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Die "Antifaschistische Koordination Duisburg" hat, wie im vergangen Jahr, einen Jahresbericht über die rechte Szene in Duisburg veröffentlicht. Schwerpunkte sind dabei rechte Parteien und Kameradschaften, sowie extrem rechte Fussballgruppierungen und die türkischen Nationalisten "Graue Wölfe".

In dem pdf gibt es detaillierte Informationen über Gruppenstrukturen und Aktivitäten der vielfältigen extrem rechten Szene in Duisburg.

Das pdf kann hier heruntergeladen werden. Ausdrucken und verbreiten ist von der Gruppe ausdrücklich gewünscht.

Im folgenden noch die Einleitung des Infoblattes.


Nachdem wir im letzten Jahr eine kontinuierliche Recherche zu den Strukturen der extremen Rechten in Duisburg ins Leben gerufen haben, melden wir uns nun mit einem zweiten Jahresbericht zurück. Während sich bei den Strukturen der Neonazis so einiges geändert hat, ist die Einstellung der Polizei gleich geblieben. So leugnet der Polizeisprecher Ramon van der Maat weiterhin die Existenz einer Neonaziszene in Duisburg(1). Das Jugendamt versucht währenddessen mit abstrusen Vergleichen – neonazistische Neigungen bei Jugendlichen seien genauso harmlos wie Kiffen oder Stehlen(2) – ihre mangelhafte Kenntnis zu kaschieren. Unschöne Parallelen zu dieser Verharmlosung finden sich in den 1990ern in Jena, wo sich auch das Trio des NSU vor dem Untertauchen radikalisierte(3). Diesen Umgang der offiziellen Stellen betrachten wir als sehr kritisch, die permanente Ignoranz und Verharmlosung führt dazu, dass sich Neonazis in Sicherheit wiegen und sich weiter etablieren, so wie z.B. in Dortmund. Deshalb sehen wir eine unabhängige Recherche- und Aufklärungsarbeit in Duisburg als sehr wichtig und leider weiterhin notwendig an. Wir wollen Duisburger_innen für dieses Thema sensibilisieren und darüber informieren, dass es neben den klassischen Neonazis auch weitere, nicht minder gefährliche, extrem rechte Gruppierungen gibt.
In dem vorliegenden Jahresbericht zu den Strukturen, Aktivitäten und Entwicklungen der extremen Rechten Duisburgs berichten wir, wie schon im letzten Jahr, über „Freie Kameradschaften“, Parteien und weitere extrem rechte Zusammenhänge Duisburgs in der gewaltbereiten Fußballszene. Zudem haben wir die “Grauen Wölfe”, welche wir aufgrund ihrer ideologischen Nähe zu “deutschen” Nazis, ebenso als extreme Rechte betrachten, als neue Kategorie mit aufgenommen. Des weiteren dokumentieren wir Ereignisse und die dazugehörigen Personen, die nicht (eindeutig) den o.g. Gruppierungen zugeordnet werden können, aber dennoch eine Rolle bei den Aktivitäten der extremen Rechten spielen.



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