Wir stellen euch heute Jens vor, er betreibt seit einiger Zeit die Onlineplattform "Pünkkonzerte". Dabei handelt es sich um einen Kalender, auf dem Punkkonzerte eingetragen und beworben werden können. Wir haben Jens ein paar Fragen zum Onlinekalender und zu Netzwerkarbeit gestellt, das Interview hat Pete geführt!

Erzähl mal. Wer steckt hinter der Pünkmusik-Seite. Machst du das alleine, oder seid ihr ein Kollektiv?

Jens: Pünkmüsik wird in erster Linie durch mich gesteuert. Aber es gibt ganz viele fleißige Helfer die Pünkmüsik am Leben halten. Wir haben Spaß daran, meist unbekannte, Bands zu fördern und zu unterstützen. Mal wird ein Konzert organisiert, dann eine Platte finanziert oder ein T-Shirt entworfen und produziert.

 Pünkmüsik soll eine Anlaufstelle für Bands sein, die sich dann gegenseitig „befruchten“, also mit Konzerten versorgen, Kontakte und Ideen austauschen. Wir veranstalten gerne kleine Wohnzimmerkonzerte (siehe wokodo.de ) aber auch mal größere Konzerte wie DAF (Deutsch-Amerikanische Freundschaft) am 26. Mai m FZW Dortmund.

Wie bist du auf die Idee gekommen, bzw. mit welchem konkreten Ansatz wolltest du etwas schaffen, das es bisher noch nicht gab?

Die Idee zu der interaktiven Plattform Pünkkonzerte.de? Nun, wir hatten an den bereits existierenden Kalendern immer etwas zu meckern. Bei dem einem fanden wir zwischen Chris de Burgh und komischen Metalbands nicht das was man suchte. Bei einer anderen Plattform konnte man keine Flyer hochladen. Andere waren unübersichtlich oder mit Werbung zugemüllt.

Da wir aber froh sind, dass es solche Informationsquellen gibt, wollten wir nicht meckern. Daher blieb nur es selbst zu machen. Pünkkonzerte wird noch weiter entwickelt und stetig verbessert. Ein barrierefreier Zugang zu digitalen Inhalten war uns dabei besonders wichtig. Von dieser Barrierefreiheit profitieren nicht nur Ältere und Menschen mit Behinderungen. Durch das Einhalten von Standards und einer klaren und einfachen Struktur werden Ladezeiten verkürzt.

Wie stellst du sicher, dass nicht plätzlich die Frei.Wild-Tour online ist und wie informierst du die User über die Hausregeln und schließt gewisse Bands aus?

Die Bezeichnung „Pünk“ ist ein Platzhalter für gute Musik. Es werden Termine aus dem Bereich Musik (Punk, Oi, Hardcore, Psychobilly, Reggae, Garage, Ska, Underground Alternativ, Liedermaching, Deutschrock) und politische Vereinsaktivitäten (Antifa) veröffentlicht. Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie werden bei PÜNKKONZERTE nicht toleriert und finden keine Plattform. Jeder Eintrag wird manuell von uns geprüft und erst dann veröffentlicht wenn wir uns sicher sind, dass unsere „Hausregeln“ eingehalten werden.

Was wäre dein Wunsch, wohin sich die Seite in den nächsten Jahren entwickeln soll?

Mein Wunsch wäre, dass die Site weiter so gut angenommen wird wie bisher. Wir werden, außer für unsere eigenen Projekte, werbefrei bleiben und Informationen zu Festivals noch ausbauen.

Generelle Infos zu Pünkkonzerte:
Schnell können zu jeder Veranstaltung detaillierte und wichtige Informationen zu den Bands und der Location gefunden werden. Nutzer können sich über ausgesuchte Bands oder Veranstaltungsorte informieren lassen und sich die Termine direkt in ihrem Kalender eintragen lassen.

Danke für das Interview!!! Hier nochmal der Link: www.puenkmuesik.de