochen. Innenpolitisch schlug die Aktion ziemlich hohe Wellen. Die Sozialdemokraten fürchten, die Schweiz sei „erpressbar“ geworden. Selbst die eigene Partei des Bundespräsidenten, die FDP, geht auf deutliche Distanz zu ihrem Minister. Merz musste die Aktion Geiselbefreiung wieder an das Außenministerium abgeben. Der Regierungsflieger flog bereits einmal ohne die Geiseln wieder ab und im Film ist das normalerweise immer spätestens die Stelle an der 007 zur Tat schreitet. Aber der is ja Brite und die Schweiz nicht in der EU. Untalentierte Künstler mit politischen Ambitionen eignen sich ja bekanntlich gut zum Bösewicht . Wie dem auch sei, auch als Auto-Designer hat  sich der umtriebige libysche Despot bereits betätigt und hat nach Angaben seiner Marketing-Experten nicht irgendeinen Wagen, sondern gleich "die Zukunft der Automobilindustrie" entworfen (Wenn das der Colani spitzkriegt geht der vielleicht aus Rache in die Politik). Der Name des Prototypen: The Rocket.Tripolis (wenn das nicht schon wieder Bond ist) - Am Vorabend des 40. Jahrestages der Machtübernahme durch Revolutionsführer Gaddafi wurden in Tripolis zwei Prototypen des Wagens mit dem Namen The Rocket enthüllt. Geformt "wie ein Rennboot, um maximale Sicherheit zu bieten", wurde der Wagen mit libyschem Geld finanziert und vom italienischen Konstrukteur Tesco TS gebaut. Die Techniker hätten die "Vision" des Revolutionsführers dabei originalgetreu umgesetzt, "um das perfekte Auto zu bauen", hieß es im Pressetext. Ein Tesco-Mitarbeiter sagte, ein Prototyp von The Rocket werde "um die zwei Millionen Euro" kosten. Der Innenraum sei mit Leder und libyschen Teppichen ausgekleidet. Das Auto hat 230 PS und ist fünfeinhalb Meter lang sowie 1,87 Meter breit. Warum der rund 1800 Kilogramm schwere Wagen "die Zukunft der Automobilindustrie" sein soll, ist jedoch nicht ersichtlich. Vielleicht weil sich in der Zukunft und bei dem Spritverbrauch nur noch Reiche das Auto fahren leisten   können?   

In seiner Autobiografie, die vor drei Jahren auch in Deutsch erscheinen ist, glorifiziert Ghadaffi das einfache Landleben in der Wüste und verteufelt die Stadt. Auf dem Lande „lieben sich alle gegenseitig“, schreibt der Oberst. Dort herrschen „Ermutigung und Lob für den Freiheitsdrang und das Streben zum Licht“. Die Stadt dagegen, das sei „Entwurzelung, abscheulicher Konsum, nutzlose Suche und sinnlose Existenz“ – kurz: „Brechreiz, Schwindel und Finsternis“ (Ist bis auf den ersten Teil mit dem Bauernscheiß ja fast das gleiche Themenspektrum  wie auf dem neuen EISENPIMMEL Album, ob die Duisburger von der Biographie des Revolutionsführers beeinflusst wurden?).Weniger bekannt ist, dass er auch dichtet. 1995 legte er sein Erstlingswerk mit dem Titel „Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde und der Selbstmord des Astronauten“ (voll Emo!) vor. In dem Bändchen finden sich zwölf Essays über „das sozial entwurzelte Leben in der Großstadt“, die „Größe der göttlichen 01-libyen-staatschef-gaddafi-auto-13271175-MBQFtemplateIdrenderScaledpropertyBildheight349Schöpfung“ und „die Tyrannei der Massen“, die laut Oberst Gaddafi stets dazu neigen, ihre Führer in die Wüste zu schicken.. Gaddafi selbst entstammt einer Beduinenfamilie und war nach seinem Militärputsch gegen König Idris 1969 bis 1979 Staatsoberhaupt von Libyen.  Er bestimmt als selbsternannter Revolutionsführer (ohne Mandat) bis heute die Politik Libyens (obwohl er schon 1979 offiziell von der Staatsführung zurück trat) und ist er damit der am längsten amtierende Staatschef der Welt (da sind 16 Jahre Kohl und die anstehenden 20 Jahre Merkel doch gar nix). Oberst Gaddafi erhielt seine Offiziersausbildung in Großbritannien und formte das ehemalige Königreich in einen „sozialistischen Staat“ um. Gaddafi wollte eigentlich mit Korruption und Vetternwirtschaft unter der Monarchie aufräumen. Im Westen galt er zunächst als unbestechlich – und nicht an persönlichem Reichtum interessiert. Innenpolitisch propagierte Gaddafi ein System der Volkskongresse. Das Land wurde fortan Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahiriyya genannt. Besonders seine ziemlich eigenen Vorstellungen vom islamischen Recht und der islamischen Jurisprudenz haben ihm von Seiten einflussreicher sunnitischer Persönlichkeiten und Institutionen Vorwürfe der Gotteslästerung und nicht gerade viele Sympathien eingebracht. Der Koran ist nach Gaddafis Vorstellungen die einzig legitime Quelle der Scharia. Da die Sunna im Gegensatz zum Koran keinen göttlichen Ursprung für sich beanspruchen kann, sei sie für das islamische Recht irrelevant. Andere Kriterien, die von allen Rechtsschulen zur Ausformulierung und Interpretation der Scharia anerkannt sind, werden von ihm verworfen. So sei laut seiner DIY-Auslegung des Islam jeder des Arabischen mächtige Muslim befugt, in Rechtsfragen selbständige Entscheidungen auf Grund der Interpretationen der Quellen (Ijtihad) zu fällen. Islamische Rechtsgelehrte seien daher überflüssig. Fundamentalistische Kreise finden derartiges natürlich keineswegs erfreulich. Innenpolitische Probleme führten aber auch in Libyen zum Erstarken des Fundamentalismus. Hochburg war lange Benghasi, mit 660 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Gaddafi ließ in den 90er Jahren die Bewohner der Stadt kollektiv bestrafen – die Stadt, ihre Infrastruktur und Gesundheitsversorgung wurden finanziell ausgehungert. 1976 veröffentlichte er „Das Grüne Buch“, in dem er seine politischen Ziele darlegte. Einige Monate nach der "Grünen Revolution" beginnt auf seine Anordnung die Verstaatlichung von Banken und Versicherungen sowie von Ölförderkonzessionen der ausländischen Erdölkonzerne. Fand der Westen, an erster Stelle die USA, natürlich alles andere als lustig . Sein großes politisches Vorbild war und ist der Ägypter Gammel Abdul Nasser, ein glühender Anhänger der, nationalistischen, panarabischen Bewegung. Nasser träumte davon, alle Araber vom Atlantik bis zum Persischen Golf in einem einzigen islamisch geprägten Nationalstaat zusammenzuführen. Mehrfach versuchte Gaddafi, seine panarabischen Ideen in die Tat umzusetzen. Anfang der 70er Jahre strebte er eine Staatsunion mit Ägypten und Syrien an, dann mit Tunesien. Beide Projekte scheiterten. In den 80er Jahren führte er sein Land dann immer stärker in die außenpolitische Isolation. 1986 gab US-Präsident Ronald Reagan den Befehl, Tripolis und Banghazi zu bombardieren. Bei den Luftangriffen kam auch Gaddafis angebliche Adoptivtochter ums Leben. Wahrscheinlich wurde sie aber erst  nach ihrem Tod von Gaddafi adoptiert.1989 kommt es zu internationaler Kritik wegen dem von  den USA vermuteten Bau einer Chemiefabrik zur möglichen Produktion von chemischen Kampfstoffen in Rabta. Auch eine Anlage nahe Tarhunah sollte der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen dienen.  Im Februar 1996 misslang ein Bombenanschlag auf seine Eskorte, welcher das Ziel hatte ihn zu töten. Laut einem Zeitungsbericht der New York Times vom 5. August 1998 wurde der Anschlag mit 160.000 $ durch das MI6 unterstützt. Gaddafi blieb bei diesem Anschlag unverletzt, stattdessen wurden mehrere Gefolgsleute getötet. Gerüchten zufolge misslang der Anschlag, weil die Agenten des MI6 die Bombe unter das falsche Auto platzierten. Er gilt als Unterstützer verschiedener bewaffneter Tuareggruppen in der südlichen Sahara (Mali, Niger), die in den frühen 90er Jahren und wieder verstärkt seit 2006, sowohl gegen Militärs kämpfehinrichtung-13269022-mfbqtemplateIdrenderScaledpropertyBildheight349n, als auch Übergriffe auf die Zivilbevölkerung durchführen. Auf dem Gipfel der blockfreien Staaten 1989 in Belgrad nannte er die anwesenden Delegationen „Kriecher und Spione“, bezeichnete den Dollar „als den Teufel selbst“ und schlug die Ansiedlung der Juden in einem Pufferstaat zwischen Frankreich und Deutschland oder in Alaska vor. Beim Anschlag auf die Berliner Diskothek „La Belle“ 1986, der Explosion 1988 an Bord eines amerikanischen Jumbo-Jets über Lockerbie und ein Jahr später bei der Sprengung eines französischen Flugzeugs über dem Niger führten die Spuren jeweils nach Tripolis. Libyen gehört wegen seines Ölreichtums neben Algerien zu den wohlhabendsten Nationen Nordafrikas. Sieben Millionen Menschen leben in dem Wüstenstaat, dessen Fläche fünfmal so groß ist wie Deutschland. Nach dem UN-Index 2006, welcher Lebensstandard, soziale Sicherung, Gesundheitsfürsorge, Schulbildung und andere Entwicklungsfaktoren berücksichtigt, steht Libyen weltweit an 64. Stelle, in Afrika sogar an erster Position. Auch hat sich die Lebenserwartung in dem nordafrikanischen Wüstenstaat seit seinem Machtantritt 1969 um 20 Jahre erhöht, während die Kindersterblickeit auf zehn Prozent des damaligen Niveaus gefallen ist. In einem Land, das pro Kopf fast ebenso viel Öl wie Saudi Arabien exportiert nicht unbedingt eine Großtat. Insgesamt werden die Öleinnahmen Libyens, das selbst nur sechs Millionen Einwohner hat, für 2008 auf 46 Mrd. Dollar beziffert. Dennoch liegt Libyen heute wirtschaftlich weit hinter den anderen Ölstaaten der arabischen Welt. Selbst Gaddafi fragte sich schon öffentlich, wo all das Ölgeld nur geblieben sei - und kündigte an, die Öleinnahmen künftig direkt an das Volk zu verteilen. Geschehen ist jedoch seitdemnichts.Die Korruption im Land hat ein extremes Ausmaß, die Infrastruktur ist – nicht zuletzt durch das Wirtschaftsembargo – marode. Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung ,vor allem bei den jungen Leuten, sind hoch – in manchen Regionen bis zu 30 Prozent. Unabhängige Zeitungen gibt es nicht, nur eine offiziell gelenkte Staatspresse. Über Missstände im Land wird demzufolge kaum berichtet. Gaddafi-Sohn Saif al-Islam nennt die libysche Medienlandschaft beherrscht von „vier mittelmäßigen Blättern ohne Profil, in denen nur eine Hand voll Leute schreiben dürfen“. Dagegen ist der Internet-Zugang völlig unbeschränkt. Fast jeder Libyer hat ein Mobiltelefon und jedes Haus eine Satellitenschüssel. Vor einigen Jahren durften Vertreter von Amnesty International zum ersten Mal seit über 15 Jahren wieder einreisen. Der Bericht der Menschenrechtsorganisation zeigt schwere Mängel im Justizsystem auf: Folter und monatelange Haft ohne Gerichtsverfahren sind keine Seltenheit. Wer sich gegen die Ziele von Gaddafis Revolution stellt, wird per Gesetz verfolgt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bleiben Hunderte von Menschen wegen des Verstoßes gegen dieses Gesetz inhaftiert; einige seien sogar zum Tod verurteilt worden. 2003 gab Gaddafi aus offensichtlich taktischen Gründen bekannt, dass sein Land die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen betreibe, dass er aber bereit sei, dieses Programm aufzugeben. Hauptgrund für diese Richtungsänderung war die US Reaktion auf den 11. September und der damit verbundene Angriff auf den Irak. Der Oberst befürchtete schlicht und einfach das nächste Ziel der USA zu werden. Gaddafis Verhältnis zum Westen hat sich seitdem stark verbessert. Im März 2004 besuchte ihn Tony Blair und durchbrach damit die lange außenpolitische Isolation Libyens. Im Oktober folgte der heutige Öllobbyist und damalige deutsche Kanzler Gerhard Schröder. Zum 37. Jahrestag seiner Machtübernahme (vor drei Jahren) rief Gaddafi im September 2006 öffentlich zur Ermordung politischer Gegner auf. Nach Bekanntwerden der Hinrichtung des irakischen Machthabers Saddam Hussein am 30. Dezember 2006 ordnete Gaddafi eine dreitägige Staatstrauer für sein Land an. Seine Tochter Ayesha Gaddafi, eine Anwältin, die sich dem Verteidigerteam von Saddam Hussein angeschlossen hatte (die Gute ist im übrigen mit einem Cousin ihres Vaters verheiratet) war aber wahrscheinlich gaddafi-flughafen-12513295-mfbqtemplateIdrenderScaledpropertyBildheight349ohnehin schon traurig. .Am 10. Dezember 2007, dem Welttag der Menschenrechte, besuchte er nach 34 Jahren wieder Paris. Etwa 100 Personen demonstrierten auf dem Champ de Mars gegen seinen Besuch. Die französische Journalistin Memona Hintermann, Chefreporterin von France 3, berichtete dem Fernsehsender Canal+, sie habe sich 1984 von Gaddafi in eine Militärbaracke bringen lassen, um dort ein Interview mit dem Staatschef durchzuführen. Dort habe er versucht, sie zu vergewaltigen...Die Weichenstellung für die Westannäherung geschah bereits 1999, als Gaddafi erstmals die Schuld Libyens am Anschlag auf den Pan-Am-Flug 103 über Lockerbie zugab. 2003 lieferte er zwei Geheimdienstler aus, die geholfen haben sollen, die Bombe an Bord zu schmuggeln. Zusätzlich zahlte Libyen den Familien der 270 Opfer jeweils 10 Millionen Dollar. Nachdem Libyen auch mit Frankreich eine Übereinkunft zur Entschädigung der Hinterbliebenen des Niger-Attentats erzielt hatte, wurden die Sanktionen aufgehoben. Gaddafis Verhältnis zum Westen hat sich seitdem stark verbessert. Im Mai 2006 nahmen die USA und Libyen nach 35 Jahren Unterbrechung wieder diplomatische Beziehungen auf. Es sind nicht nur die libyschen Ölreserven, die westliche Politiker und Investoren locken. Die EU sucht in der Frage der illegalen afrikanischen Einwanderung nach Europa Verbündete, dabei schreckt man anscheinend nicht einmal vor dem libyschen Despoten zurück. Allein Rom zahlte Ghadaffi  fünf Milliarden, vorgeblich als „Entschädigung für die Kolonialzeit“. In Wirklichkeit brauchte Libyen das Geld dringend für die  Abwehr all der Bootsflüchtlinge, die sich von den libyschen Küsten in Richtung Lampedusa aufmachen. Die "Boat people" kommen heutzutage in der Regel gar nicht mehr dazu, den Fuß auf italienisches Territorium zu setzen, sondern werden auf hoher See aufgegriffen und umgehend nach Libyen zurückgeschafft.  Gadaffi erklärte zu dem Thema, Menschen aus Schwarzafrika seien da unterwegs, die "in den Wäldern lebten" und von Politik oder Menschenrechtsproblemen gar nicht tangiert seien. So sieht es auch der Berlusconi (ist ja auch ein auch ausgewiesener Menschenfreund, zumindest von denen der weiblicher Art), der lobte den selbsternannten Revolutionsführer gar schon als Mann "von tiefer Weisheit“. Da wird sich Kim Yong Il aber ganz schön anstrengen müssen... -Basti-

 

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