„Nichts ist neu.“ –Release Party. Ein Bericht von Dan Moron


Vor Monaten bereits ausgemacht ists heut endlich soweit, rein in den Zug, Bierchen am Start und ab nach Nürnberg. Heute erblickt das neue Love A Album das Licht der Welt, oder zumindest das Licht Frankens! Das die Tickets fast ihren Weg nach Nürnberg nicht gefunden hätten, spar ich mir jetzt mal, Privatsphäre und so! Mit dem neuen Album bereits im Ohr ist die Zugfahrt halb so wild und lässt die Vorfreude nur noch mehr steigen. Angekommen geht’s zu Fuß ca. ne halbe Stunde ins Desi. Ich war da noch nie, was es umso schöner macht, diese tolle Location zu begutachten. Schöner lauschiger Biergarten, nette Leute, kuschliger Konzertraum, mit Aufklebern gepflasterte Toiletten, gutes Bier und Soli-Mexikaner. Noch Fragen ?! Dann noch schnell mitgebrachte Nudeln aus der Tupper reingeschlungen bevor schubsen mit leichter Verspätung loslegen. Bereits in einer der letzten Bomben hab ich deren aktuelles Album besprochen, die Jungs machen einfach Spaß auf Platte und live sowieso. Ein absolut charismatischer Sänger(später mehr) im Sandwich zwischen einem äußerst innovativen Gitarristen und einem entgeistert in die Menge glotzenden Bassisten.[...]

 

Ach ja von hinten werden natürlich die passenden Drums geliefert, quasi die Soße aufm Weißbrot. Zu hören gibt’s viele Sachen des aktuellen Albums „ neue blessuren“ aber auch ein, zwei neue Songs die mich vollstens überzeugen. Die Menge wippt auch brav mit, wobei die volle Euphorie nicht ausbricht, man will ja Bestleistung zeigen bei Love A.  Nun noch zum Frontmann, immer auf Achse auf der Bühne, er lebt seine Lyrics mit oder ohne Schuhen an den Beinen. Wer denkt in der Menge ist man sicher, liegt falsch. Öfter wird einfach ins Publikum gehuscht und von dort aus eine geile Show abgeliefert, das reißt einfach mit! Ich wünsch den Jungs nur das Beste für die Zukunft. Nach einer kurzen Umbau/Pinkel/Bierholpause betreten dann auch schon die feinen Herren von Love A die Bühne. Mit von Anfang an textsicherem Publikum wird eine fette Sause, samt beleuchteten Love A-Banner gestartet. Quer durch alle Alben gestöbert, präsentieren sie Hit an Hit. Ich frage mich was der Frontmann da an der Setlist zu monieren hatte? War sie zu kurz? Egal, eben jener präsentiert sich heute mit Schnauzer, Hemd und Krawatte, bereit einen denkwürdigen Auftritt abzuliefern.

Voller Power und mit Witz zwischen den Songs leitet er das Quartett durchs Konzert. Sehr stark! In gewohnter Manier wird er von seinen 3 Mitstreitern an den Instrumenten bestens begleitet. Treibender Bass und ebenso treibende Drums  gepaart mit dem einzigartigen Gitarrensound, eben genau das was man erwartet. Es wird viel geschwitzt , getanzt und mitgeträllert. Ist bei Songs wie „Kanten“ oder dem Übersong „Windmühlen“ ja auch kein Wunder. Einige neue Songs wie „Nachbarn 2“ oder „Treeps“ werden genau an den richtigen Stellen eingebaut. Bei letzteren zieht es mich auch vor die Bühne. Man erkennt sich halt irgendwie selber… Zwischendurch gibt’s auch ein fettes Cover der Boys aus Gimbweiler, Pascow. Der Name des Songs ist mir leider entfallen. Am Ende der Zugabe gibt’s noch „Brennt alles nieder“ und die Jungs verschwinden nach gemachter und gelebter Arbeit begleitet vom Chor der Meute den Raum. Ein ganz starkes Brett, Hut ab!


Anschließend durchatmen, kurz alle Habseligkeiten einsammeln und endlich die neue Platte ergattern. Denkste, als ich mich zum Merch-Stand begebe ist das Dingens bereits vergriffen. Schade für mich, toll für die Band und der beste Beweis für einen denkwürdigen Auftritt und ein starkes neues Album!
PS: seinen Garderobenschein abfotografieren ist echt nicht die schlechteste Idee

-Moron Dan-