Geschrieben von: Ronja Dienstag, den 13. September 2011 um 14:27 Uhr
Theoretisch passt folgendes auch zum letzten Artikel. Man kann kaum glauben, dass diesen Text jemand ernst gemeint hat, es deutet aber doch alles darauf hin.
Auf einer Webseite, wo sich Lehramtsanwärter und Referendare über die berufliche Zukunft informieren können, die ihnen blüht, wurden folgende hilfreiche Tips und Tricks genannt, um im späteren Berufsleben auch ernst genommen zu werden:
"Absolutes No-Go für Lehramtsreferendare bzw. Lehramtsanwärter und Lehrer:
Nichts, aber auch gar nichts am Lehrkörper haben in der Schule Piercings zu suchen. (...) Lehrerinnen oder Lehrer die gepierct in die Schule gehen, sehen aus, als wenn sie auf Sado-Maso stehen. Im Übrigen werden sich die Schülerinnen und Schüler fragen, an welchen Körperstellen die gepiercte Lehrerin oder der gepiercte Lehrer wohl noch gepierct ist. Piercings sind Modeschmuck pubertierender Jugendlicher, welche entweder in der sozialen Unterschicht angesiedelt sind oder damit beschäftigt sind, ihren Platz in der Gesellschaft erst noch zu suchen. Piercings sind aber nichts für erwachsene Lehrkräfte im Unterricht in der Schule.
Die größte anzunehmende "modetechnische" Katastrophe für Lehramtsreferendare bzw. Lehramtsanwärter, eine Lehrerin oder einen Lehrer sind allerdings Tätowierungen (engl. Tatoos). Welche Minderwertigkeitskomplexe, Sorgen und Nöte muss man haben bzw. wie sehr muss man seinen eigenen Körper hassen, um sich derart brandmarken zu lassen? Tätowierungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind häufig der Versuch, Anerkennung in der Gesellschaft zu erhalten und aufzufallen, wenn man schon sonst nicht z. B. durch sportliche Leistungen oder durch Wissen und Bildung auffallen kann. Tätowierungen sind Ausdruck eines niedrigen oder bedauerlicherweise fast gar nicht vorhandenen Bildungsniveaus und kommen in der Regel hauptsächlich in der sozialen Unterschicht vor. Umsonst gilt nicht das Sprichwort:
"Hast Du ein Tatoo,
hast Du null IQ."
Wie viele Ärzte, Juristen, Pfarrer, Betriebswirte etc. tragen Tätowierungen? In der Regel niemand. In Kreisen mit niedrigem Bildungsstand kommen Tätowierungen dagegen häufig(er) vor. Ein tätowierter Lehramtsanwärter bzw. Lehramtsreferendar und Lehrer begibt sich allein durch seine Tätowierung in krassen Widerspruch zu seinem Beruf als Wissensvermittler und Lehrkörper."
-----------Da lernt man doch gleich mal, wie man vorurteilsfrei und unbefangen in den neuen Job starten könnte. Wenn ihr das ganze Ausmaß des Wahnsinns lesen wollt (zum Thema Haare, Rasur und vor allem Klamotten ist dort nämlich auch noch ne ganze Menge zu lesen, veranschaulicht mit Beispielen und natürlich Vergleichen) kann hier mal rein schaun
Bleibt mir nur noch zu sagen: Swebo, Atakeks... für euch seh ich leider keine Zukunft in dem Gewerbe

Wozu sollen die Lehrer auch gepierced sein, wenn die Schüler eh nix wollen, außer, dass Kino.to schnell wieder freigeschaltet wird?
Und der Bundespräsident sagt ja auch „kein Problem, es ist cool“, jedenfalls bei seiner Frau.
Ich melde mich wieder, wenn meine Töchter von einem Referendaren unterrichtet werden, der Mitglied der Roten Hilfe ist, aber kein Geld übrig hat, um sich das alte Skrewdriver-Tattoo im Nacken weglasern zu lassen.
Cheers!
Meine Lehrerin bat mich eben rauszukommen und meinte dann "Merken Sie nicht das Ihr Verhalten unangemessen ist"? Wir sind hier nämlich kein Badezimmer.
Darauf habe ich Sie nur gefragt, wo genau Ihr Problem ist, sie hat ihre Frage dann noch zwei bis drei Mal wiederholt worauf ich erwidert habe das Wir uns eh auf keinen gemeinsamen Konsens einigen können und dann ging es wieder in den Unterricht.
Ich muss aber da zu sagen ich mache ja meine Ausbildung in einer Behinderteneinrichtung und Sonderpädagogen sind einfach noch mal eine andere schiene. Unter dem Deckmantel des Sozialengagements wird jede_r mit dem kleinsten Hauch von individuellen Vorstellungen unter Druck gesetzt.
Ich war die meiste zeit meines Lebens auf Regelschulen und ich muss definitiv sagen, dass ich persönlich dort weniger Probleme hatte.
Bis zu einem gewissen Alter war ich da vielleicht Mobbingopfer Nr 1, aber dafür stand ich da nicht ständig im Fokus der Lehrkräfte und sonstigen Pädagogen.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht das sich die meisten Leute mit Behinderung einfach alles gefallen lassen. Hinter dem Rücken von selbst ernannten Autoritäten wird immer geredet 80% der Leute sind unzufrieden, aber niemand sagt was.
Für mich ist halt der Kontrast hart, weil ich meinen erweiterten Hauptschulabschluss an einer kaufmännischen Schule gemacht habe und dort nie negativ aufgefallen bin.
Micha, du meintest mal, dass ihr euch um ein Inti mit D.lands einzigem Punk als Schuldirektor kümmern würdet? Ist daraus was geworden?
Ferner fände ich es generell einmal spannend, in die Berufe unserer Szene zu leuchten. Was machen die Protagonisten und mit welchen Auflagen (gibt es überhaupt welche?) müssen sie sich rumschlagen.
Nur so als Anregung.
Ein Freund arbeitet in einem Kinderheim und bekam Probleme wegen seinen Shirts. Er hat aber darauf bestanden dass er sie tragen darf. Am Ende hat man sich geeinigt dass er die Shirts tragen darf, außer wenn Totenköpfe oder gewisse Texte darauf stehen. D.h. DISTEMPER Shirt is OK, bei Rasta Knast wirds schwierig ;) !
1) Eine Freundin von mir, Lippenbändchen gepierced: Aussage: "Sobald ich im Klassenzimmer stehe muss ich das eh rausmachen - ich denke das sieht der Betreuungslehrer nicht gern."
2) Ich halte ne Stunde mit der Praktikumsgruppe (heißt 3 weitere Studenten sitzen mit im Raum und notieren mit). Ich habe ein "Pascow"-T-Shirt an (das mit dem Text von "Mathilda und der Blues"). Nach der Stunde die Kritik (kam als allererstes): Das T-Shirt war sehr unvorteilhaft gewählt - außerdem sollte man es wenn man vor der Klasse steht besser in die Hose stecken...
Trotz allem habe ich in dieser Hinsicht eher positive Erfahrungen gemacht - ironischerweise kam es mir so vor, als ob die meisten Lehrer diesen Aspekten weitaus lockerer gegenüberstehen als die "ach so klugen" Studenten, die selbst noch keine vier Jahre aus der Schule draußen sind, aber meinen wie seriös sie sind.
Auch ich werde in dieses Gewerbe einsteigen. Was hier steht ist nicht nur von Vorurteilen triefend - sondern schlichtweg falsch.
Das muss doch schlechte Satire sein - kann mir kaum vorstellen dass den Schmarrn jemand ernsthaft verfasst hat.
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Entweder war die mit den 5 zusätzlichen Gästen überlastet, die durch unseren Artikel kamen, oder die haben gemerkt, WIE peinlich die ganze Scheiße ist...!