Niedersachsen

Mit den ersten Sonnenstrahlen werden Festivalgefühle für ein schönes, kleines, feines Festival 2010 auf der Insel Nordsee-Insel Helgoland hervorgerufen. Fabsi von den MIMMI`S ruft zur 4.1 Rock´n Roll Butterfahrt auf. Warum 4.1? Genau am 3.9.2009 zerstörte ein ordentlicher Nordseesturm alle Insel-Träume auf die 4. Butterfahrt. Die Fähren blieben im Hafen, das Festival musste abgesagt werden.

Piraten lassen sich aber nicht so schnell erschüttern und 99% aller Festivalkartenbesitzer haben brav auf den Nachholtermin gewartet. Nun wird nachgeholt und das Programm auf 2 Festivaltage erweitert. Dadurch konnten die Organisatoren einen der besten englischen Punkrock-Songwriter für das Festival gewinnen.

substanzdding

“Squat the world” oder “rent a house for Osnabrück”

 

Das neue Substanz Osnabrück

 

Nachdem nach Jahren des Besetzens leerstehender Häuser und dem legendären AZ Wagenplatz – sowie diversen AZ im Exil Parties und Konzerten – noch immer ein eigener, selbstverwalteter FreiRaum für Osnabrück und das Umland fehlte und die Wichtigkeit des Selbigen immer offensichtlicher wurde, ergab sich im Juni 2008 die Gelegenheit für den Fraz e.V. (Freundeskreis für ein Selbstverwaltetes Zentrum, Bildung und Kultur) eine Etage in einem Gebäude zu mieten – mit weitreichenden Konsequenzen: Aus anfänglich ein Paar, mit wohl nicht gerade wenig Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit ausgestatteten, Leuten, die sich über die Jahre hinweg für die Schaffung eines selbstverwalteten Zentrums eingesetzt und daraus resultierend die müßige Vereinsarbeit aufgenommen und aufrecht erhalten haben, entwickelte sich bis heute eine rege Szene aktiver Vereinsmitglieder_Innen, Förder_Innen und Besucher_Innen, die das AZ für Osnabrück – Substanz genannt – möglich gemacht und eine regelrechte Substanz-community erschaffen haben.

 

Seit vier Wochen ist Verdens Kulturlandschaft um eine Attraktion reicher! Der KULTURBUNT Verein ist ein Zusammenschluss von Leuten, die sich lange der Kulturarbeit im Jugendzentrum Verden gewidmet haben und diese nach wie vor verfolgen. Aus Verden erreicht uns folgende Botschaft:

"Wir sehen uns allerdings in unserer Handlungskompetenz zunehmend eingeschränkt, seitdem das Jugendzentrum nicht mehr selbstverwaltet ist und sich unter städtischer Verwaltung befindet.
Der KULTURBUNT Verein befindet sich auf dem Weg zur Eintragung in das Vereinsregister und möchte dafür sorgen, dass weiterhin unabhängige und unkommerzielle Kultur in all seinen Facetten in Verden möglich ist! Es wird in jedem Fall der Status der Gemeinnützigkeit angestrebt.

Ein neues Inzuchtprojekt namens DISCO//OSLO hat ihre 1. Onlinesingle draussen.

Hier haben sich oldenburger Leute von Bitume, Paradox, Skambulé (rip) und Fluchtweg 1.Stock gefunden.

5 Sonx zum kostenlosem Download mit Cover und Textblatt zum selber basteln, findet ihr unter:

myspace.com/discooslo

Download

Nach­dem es jetzt ab Fe­bru­ar ver­suchs­wei­se eine frei­wil­li­ge Sperr­zeit zwi­schen 5 und 7 Uhr mor­gens im ge­sam­ten Stadt­ge­biet geben soll, um damit der an­geb­lich ex­plo­die­ren­den Ju­gend­ge­walt (ganze 29 Fälle in 2009) in der City zu be­geg­nen, wit­tern die Si­cher­heits­fa­na­ti­ke­rIn­nen wie­der Mor­gen­luft. So zum Bei­spiel Gus­tav Wehen, der Ol­den­bur­ger Vor­sit­zen­de des Ar­beit­ge­be­rIn­nen­ver­band des Gast­ge­wer­bes dehoga. Wäh­rend er rich­tig fest­stell­te, dass mit der Sperr­stun­de noch nicht ein­mal nach der Logik ihrer Be­für­wor­te­rIn­nen die 29 Kör­per­ver­let­zun­gen hät­ten ver­mie­den wer­den kön­nen (sie wür­den alle in der Zeit zwi­schen 24 Uhr und 5 Uhr früh be­gan­gen), zeigt er ge­gen­über der NWZ im Wei­te­ren den ge­ball­ten Law-​and-​Or­der-​Un­ver­stand.

 

Neben wenigen Ausnahmen sind alternative Jugendzentren, Freiräume und ähnliches überall im Land rar gesät. Eine Ausnahme ist das Jugendzentrum Schlachthof Aurich in Ostfriesland, das gerade Anfang der Neunziger durch seine sehr stark orientierten antifaschistischen BesucherInne n und Aktionen überregional bekannt wurde. Zur dieser Zeit fanden im Jugendzentrum besonders viele Konzerte (http://www.juz- aurich.de/website/Hall_of_fame.html) diverser Bands aus verschiedenster Musikgenres statt.

Auch die ca. 100 FaschistInnen, die 1994 einen Überfall (http://www.rote-hilfe.de/publikationen/die-rote-hilfe-zeitung/1997/4/verfassungsschutz-in-aurich) auf das Jugendzentrum, Schlachthof Aurich, planten und durchführten, konnte weder eine Schließung des Juzes herbeiführen, noch durch ihre Aktion die autonome und alternative Szene zerschlagen, spalten oder schwächen.

Nur die Zeit scheint Risse im  Jugendzentrum zu hinterlassen. Generationswechsel und dem geographischen Wandel führten im Laufe der Jahre zu verschiedenster JUZ NutzerInnen, die trotzallem immer wieder an den antifaschistischen Kontext etc. anknüpfen und diesen vorantreiben. Seit Mitte der 1990er Jahre JUZ NutzerInnen gegen diverse faschistischen Gruppen, die Stadt Aurich und den JUZ-Leiter "Günni".