doenerGerade im so genannten Sommerloch ist man ja bereits einiges von den „geistigen Giganten“ (aus der unbekannten Dimension X, für Experten gut lokalisierbar im nebulös düsteren Rathausquadranten, der fernen 4. Bürokratiegalaxie, links neben dem (ent)fremde(te)n Planeten Kafka gelegen) und ihren tollkühnen, administrativen Grausamkeiten gewohnt. Siehe beispielsweise Glassflaschenverbot auf dem Kiez. Die „geniale“ Großtat, um welche es an dieser Stelle gehen soll, liegt aber bereits über 4 Monate zurück. Seit dieser Zeit gibt es in der Maximilianstraße (und angrenzenden Straßenzügen, welche so etwas wie die Flanier- und Konsummeile Augsburgs und zugleich Kneipenzentrum inklusive der passenden Discotheken und Clubs, für die debile Möchtegern-Schickeria der Stadt ist.) nämlich eine so genannte „Sperrzeit von Nebenleistungen“ zwischen 1:00 Uhr nachts und 4:00 morgens. In Augsburg wurde diese Verordnung unter dem gemeinen Volk gemeinhin unter dem Begriff „Dönerverbot“ bekannt. Denn obwohl rein theoretisch auch kein anderer Junkfood offen auf der Straße konsumiert werden darf, sind von dem amtlichen „Geniestreich“ hauptsächlich Dönerbuden eines stadtbekannten Betreibers betroffen. Der zuständige Ordnungsreferent Walter Böhm behauptete  allen Ernstes, dass vor allem die Kunden der Dönerbuden für Lärm und Verunreinigungen verantwortlich wären. Seit März diesen Jahres liegt das Ordnungsamt bereits zu später Stunde auf der Lauer. Zehn Planstellen wurden vom Stadtrat eigens für Döner-Kontrollen genehmigt. Seitens des Ordnungsamtes und der CIA ( Cityinitiative Augsburg, eine Vereinigung spießiger Anwohner und nicht der amerikanische Geheimdienst, oder eine der vielen Bands gleichen Namens) heißt es, die betrunkenen Gäste, die zu vorgerückter Stunde aus den Clubs und Discos torkeln, würden mit ihren Wegzehrungen fortwehrend und immerzu ohne Rücksicht auf Verluste die alterwürdige Innenstadt besudeln  Ferner würden angeblich viele von den Bonzennachwuchsclubzombies ganz unstandesgemäß in Scumpunkmanier auf den wehrlosen Gehsteig reihern. Darüber hinaus lade der gemeinsame Verzehr von Dönern zum massenhaften Verweilen auf der Straße ein, sodass sich ganze Menschentrauben vor den einschlägigen Läden bilden würden, was eine unzumutbare Störung der Nachtruhe für die betroffenen Anwohner darstelle.. Doch nicht nur Straßendöner (Oi! Oi! Oi!), oder anderes Fastfood soll angeblich nach Mitternacht für Exzesse sorgen, sondern beispielsweise auch hochprozentige Cocktails zum Mitnehmen. Deswegen ist das seit Anfang März in Augsburg auch verboten Eine nahe gelegenen Tankstelle steht mittlerweile ebenfalls in der Kritik. Glücklicherweise sind von dieser Skurrilität keinerlei Szeneläden betroffen . Ist ja so ziemlich die gleiche Allianz spießiger Anwohnern und entfesselter Beamter, die in der Vergangenheit schon mancherorts so manch korrekten Laden zum Aufgeben gebracht haben ... Aber in Zeiten wo selbst ehemalige Milliardärinnen und jetzige Multimillionärinnen, zumindest nach eigener Aussage und wenn schon nicht in der Realität, dann zumindest auf dem Papier des Springer-Stiefels,  jeden Cent mehrmals umdrehen müssen, darf wohl auch der wohlbehütete Nachwuchs der Elite mal eine kleine Kelle administrative Willkür schmecken.   Inzwischen ist die ganze Angelegenheit in Augsburg auch zu einem ziemlichen Politikum herangewachsen. Der Chef des Döner-Imbiss „Arkadas“, Hasan T., klagt beispielsweise vor dem Verwaltungsgericht gegen das Verbot.. Eines Nachts versammelten sich etwa 600 Menschen auf dem Rathausplatz zu einer Demonstration, um dort gemeinsam zu essen. Die Nahrungsmittel hatten sie selbst mitgebracht. Die Polizei war anwesend, hielt sich jedoch zurück (bei so Wohlstandsblagen liegt die Hemmschwelle wahrscheinlich auch etwas höher als bei schmuddeligem Punkvolk – Deren Papis kennen wahrscheinlich auch die besseren Anwälte). Um Ärger mit den Ordnungskräften und der Polizei zu vermeiden haben einige Budenbesitzer inzwischen Türsteher angestellt (Türsteher: „Nein, Ey olum du kommst hier nicht rein. Ey lan, verpiss dich!“ Gast: „Komm schon Kollege, wieso denn nicht, Alter?“ Türsteher: „Ey, du hast voll das Gyrosgesicht, olum und jetzt zisch ab!“), welche dafür Sorge tragen sollen, dass keine Döner ihre Geschäfte verlassen. Andere Verkäufer raten ihren Kunden die erworbenen Speisen in mitgebrachten Rücksäcken oder Jackentaschen zu verstauen. Das nächtliche Dönerverbot in der Augsburger Innenstadt wird  aber möglicherweise wider Erwarten doch bald wieder abgeschafft. Im Stadtrat gibt es eine stetig wachsende, parteienübergreifende Mehrheit, welche die umstrittene Regelung kippen will, Die Junge Union führte auf  Maximilianstraße unter 600 Besuchern eine Befragung durch: 95 Prozent der Befragten lehnten das Verbot ab. Zum Thema wurde ebenfalls vor ca. 2 Wochen ein Ratssitzung durchgeführt. Laut einem Kollegen von Micha der in Augsburg wohnt, besteht das Verbot aber derzeit noch...
Unbestätigen Gerüchten zufolge wollen OHL den alten STUNDE X Kracher von der „Graf Porno reitet für Deutschland“ Platte namens „Hausverbot“, mit verändertem Text, unter dem Namen STÜNDE X, live auf einem Benefiz für die JU Augsburg darbieten. Eine 7“ ist auch geplant. Auf der A Seite wird „Dönerverbot“ im Original „Hausverbot“ und auf der B-Seite eine neu eingespielte Version von „Militürk“ (den FEHLFARBEN Song haben OHL ja schon zuvor gecovert) mit Originaltext enthalten sein. OHL weisen vorsorglich daraufhin, dass sie weder Dönerbuden, welche der PKK nahe stehen noch Geldwäscherbetriebe der Grauen Wölfe unterstützen. Ausnahmen  werden laut Deutscher W. nur gemacht, wenn es umsonst zum Döner eine Cocka Cola dazu gibt .....

Der Text von „Dönerverbot“ wurde der Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen unentgeltlich zur Verfügung gestellt:

STÜNDE X – „Dönerverbot“
Dönerverbot denn wir sind jung
Dönerverbot sie verkaufen uns für dumm
Dönerverbot sag mir doch warum
Dönerverbot jetzt stehen wir drinnen rum

Dönerverbot weil uns keiner traut
Dönerverbot denn wir sind laut
Dönerverbot nur aus einem Grund
Dönerverbot doch wir halten nicht den Mund

Dönerverbot, Dönerverbot, Dönerverbot...

Seltsam aber so steht es geschrieben...
Basti